Handball

Tabellenführer feiert höchsten Saisonsieg

Gemeinsamer Jubel: Top-Torschützin Vanessa Brandt (l.) und die verletzte Carina Senel freuen sich über Kantersieg.
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Gemeinsamer Jubel: Top-Torschützin Vanessa Brandt (l.) und die verletzte Carina Senel freuen sich über Kantersieg.

Frauen, 2. Liga: HSV gewinnt 41:26 (18:13) am Freitagabend gegen die Kurpfalz Bären

Von Lutz Clauberg

Der HSV Solingen-Gräfrath hat seine Pflichtaufgabe erledigt und führt weiter die Tabelle der 2. Bundesliga an. Vor 400 Besuchern in der Klingenhalle setzte sich Kerstin Reckenthälers Mannschaft mit 41:26 (18:13) gegen die abstiegsbedrohten Kurpfalz Bären aus Ketsch durch. Der ESV Regensburg bekommt es am Samstag um 18 Uhr als haushoher Favorit mit dem TuS Lintfort zu tun und wird es schwer haben, am HSV vorbeiziehen. Eine halbe Stunde später wird das Verfolgerduell zwischen dem TSV Nord Harrislee und Frisch Auf Göppingen angepfiffen.

Der achte Saisonsieg ging dem HSV allerdings nicht so leicht von der Hand, wie es das überdeutliche Endergebnis ausdrückt. „Ich hatte allerdings nie das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben“, sagte die Trainerin. „Ich wusste, dass wir uns steigern können. Das haben wir auch gemacht und sehr souverän gewonnen.“ Im ersten Abschnitt war es Vanessa Brandt, die die meisten Akzente setzte. Neun ihrer zwölf Treffer machte sie vor dem Wechsel. In dieser Verfassung wird sie sich in der Zweitliga-Torjägerliste garantiert noch um einige Plätze verbessern. Sie kommt aktuell auf 57 Einschüsse inklusive acht Siebenmetern. Ihre Teamkollegin Pia Adams (58, 11) liegt noch hauchdünn vor der Shooterin.

Die Kurpfalz Bären bemühten sich redlich, spielten und verteidigten ordentlich. Es fehlten jedoch wichtige Spielerinnen. Die Kraft ließ nach einer guten Viertelstunde merklich nach. Der physisch deutlich bessere HSV nutzte das gekonnt aus und setzte sich Tor um Tor ab. Brandt feuerte aus allen Lagen. Aber dennoch war die Fehlerquote zu hoch. Die Mannschaft mit Kreisläufer-Comebackerin Nele Weyh wollte jederzeit, brachte die vielen PS aber (noch) nicht in die Halle. In der Deckung fehlte ein wenig die Abstimmung. Kreisläuferin Nele Wenzel kam zu diversen Chancen, die sie auch prima nutzte. Mit Wiederanpfiff war von einer großartigen Steigerung wenig zu sehen. Zwar sorgte Jule Polsz mit spektakulären Treffern für Aufsehen, die Unkonzentriertheiten überwogen indes weiter. Lange kam der Tabellenführer nicht so recht von der Stelle. Auch Schnellangriffe blieben bis zur 40. Minute die Ausnahme – bis Ketsch konditionell einbrach.

Mandy Reinarz spielte ohne Fehl und Tadel

Mandy Reinarz, erneut ohne Fehl und Tadel, läutete das späte Torspektakel mit ihrem Tor zum 26:19 (41. Minute) ein. Von da an war es um Ketsch geschehen. Es ging nur noch um die Höhe des Sieges. Und es galt, die bisherige Saison-Höchstmarke zu toppen. Die sprang am 17. Dezember bei der SG Schozach-Bottwartal heraus, als die Solingerinnen mit 36:23 gewannen. Plötzlich saßen erste und zweite Welle. Merit Müller lochte wunderbar ein. Franziska Penz' Treffer per Heber nach feinem Rückhandpass von Vanessa Brandt zum 39:24 war eine Augenweide. Katja Grewe machte im Tor eine gute Figur. Lara Karathanassis spielte konstant auf recht hohem Niveau – und sorgte für viel Optimismus im HSV-Lager, das gespannt auf das Duell am 21. Januar gegen Erstliga-Absteiger Rosengarten-Buchholz schaut. Kommenden Samstag geht es nach Bremen.

HSV: Krückmeier, Grewe, Gün (nicht eingesetzt); Brandt (12, 3), Reinarz (6), Adams (6, 3), Karathanassis (5, 1), Polsz (4), Müller (4), Penz (2), Weyh (1), Jörgens (1), Kamp, Fabisch, Kramer

HSV Solingen-Gräfrath

Bilanz: Der HSV, der auf die verletzte Carina Senel verzichten musste, liegt im direkten Duell gegen Ketsch seit Freitagabend vorn. In den Spielzeiten 2012/13 (3. Liga) und 2021/22 (2. Liga) gab es je eine Niederlage und einen Sieg.

Personal: Anstelle von Lina Seiffarth (15), die mit der Niederrheinauswahl beim Deutschland-Cup alle drei Gruppenspiele gewann, stand erstmals die A-Jugendliche Emily Kramer (17) im Kader. Sie durfte fünf Minuten spielen.

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