Fußball

TuSpo Richrath erwacht wieder und schreibt Erfolge

Die Richrather Erste in dieser Saison: Emil Vincazovic, Giovanni Frasca, Kemal Ipekci, Dario Carpino, David Eftimovski (hinten, v.l.), Trainer Marco Schobhofen, Aziz Limani, Tobias Schmitz, Alen Vincazovic, Umut Kayi, Marius Lindemann, André Baier, Marco Uebber, Nassif Madani, Mustafa Ipekci, Maximilian Siemon, Co-Trainer Maurice Opperer, Teammanager René Gems (Mitte, v.l.), Alexander Rüttgers, Maximilian Armerding, Kevin Kluthe, Marco Protz, Markus Berres, Leon Täger, Julian Eßer, Julian Dambrowski,Timo Laveglia und Julius Pauw (vorne, v.l.).
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Die Richrather Erste in dieser Saison: Emil Vincazovic, Giovanni Frasca, Kemal Ipekci, Dario Carpino, David Eftimovski (hinten, v.l.), Trainer Marco Schobhofen, Aziz Limani, Tobias Schmitz, Alen Vincazovic, Umut Kayi, Marius Lindemann, André Baier, Marco Uebber, Nassif Madani, Mustafa Ipekci, Maximilian Siemon, Co-Trainer Maurice Opperer, Teammanager René Gems (Mitte, v.l.), Alexander Rüttgers, Maximilian Armerding, Kevin Kluthe, Marco Protz, Markus Berres, Leon Täger, Julian Eßer, Julian Dambrowski,Timo Laveglia und Julius Pauw (vorne, v.l.).

Der Herbstmeister der Solinger Fußball-Kreisliga A im Portrait

Von Fabian Herzog

Die großen Zeiten, als am Schlangenberg noch auf sehr hohem Niveau Fußball gespielt wurde, sind lange vorbei. 2005 stieg TuSpo Richrath aus der damaligen Verbandsliga ab, 2014 dann endgültig auch aus Landesliga, ehe die erste Mannschaft wenige Monate später zurückgezogen und in der Kreisliga A ein Neuanfang gestartet wurde. Mittlerweile schreibt der Verein aber wieder positive Schlagzeilen und schickt sich an, Erfolgen von damals nachzueifern. Nach der ersten Saisonhälfte in der Solinger Kreisliga A liegt TuSpo an der Spitze.

Marco Schobhofen will von dem Glanz früherer Tage aber nichts oder zumindest nur wenig wissen. Natürlich sind dem Trainer der Richrather die erfolgreichen Zeiten bewusst. Aber er sagt: „Es muss sich alles entwickeln. Wir tun gut daran, nicht direkt wieder von der Landesliga zu sprechen.“ Dies würde im ganzen Verein beherzigt werden, wo mit Demut die Weichen für die Zukunft gestellt werden und Leute am Werk sind, „die Ahnung haben“, wie Schobhofen betont. Dazu zählt seit wenigen Wochen auch Lukas Beruda als neuer Sportlicher Leiter. Der 39-Jährige hat früher selbst zu Verbands- und Landesligazeiten in Richrath gespielt.

Hinzu kommen unterschiedliche Faktoren, die zum TuSpo-Aufschwung geführt und dafür gesorgt haben, dass das Team als Gejagter ab dem 5. Februar in die zweite Saisonhälfte der Solinger Kreisliga A startet.

Der Trainer

Marco Schobhofen weiß, wie man aufsteigt. Beim SC Reusrath fußballerisch großgeworden, wurde er nach dem Ende seiner aktiven Zeit Co-Trainer von Ralf Dietrich in der ersten Mannschaft und hatte als solcher seinen Anteil am Sprung in die Landesliga vor zweieinhalb Jahren. Direkt im Anschluss übernahm er die Richrather Erste, führte diese in der schnell wieder abgebrochenen Spielzeit auf Platz drei und und in der vergangenen Saison als Zweiter der Hinrunde zur Vizemeisterschaft der Aufstiegsrunde.

Die Ambitionen

„Wir sind schon mit dem Ziel angetreten, in die Bezirksliga zu wollen“, sagt Schobhofen. Mit „wir“ meint er sich und seinen Co-Trainer Maurice Opperer. Die finanziellen Mittel seien dabei beschränkt: „Es gibt da andere Mannschaften, die mehr Geld in die Hand nehmen, um aufzusteigen.“ Vergangene Saison habe sich seine Truppe in der Aufstiegsrunde „zu viel Druck gemacht“, nun sei das Ziel nach einer „bomben Hinrunde“ ganz klar: „Wir haben sechs Punkte Vorsprung. Da brauchen wir niemandem erzählen, dass wir nicht aufsteigen wollten.“

Der Teamspirit

Neben einer extrem stabilen Defensive, die erneut – vergangene Saison standen nach 19 Spielen 17 Gegentore zu Buche, diesmal 16 nach 17 Partien – die mit Abstand beste der Kreisliga A ist, trumpfen die Richrather mit ihrem Teamgeist auf. „Die Jungs verstehen sich alle richtig gut. Das macht uns stark“, sagt der Trainer. Dazu gibt es ein paar herausragende Individualisten. Allen voran Kapitän Emil Vincazovic (25), der seine Nachwuchszeit bis einschließlich der A-Junioren bei Bayer Leverkusen verbracht hat, kroatischer Jugend-Nationalspieler war und beim VfB Hilden schon Oberliga-Erfahrung gesammelt hat. Er ist nicht nur fußballerisch unverzichtbar, sondern auch verlängerter Arm des Coaches und Organisationstalent.

Kevin Kluthe stellte seine fußballerische Klasse auch schon bei 03 unter Beweis.

Die Komfortzone

Um Spieler seines Kalibers in den eigenen Reihen halten zu können und attraktiv für andere zu sein, haben Schobhofen und Co. ein für Kreisliga-Verhältnisse außergewöhnliches Umfeld geschaffen. So gibt es für die Mannschaft einheitliche Trainingsklamotten in zwei Farben, einen dazugehörigen Waschdienst (durch die Frau des Platzwarts), einen Spind und einen durch einen Getränkelieferanten stets gefüllten Kühlschrank. Der Trainer verdeutlicht: „Wenn man keinen übermäßig hohen Etat hat, muss man sich eben etwas anderes einfallen lassen.“

Der Kader

Bei der Zusammenstellung wurde großer Wert auf den Charakter gelegt. Auch die Perspektive stimmt: Nur zwei Feldspieler sind älter als 30 Jahre alt.

Die „Solinger“

Mit Alexander Rüttgers kommt ein Spieler aus der Klingenstadt. Weitere haben schon in Solingen gespielt. Wie Winter-Neuzugang Rui Miguel Lopes, der vom aufgelösten Bezirksligisten SC Unterbach gekommen ist und zuvor die Schuhe für TSV geschnürt hat. Max Armerding und Kevin Kluthe kennt man aus ihrer Zeit bei Wald 03. Letztgenannter bildet mit Alen Vincazovic, Bruder des Kapitäns, und Brando de Gracia ein torgefährliches Trio, in dem jeder schon zehn Mal getroffen hat. „Kevin ist ein überragender Fußballer“, sagt Marco Schobhofen über Kluthe, der bei 03 auch zu den Leistungsträgern gezählt hat.

Zwischenbilanz

15 von 17 Spielen – darunter die ersten sechs am Stück – entschieden die Richrather bislang für sich. Dazu zählen enge Partien wie gegen Monheim II, Burg und Bergisch Neukirchen (jeweils 1:0). „Wir hatten auch das nötige Spielglück“, bilanziert Schobhofen.

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