Die Woche im Sport von Thomas Rademacher

Die Stimmung in der Halle ist besser als erwartet

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thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de

Die Hygienemaßnahmen, die in den Sportstätten der Handball-Bundesliga gelten, sind extrem.

Sie unterscheiden sich zwar lokal – so mussten die Zuschauer beim Duell der TSV Hannover-Burgdorf gegen GWD Minden keinen Mund-Nase-Schutz am Sitzplatz tragen –, doch insgesamt gilt offensichtlich die Devise: Vorsicht ist besser als Nachsicht. So galt die Maskenpflicht sowohl beim Super-Cup im Düsseldorfer ISS Dome als auch in Magdeburg, wo der Bergische HC am Donnerstag zum ersten Mal in seiner Vereinshistorie durch einen 31:27-Erfolg die Punkte entführte.

Die Arbeitsbedingungen für Journalisten leiden unter der Situation freilich ebenfalls. Weil die Mannschaften möglichst isoliert werden sollen, wurde beim Super-Cup keine Pressekonferenz durchgeführt, und auch direkte Fragen an Spieler und Funktionäre waren nicht möglich. Diese mussten bis zur Halbzeitpause in eine „WhatsApp-Gruppe“ geschickt werden. Mitarbeiter der Handball-Bundesliga stellten sie dann, zeichneten die Antworten auf und sendeten den Original-Ton in die Gruppe. Das Problem: Längst nicht alle Fragen wurden beantwortet, und vor allem: Nachhaken war unmöglich – eine unbefriedigende Situation für jeden Journalisten.

Zum Glück waren in Magdeburg Interviews mit Trainern und Spielern auf Abstand möglich. Dass alle dabei einen Mund-Nase-Schutz tragen und allgemein große Vorsicht herrscht, ist selbstverständlich. Aber es ist eben – bei allem Verständnis für Risikominimierung – auch Teil der journalistischen Arbeit, mit Beteiligten zu sprechen. Es bereichert die Berichterstattung und sorgt selbstverständlich im Gesamtbild über alle Medien für eine verbesserte Präsentation des Handballsports.

Gleiches gilt im Übrigen für Fans in der Halle. Eine ausverkaufte Arena sorgt für Gänsehautmomente, die auch an den Fernsehbildschirmen zu spüren sind. Das ist derzeit nicht möglich, und die Befürchtung war groß, dass sich die Handballspiele einfach nur emotionslos und langweilig anfühlen würden. Doch so schlimm ist es gar nicht. Die Atmosphäre in Magdeburg war jedenfalls sehr viel besser als erwartet – trotz nur 1894 Fans statt der üblichen mehr als 6000. Am Ende waren zwar alle still – das lag aber ausschließlich am Bergischen HC, der sich als Stimmungskiller erwies.

TOP Kristian Nippes feiert einen erfolgreichen Einstand bei der Reserve des Bergischen HC.

FLOP BHC-Handballer Alexander Weck fällt wohl lange aus.

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