Fußball

Stanilewicz ist nahe dran am Debüt

Der Vertrag von Adrian Stanilewicz läuft aus, vorher will er sich noch einen Traum im Bayer-Trikot erfüllen. Foto: imago/Uwe Kraft
+
Der Vertrag von Adrian Stanilewicz läuft aus, vorher will er sich noch einen Traum im Bayer-Trikot erfüllen.

Solinger Fußball-Profi hofft in Leverkusen.

Von Jürgen König

Auch in den vergangenen Wochen tauchte sein Name einige Male in der Kader-Aufstellung von Bayer Leverkusen auf, das Bundesliga-Debüt blieb Adrian Stanilewicz aber bislang verwehrt. „Im Training bin ich immer dabei, ich hatte schon gehofft, dass es auch im Spiel klappt“, sagt der Bundesliga-Profi aus Solingen.

Als wir den 20-Jährigen vor einem Jahr groß vorstellten, gingen seine Gedanken auch in Richtung 2. und 3. deutsche Liga oder Ausland. Stanilewicz blieb dann aber doch der Werkself treu und hat es nicht bereut. „Vom Training her bin ich wie auch privat echt zufrieden,“ sieht der polnische Junioren-Nationalspieler ohne Wettkampf durchaus die Chance, sich zu entwickeln. Aber mit wäre natürlich viel schöner – Pech für ihn, dass Bayer nicht mehr über eine U23-Mannschaft verfügt. „Das wäre natürlich in Kombination mit dem Profi-Training eine gute Sache“, weiß der ballsichere Rechtsfuß, der sich auf seiner angestammten Sechser-Position bärenstarker Konkurrenz rund um den zumeist gesetzten Chilenen Charles Aranguiz erwehren muss.

Die guten Leistungen auf dem Übungsplatz hat Chefcoach Peter Bosz jedenfalls registriert. „Er hat mir gesagt, dass ich nahe dran bin“, hofft der Solinger nach einem Einsatz in der Europa League auf Berücksichtigung in der Bundesliga. Oder im DFB-Pokal, wo Bayer das Finale gegen den Dauer-Meister aus München erreicht hat. Stanilewicz ist ehrgeizig, sein großes Ziel zu erreichen, alternativ auch auf einer der Außenpositionen der Viererkette.

Von den Bedingungen, die sein Arbeitgeber bietet, ist der 1,81 Meter große Mann mit der Trikotnummer 30 weiterhin begeistert. „Als die Corona-Pause kam, wurden wir alle zu Hause ausgestattet, unter anderem mit einem Laufband“, erinnert sich Adrian Stanilewicz nicht mit den besten Gefühlen an die harte Zeit des individuellen Trainings. „Da fiel mir irgendwann dann doch die Decke auf den Kopf.“

Fernduell der ehemaligen Meigener Grundschüler

Die sportliche Zukunft des Profis, der auch schon in deutschen U-Nationalteams am Ball war, ist noch ungewiss. Corona hat die zeitlichen Abläufe durcheinander gewirbelt, so ist im August die Finalrunde in der Europa League angesetzt – eine weitere Chance für den Profi-Sportler, dessen Familie seit 25 Jahren in der Südstadt lebt. Dort begann er seine Karriere beim SSC 95/98, später war auch die Union eine Station. In Sachen Ausbildung ging es in der Grundschule Meigen los – wie bei Christoph Kramer. Mit dem ebenfalls in Solingen lebenden und für Borussia Mönchengladbach spielenden Weltmeister von 2014 liefert sich Adrian Stanilewicz am Samstag das Fernduell in Sachen Champions-League-Qualifikation. Ein Traum ginge in Erfüllung, wenn es mit ihm in aktiver Rolle geschieht.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“
Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“
Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“
Vatanspor beschert Gül ein Traum-Comeback
Vatanspor beschert Gül ein Traum-Comeback
Vatanspor beschert Gül ein Traum-Comeback
Quartett vertritt Solingen in Berlin
Quartett vertritt Solingen in Berlin
Quartett vertritt Solingen in Berlin
Gräfrath bezwingt Dauersieger Britannia
Gräfrath bezwingt Dauersieger Britannia
Gräfrath bezwingt Dauersieger Britannia

Kommentare