Fußball

Supersprinter Schürg verlängert beim TSV

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ST-Fußball-Tipp: Philipp Zilles wird von Eric Schürg herausgefordert.

Von Timo Lemmer

Die Schlussphase zwischen dem 1. FC Solingen und der Dritten des TSV war wild. Nach 5:3-Führung in der 84. Minute spielten die Hausherren noch 5:5. „Das Ergebnis ist trotz der aktuellen Kadersituation inakzeptabel und entspricht nicht unseren Ansprüchen“, sagt Philipp Zilles, der im Tipp 7:4 gegen Daniel Pesch die Oberhand behielt.

In allen Aussagen seines neuen Kontrahenten, Eric Schürg, schwingt ein Grundtenor mit: Warum sollte ich denn woanders hingehen? Der 22-Jährige hat bereits jetzt fest beim TSV Solingen für die kommende Spielzeit zugesagt. Der Stürmer glaubt an das Potenzial auf allen Ebenen und hat deshalb schon früh verlängert – ungeachtet dessen, dass bei Schürgs bisherigen Leistungen ganz sicher höherklassige Vereine angeklopft hätten. „Ich bin einfach froh, hier zu sein“, sagt Schürg, der mehrere Komponenten im Blick hat.

„Die Teamchemie stimmt, die Jungs sind alle super“, sagt er zum einen. Dazu gehört auch, dass der Kader inzwischen breit ist, und der Unterbau stimmt. „Letztens waren Jungs aus der A-Jugend beim Training dabei. Wenn die so weitermachen, muss man gar keine Bedenken haben.“ Einige TSV-Jugendspieler haben es zu dieser Saison schon in die Erste geschafft. Das sportliche Potenzial stimmt.

Schürgs persönliches Ziel: Mehr als 20 Saisontore

Doch auch in der Infrastruktur packt der TSV an. Schürg imponiert das: „Ich freue mich, wenn die neue Anlage steht. Das macht das Ganze für Zuschauer noch mal attraktiver. Dazu das Vereinsheim, das wird ein richtig großer Schritt nach vorne.“ Mit Schürg, der damals von Wald 03 kam, und dem TSV haben sich im Sommer 2019 wohl zwei gefunden, die bestens zusammenpassen: Gemeinsam soll es aufwärts gehen. „Ich hoffe schon darauf, dass wir irgendwann, in zwei oder drei Jahren, mal aufsteigen.“

Auch Schürg, obwohl schon in seiner fünften Seniorensaison, hat mit 22 noch viel Luft nach oben. Das liegt vor allem daran, dass der Disponent einer Solinger Firma bisher kaum mal eine Saison verletzungsfrei durchspielen konnte. Jetzt ist er fit – und sprintet seinen Gegenspielern reihenweise davon. Denn mit 1,94 Metern ist eben nicht der Kopfball, sondern das Tempo und dazu ein unfassbarer Huf seine größte Stärke: „Trainiert habe ich das nie, ich habe immer nur Fußball gespielt“, sagt der Aufderhöher Schürg. „Was ich auf 100 Meter laufe, weiß ich auch nicht.“

Eins ist klar: Für seine Gegenspieler ist es zu schnell. Acht Tore hat er schon gemacht: „Wenn ich topfit bleibe, hätte ich am Ende schon gerne eine zwei vorne stehen.“ Sollte es am Wochenende beim SC Unterbach gut laufen, könnte seine Ausbeute nach acht Partien bereits zweistellig sein.

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