TCO-Herren triumphieren im Spitzenspiel

Sandro Kopp gewann für den TC Ohligs sein Einzel und Doppel in souveräner Manier. Fotos: Moritz Alex
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Sandro Kopp gewann für den TC Ohligs sein Einzel und Doppel in souveräner Manier.

Tennis-Niederrheinliga: Zwischen Aufstiegsvorfreude und Abstiegsfurcht

Von Jürgen König

Die Herren des TC Ohligs 1914 sind exzellent aus der langen Sommerpause gekommen und haben die vermeintlich höchste Hürde auf dem Weg in die Regionalliga als dritthöchster deutscher Spielklasse genommen. Beim gleichermaßen in Sachen Finanzen wie Personal bestens aufgestellten Bundesliga-Unterbau des TC Bredeney III setzte sich das Team von der Kiefernstraße nach einem harten Kampf mit 5:4 durch. Damit ist die Entscheidung im Aufstiegskampf noch nicht gefallen, der TCO ist aber auf bestem Weg, seinen seit Jahren eingeschlagenen Erfolgskurs eindrucksvoll auszubauen. „Dieses Spiel war einfach nur super“, meinte der Ohligser Teammanager Jochen Hierl nach dem Gipfeltreffen.

Die Essener traten angesichts des hochkarätigen Kaders mit einer starken Formation an. Im Spitzen-Einzel stand der 39-jährige Brasilianer Andre Ghem, der in der Weltrangliste die 118 als beste Position hatte. Mick Veldheer, aktuell die 553 im Welt-Ranking, erlebte eines seiner engsten Matches im TCO-Dress – und musste sich im Champions-Tie-Break mit 5:10 geschlagen geben. Till Wegner (10:7) drehte den Spieß um, zudem sorgten Bart Stevens und Sandro Kopp jeweils souverän in zwei Sätzen für das 3:3 nach den Einzeln.

In den Doppeln ging dann alles sehr eng zu, die Spannung rund um die Plätze war riesig. „Letztlich hat unsere Aufstellung in den Doppeln gepasst, und die Jungs haben wieder eine tolle Teamleistung gebracht“, schwärmte Jochen Hierl. Dass es eine enge Kiste wurde, war ihm klar gewesen: „Bredeneys Zweite war aus der Regionalliga abgestiegen, das sollte jetzt korrigiert werden.“ Wurde es aber nicht, weil sich die Ohligser auch auf viele Fans verlassen konnten. Entschieden ist indes noch nichts, denn mit dem Gladbacher HTC II wartet ein weiteres großes Kaliber auf die Solinger. Am 28. August muss der TCO dort antreten, am kommenden Samstag dürfte es etwas entspannter zugehen. Dann ist mit dem MTV Kahlenberg eines der Kellerkinder zu Gast in Ohligs, wo an diesem Sonntag die Zeichen erst einmal auf ausgiebiger Feier standen.

TCO: Mick Veldheer 6:7, 6:2, 5:10; Bart Stevens 6:0, 6:2; Sandro Kopp 6:2, 6:1; Till Wegner 4:6, 6:2, 10:7; Karlson Wegner 2:6, 0:6; Stan Bormans 3:6, 2:6; Veldheer/Bormans 6:4, 7:6; Kopp/T. Wegner 6:3, 6:4; Stevens/K. Wegner 5:7, 7:6, 6:10.

„Jetzt sollten wir am besten beide ausstehenden Spiele gewinnen.“

Johanna Sophie Kern zur Situation im Niederrheinliga-Abstiegskampf

Derweil warten die gleichklassigen Damen des Solinger TC 02 auf ihren zweiten Saisonsieg, der zum Klassenerhalt unerlässlich ist. Gegen den Rochusclub Düsseldorf gab es eine 3:6-Niederlage. „Es war klar, dass es schwer sein würde“, hatte sich Johanna Sophie Kern mit ihren Kolleginnen keinen allzu großen Illusionen hingegeben. So kamen die sechs Niederlagen auch allesamt glatt in zwei Sätzen zustande.

„Da war es gut, dass wir noch zwei Doppel gewinnen konnten“, sagte Kern, die mit der auch im Einzel erfolgreichen Annika Bruchhaus ebenso punktete wie die Paarung von Spitzenspielerin Laura Valkova und Sophia Gneuß. „Jetzt sollten wir am besten beide ausstehenden Spiele gewinnen“, hofft Johanna Sophie Kern auf den Klassenerhalt – gegen die Tabellennachbarn Netzballverein Velbert (21. August) und Bayer Wuppertal (28. August) haben es die Widderterinnen jeweils vor heimischer Kulisse ab 13 Uhr noch in der eigenen Hand.

STC: Laura Valkova 3:6, 3:6; Anika Kurt 3:6, 2:6; Sophia Gneuß 2:6, 1:6; Johanna Sophie Kern 0:6, 2:6; Annika Bruchhaus 6:3, 6:4; Yvonne Hartmann 0:6, 0:6; Valkova/Gneuß 7:6, 7:6; Kurt/Hartmann 2:6, 0:6; Kern/Bruchhaus 3:6, 6:1, 10:2.

Viel los war an der Widderter Straße in den vergangenen Tagen nicht nur aufgrund der Medenspiele, sondern auch im Rahmen des STC-Cups, der zum neunten Mal ausgetragen wurde. Den Erfolg in der offenen Herrenklasse verpasste der an Nummer eins gesetzte Moritz Poswiat knapp, der Stammspieler des Drittliga-Teams musste Win Steveker von Bayer Wuppertal nach dem 3:6, 4:6 gratulieren. Zuvor hatte Poswiat gegen Niklas Niggemann (Grün-Weiß Lennep) beim 4:6, 6:1, 10:4 viel Kraft aufwenden müssen. Die Herren hatten zwei Runden hintereinander – teils in der Halle – ausgetragen, da am Samstag alle Plätze aufgrund der Meisterschaft belegt waren. Obwohl leicht angeschlagen, zog es Moritz Poswiat direkt weiter ins belgische Koksijde zum Future-Turnier.

Tennis

STC-Herren: Das Aushängeschild der Widderter wartet immer noch auf den Verbandsbeschluss, wie mit der wegen der Hochwasser-Katastrophe ausgefallenen Drittliga-Abstiegsrunde umgegangen wird. Dies ist mittlerweile einen Monat her. Beim STC hofft man, dass die Teilnehmer an der Abstiegsrunde weiter in der Regionalliga spielen – dann winkt das Derby gegen Ohligs.

TCO-Herren 60: Mit einem 7:2-Erfolg kehrten die Routiniers von ihrem Gastspiel bei Grün-Weiß Lennep II zurück. Jürgen Goldberg, Andreas Buchmüller, Michael Widholm, Uwe Krüger sowie Jürgen Kortenhaus/Buchmüller, Goldberg/Achim Grafweg und Widholm/Krüger holten die Punkte. Die Ohligser schieben sich dadurch ins gesicherte Mittelfeld.

Annika Bruchhaus holte zwei Punkte für die Damen des STC 02 – mit dem Team muss sie unbedingt noch gewinnen.

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