Laufsport

Stefan Faßbender dominiert den Müngstener Brückenlauf

Schon beim Start war Stefan Faßbender (Nummer 2026) im Mittelpunkt. Am Ende war er alleine auf weiter Flur.
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Schon beim Start war Stefan Faßbender (Nummer 2026) im Mittelpunkt. Am Ende war er alleine auf weiter Flur.

Ein tolles herbstliches Ambiente prägt die 47. Auflage der SLC-Traditionsveranstaltung.

Von Daniel Bernards

Solingen. Den gut gelaunten Läuferinnen und Läufern des in diesem Jahr wieder ausgetragenen Müngstener Brückenlaufs wurde am Sonntagmorgen schnell bewusst, dass dieses eher kleine Solinger Event ein typischer „Herbstlauf“ ist.

Denn Oktobersonne und viele bunte Blätter begleiteten das Feld, als es von SLC-Leichtathletiktrainer Detlef Steigerwald auf die Strecke geschickt wurde. Dieser wies noch auf den „rutschigen Boden“ hin. Etwa 40 Minuten später tauchte der schnellste Läufer schon wieder auf: Stefan Faßbender aus Hilden trug sich bei der 47. Auflage der Veranstaltung des Solinger Leichtathletikclubs in die Siegerliste ein.

Der Sieger hat sofort ein schlechtes Gewissen

Mit großem Vorsprung lief der 43-Jährige in 40:01 Minuten ins Ziel ein – um gleich ein schlechtes Gewissen zu haben: Denn Irritationen in der Streckenführung hatten dazu geführt, dass ein Wendepunkt nicht ganz ersichtlich war und die Gefahr bestand, „zu kurz gelaufen“ zu sein.

Da der Vorsprung des Ersten aber so groß war und der zweitplatzierte Jan Schneider (42:15 Minuten) mit der gleichen Thematik zu kämpfen hatte, verzichteten die Organisatoren auf weitere Nachforschungen und eventuelle Konsequenzen.

Bereits 2016 hatte der Sieger an dem Lauf teilgenommen und sich eigentlich geschworen, wie er kurz nach Zielankunft erzählte, „nie wiederzukommen“. „Zu anstrengend“ sei die Strecke gewesen, zudem mit „zu vielen Höhenmetern“.

Allerdings: Seitdem habe er das Laufen deutlich intensiviert. Inzwischen ist der Athlet der LG Hilden einer der regional Besten seiner Altersklasse auf den längeren Strecken, wurde im vorigen Jahr Fünfter der Deutschen Seniorenmeisterschaften über 5000 Meter.

Trotz viel Lobes für das Ambiente der Traditionsveranstaltung hätte Faßbender dann eine Sache doch gerne anders gehabt: „Hier geht es zuerst bergab. Das hat immer den Nachteil, dass die letzten Meter nur bergauf gelaufen werden.“

Hinter Faßbender und Schneider folgte auf dem dritten Rang, was den Ausrichterverein besonders freute, mit Niels Heuser ein SLC-Eigengewächs, das seine Feuertaufe auf einer so langen und anspruchsvollen Strecke mit Bravour meisterte. Der 16-Jährige bewältigte die zehn Kilometer in guten 43:57 Minuten.

Dass mit 70 Teilnehmern der Zuspruch recht zufriedenstellend war, lag auch daran, dass der TV Witzhelden gleich 14 Läufer stellte. Einer von ihnen, der 54-jährige Triathlet Christian Alscher, begründete: „Der Lauf ist in der Nähe und hat ein ganz eigenes Flair, außerdem eine landschaftlich abwechslungsreiche Strecke.“ Er starte lieber im familiären Rahmen als „bei Großveranstaltungen, die zudem noch deutlich teurer sind“. Da falle es auch nicht ins Gewicht, dass „schnelle Zeiten bei der Ausrichtung der Strecke kaum möglich seien“.

Maylin Segger aus Düsseldorf nahm das erste Mal teil, holte sich in 49:55 Minuten gleich den Sieg bei den Frauen. Auch Segger genoss das Laufen durch die Oktober-Natur, zumal sie sonst ganz andere Kilometerzahlen gewohnt ist.

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