Fußball

Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf

Vor guter Kulisse ab ins Viertelfinale: Bahadir Can (l.) und Tim Schreckenberg gewannen mit 03 in Landwehr. Fotos: Moritz Alex
+
Vor guter Kulisse ab ins Viertelfinale: Bahadir Can (l.) und Tim Schreckenberg gewannen mit 03 in Landwehr.

Fußball-Kreispokal: 2:0-Erfolg beim TSV am Landwehrer Gravenberg.

Von Jürgen König

Jordan Santowski will mit dem VfB ins Pokalfinale.

Vor zwei Wochen hatte die Flut die Austragung des Spiels unmöglich gemacht, am Mittwoch vergangener Woche waren es Corona-Fälle beim TSV Solingen, die für eine erneute Absage sorgten. Der dritte Versuch saß: Im Achtelfinale des Kreispokals setzte sich die Sportvereinigung 03 mit 2:0 (0:0) beim TSV durch. Ort des Geschehens war der Kunstrasenplatz in Landwehr. Dorthin war das Duell der ambitionierten Bezirksligisten verlegt worden, um einer höheren Inzidenzstufe in Solingen und somit einem weiteren Ausfall vorzubeugen.

Vor offiziell 230 Zuschauern war schon bald nach der Pause keiner mehr in Gedanken bei Durchgang eins. Höhepunkt war die Diskussion über einen möglichen Elfmeter für 03, ansonsten neutralisierten sich die Teams durch einen intensiven Kampf und viele Ballwechsel. Oder, um es anders auszudrücken: Langweilig war es. Das änderte sich mit Wiederanpfiff grundlegend. „03 hat nach ausgeglichener erster Hälfte einen Gang höher geschaltet, bei uns waren die personellen Engpässe dann doch zu groß“, resümierte TSV-Coach Karsten Ditscheid, verteilte bei zehn Quarantäne-Fällen aber reichlich Lob an die Spieler der zweiten Mannschaft: „Sie haben ihre Aufgaben super gelöst, Respekt.“

Zufrieden konnte auch Kevin Dirks sein, die Umstellungen des 03-Trainers fruchteten zusehends. Das Chancen-Plus wurde aufgestockt, und ein Doppelschlag sorgte schließlich für die Entscheidung. Max Schreckenberg (61. Minute) per Kopf und Antonios-Panagiotis Kamplionis (64.) aus kurzer Distanz schafften mit ihrem Doppelschlag die Entscheidung. „Unser Spiel nach vorne hat mir nach der Pause gut gefallen, auch konditionell waren wir wohl etwas weiter“, machte Dirks unter anderem diese Gründe für die Überlegenheit aus, die zu einem verdienten Sieg führten.

Auch der TSV hätte gerne weiter am Pokal-Geschehen teilgenommen, so kann man aber nach den Corona-Fällen behutsam den Formaufbau vorantreiben. Und eine gute Nachricht hatte man auch. „Die Eintrittsgelder in Höhe von 720 Euro waren für die lokale Hochwasser-Hilfe bestimmt, der TSV hat beschlossen, den Betrag auf 1000 Euro zu erhöhen“, freut sich Vereinsmanager Yorik Heiber über eine gute Resonanz. Das Geld wird an die Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung überwiesen.

„Platz 10 und besser – das ist unsere klare Erwartungshaltung.“

Manuel Habljak, Geschäftsführer des VfB, zur Landesliga mit ihrer Flut an Absteigern

Während 03 am kommenden Dienstag – ab 19.30 Uhr wieder am Gravenberg – beim A-Kreisligisten GSV Langenfeld um den Einzug ins Halbfinale kämpft, trägt der VfB die Paarung dieser Runde bereits an diesem Sonntag aus. Und das ab 15 Uhr am Bavert in einem reinen Landesliga-Duell mit dem SC Reusrath. „Das ist ein klarer Gradmesser, wo wir stehen“, sagt Geschäftsführer Manuel Habljak, der wie die sportliche Leitung zu gerne ins Finale vorstoßen und sich so die Chance auf einen Platz im nächsten Niederrheinpokal sichern würde. Der Sieger darf neben den bereits 2019 qualifizierten DV Solingen und BV Gräfrath mitwirken.

Mit Reusrath wird ein eingespieltes Team erwartet, während die Solinger doch einige Neuzugänge integrieren müssen. Das Trainer-Duo Rossi Tilaro/Erdim Soysal kann wieder auf einen breiteren Kader, bedingt durch Rückkehrer aus dem Urlaub und nach Verletzungen, bauen.

In dieser Woche hat die Arbeitstagung für die Gruppe 1 der Landesliga stattgefunden, im Mittelpunkt stand die Auf- und Abstiegsregelung – nur ein Verein geht hoch Richtung Oberliga, dafür gibt es gleich fünf direkte Absteiger. Bedeutet: Die Plätze 11 bis 15 in der Endabrechnung sind gleichbedeutend mit dem Sturz in die Bezirksliga. Was Manuel Habljak zu einem unmissverständlichen Statement kommen lässt: „Platz 10 und besser – das ist unsere Erwartungshaltung.“ Es sei an der Zeit, dies mit der Qualität des neuen Kaders unter Beweis zu stellen, nachdem man in den vergangenen beiden Saisons durch Corona-Abbrüche in der Klasse blieb. Die Meisterschaft 2021/22 wird gewertet, wenn 50 Prozent aller Spiele in der Summe absolviert sind. Sollten Mannschaften eine unterschiedliche Anzahl von Begegnungen absolviert haben, gibt der Quotient den Ausschlag.

Kreispokal

Im Viertelfinale spielen auch noch die A-Kreisligisten Tuspo Richrath und SSV Lützenkirchen (Sonntag, 15 Uhr). Die Gastgeber schafften gegen das gleichklassige Team von Inter Monheim in Minute sechs der Nachspielzeit das 2:2, um dann in der Verlängerung noch mit 5:2 zu gewinnen. Das Finale des Wettbewerbs 2020/21 ist bereits für Sonntag, den 8. August, angesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Bergischer HC ist offensiv völlig neben der Spur
Bergischer HC ist offensiv völlig neben der Spur
Bergischer HC ist offensiv völlig neben der Spur
„Oheio“ war Flügelflitzer und Lateinamerika-Experte
„Oheio“ war Flügelflitzer und Lateinamerika-Experte
„Oheio“ war Flügelflitzer und Lateinamerika-Experte
Drei Fragen an Mandy Reinarz, HSV-Handballerin
Drei Fragen an Mandy Reinarz, HSV-Handballerin
Drei Fragen an Mandy Reinarz, HSV-Handballerin
Knapper geht´s nicht
Knapper geht´s nicht
Knapper geht´s nicht

Kommentare