Eishockey-Landesliga

Steffen Wintgen trifft zur Sensation für den ECB

Steffen Wintgen war einer der Helden des Abends. Er verwandelte im Penaltyschießen gleich drei Versuche. Archivfoto: Kurt Kosler
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Steffen Wintgen war einer der Helden des Abends. Er verwandelte im Penaltyschießen gleich drei Versuche. Archivfoto: Kurt Kosler

Mit 0:10 und 6:13 wurde der EC Bergisch Land in der Landesliga-Saison vom TuS Wiehl vom Eis gefegt. Doch Play-offs haben nun mal ihre eigenen Gesetze.

Von Thomas Rademacher

Im alles entscheidenden dritten Match um den Einzug ins Landesliga-Finale machte das Solinger Eishockeyteam das Unmögliche möglich. Steffen Wintgen beendete ein episches Penaltyschießen im 25. Versuch des Abends – beim ECB gab es nach dem 5:4-Sieg kein Halten mehr.

Bereits vor einer Woche hatte die Mannschaft ein verloren geglaubtes Spiel gegen die erstplatzierten Wiehler gedreht und im Penaltyschießen gewonnen. „Ich dachte, das lässt sich nicht mehr toppen“, sagte Trainer Ralf Alberts. „Aber es ging.“ Waldemar Ginder traf zwar zum 1:1, doch die Gäste lagen schnell 1:3 hinten. In aller Ruhe erklärte der Coach seinen Spielern, dass nicht sie es sind, die etwas zu verlieren haben. „Da die Eissporthalle in Solingen geschlossen hat, haben wir unter der Woche auch gar nicht trainiert. Der Druck lag klar bei Wiehl. Gleichzeitig war bei uns der Spaßfaktor riesig, weil wir ja auch völlig überraschend in die Play-offs gekommen waren“, erläuterte der Coach. Nachdem das Team im zweiten Spiel bereits ein 0:4 und 1:5 aufgeholt hatte, „fühlte sich das 1:3 auch nicht wie eine echte Hürde an. Wir waren überzeugt, dass wir das irgendwie hinkriegen.“

So kam es auch: André Aichele und Ginder glichen aus, und auch das späte Wiehler 4:3 konnten die Bergischen nicht schocken. Tim Neuber traf zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 4:4 und schickte die Partie in ein denkwürdiges Penaltyschießen. Torhüter Arnold Gerzen parierte zehn Mal, der ECB traf genau dann durch Brett Lucas beziehungsweise zwei Mal Steffen Wintgen, wenn er es musste, um im Match zu bleiben. Im 25. Penalty krönte Wintgen einen unvergesslichen Abend. Als die Scheibe einschlug und Gerzen auf der anderen Seite hielt, brachen alle Dämme. Der ECB steht tatsächlich im Finale gegen den ESV Bergisch Gladbach.

„Es ist Fakt, dass jeder im Wiehler Team besser als jeder von uns ist“, analysierte Alberts. „Aber auch mein Trainerkollege Andreas Lupzig hat nachher zu mir gesagt, dass Einstellung in den Play-offs immer Talent schlage. Auf dieses Spiel können wir stolz sein.“ Das erste Finalspiel findet voraussichtlich am kommenden Sonntag (20 Uhr) in Bergisch Gladbach statt. Sein „Heimspiel“ möchte der ECB in Troisdorf absolvieren.

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