Handball

Starker Zwischenspurt und Top-Torhüterleistung

Paul Schwarz hat mit dem BHC den 14. Sieg im 14. Spiel geschafft. Der Meister spielt bald im DM-Achtelfinale gegen Leipzig. Foto: Kurt Kosler
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Paul Schwarz hat mit dem BHC den 14. Sieg im 14. Spiel geschafft. Der Meister spielt bald im DM-Achtelfinale gegen Leipzig.

„Totalausfall“ in der Landesliga / HSV-Mädchen scheitern in Leverkusen

Von Lutz Clauberg

Solingen. Corona hat wieder für zahlreiche Absagen gesorgt. In der Männer-Landesliga beispielsweise gab es kein Spiel mit Solinger Beteiligung.

Oberliga: Bergischer HC II - HSG Hiesfeld/Aldenrade 29:24 (17:14). Die Anfangsphase ließ den BHC-Anhang ein wenig ängstlich blicken: Der Gegner mit dem engagierten Linkshänder Lennart Blum führte kurz- und schmerzlos mit 5:1. Trainer Mirko Bernau stellte die Abwehr um und stellte fortan Jonas Leppich gegen Blum. Leppich, generell sehr einsatzfreudig, regelte das Probleme und war einer der Garanten dafür, dass in der 23. Minute die erste Führung zu Buche stand. Aus dem 12:11 machte der Tabellenzweite bis zur 35. Minute alles klar, ließ es jedoch ab dem 21:14 wieder etwas ruhiger angehen. Bernau lobte die Torhüterleistung von Marcel Johann und die ganz ordentliche Quote von Tobias Schmitz – ansonsten bemängelte er die Ausbeute schon: „Wir haben reihenweise freie Bälle verworfen.“

BHC II: Joest, Johann; Schmitz (9, 3), Artmann (5, 3), Santos (3), Nippes (3), Leppich (3), Mucha (2), Büscher (2), Keull (1), Ballmann (1), Berger

Nachholspiele: Angesetzt für den kommenden Dienstag ist das Aufderhöher Heimspiel gegen Adler Königshof. Anwurf im „Bunker“ ist um 20.30 Uhr. Der Bergische HC II spielt am Mittwoch ab 20 Uhr beim laut Trainer Bernau starken TV Geistenbeck.

Verbandsliga: TV Ratingen - Solinger TB 29:28 (15:10). Zwei Männer, die zusammen für 219 Treffer verantwortlich zeichneten und auch Abwehr-Qualitäten haben, saßen als Offizielle auf der Bank. Trotzdem hätte der von Sendi Cestnik gecoachte Tabellen-Siebte eine Chance auf zwei Zähler gehabt – wenn die erste Halbzeit nicht so pomadig gewesen wäre. „Als einziger hat Sebastian Nippes dagegen gehalten“, meinte Cestnik. Mit Wiederanpfiff bemühten sich auch andere, und siehe da: Ratingen wankte beim 20:18, 21:19 und 22:20. „Wir haben dann aber Gegenstöße weggeschmissen oder technische Fehler gemacht“, meinte Cestnik, Die Gastgeber, freilich ohne ihren besten Spieler Moritz Metelmann, legten auf 26:20 vor, der Schlussspurt des STB kam zu spät.

STB: Kosciessa, Leibel; S. Nippes (10, 3), Ley (6), Scheffler (5), Elbracht (2), Symannek (2), Funk (1), Ludwig (1), Peters (1), Peuker

Nachholspiel: Am kommenden Mittwoch spielt der STB um 20.15 Uhr beim Kettwiger SV.

Marcel Johann (BHC II) bot eine tadellose Torhüterleistung.

B-Jungen, Regionalliga: Bergischer HC - TV Palmersheim 32:24 (15:12). Den Meistertitel hatte sich Lars Halfmanns Truppe bereits am Donnerstag durch das überzeugende 29:25 in Dormagen gesichert. Der Coach stellte einen erheblichen und verständlichen Adrenalin-Abfall gegen einen speziellen Gegner fest. „Wir hatten das zerfahrene Spiel aber jederzeit im Griff“, sagte der Trainer, der sich über 14 Siege ebenso freut wie auf die anstehenden Aufgaben auf DHB-Ebene.

BHC-Tore: Wolfram (9, 2), Brinkmann, Schwarz (beide 4), Graf, Steffens (je 3), Höschler, Schaper, Schaffert (alle 2), Austermann, La Mendola und Weiß

B-Mädchen, Regionalliga; TSV Bayer Leverkusen - HSV Solingen-Gräfrath 16:15 (6:7). Der Traum, eine Runde weiterzukommen und womöglich sogar ein Ticket für die DM-Endrunde zu lösen, hat sich für den HSV nicht erfüllt. Bayer holte sich im Endspiel dem zweiten Platz. „Das ist sehr schade für uns, wir hätten auch gewinnen können“, sagte Ariane Bergfeld nach ihrem letzten Einsatz auf der HSV-Trainerbank. In der Tat stand die Partie immer Spitz auf Knopf. In der 44. Minute erzielte Emily Kramer per Strafwurf die 15:14-Führung – es sollte der letzte HSV-Treffer bleiben. Ariane Bergfeld lobte die tolle kämpferische Leistung gegen die sehr energisch zupackenden Leverkusenerinnen. Bergfeld: „Die Schiedsrichter haben die Härte toleriert.“ So oder so: Der HSV ist das beste Niederrhein-Team in der Regionalliga Nordrhein. Der BHC muss nominell noch drei Partie austragen und sollte den vierten Platz noch schaffen. Die besten vier sind automatisch für Regionalliga-Spielzeit 2022/23 qualifiziert.

HSV-Tore: Barth (6, 2), Kramer (3, 3), Bauer, D. Manthey (beide 2), Puschmann und Thomas

Verbandsliga

Der Tus Lintorf sollte den Oberliga-Aufstieg unter Dach und Fach gebracht haben: Vor 400 Besuchern hielt der Tabellenführer die Bergischen Panther II mit 26:25 (15:14) knapp auf Distanz. Die Panther wiederum bestreiten am nächsten Sonntag das „Endspiel“ um Platz zwei gegen die SG Überruhr. Der zweite Platz ist deshalb von Bedeutung, weil es unter Umständen eine Aufstiegsrunde gibt.

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