Handball

Spitzenreiter HSV ist ausnahmsweise haushoher Favorit

Die aus Thüringen zum HSV gewechselte Nele Weyh trifft im Pokal auf ihren Ex-Verein. Zunächst geht es aber gegen Aldekerk. Foto: Kurt Kosler
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Die aus Thüringen zum HSV gewechselte Nele Weyh trifft im Pokal auf ihren Ex-Verein. Zunächst geht es aber gegen Aldekerk.

Die Solingerinnen empfangen das Zweitliga-Schlusslicht – Pokal-Los gegen Erstligisten.

Besser könnte es für den HSV Solingen-Gräfrath in diesen Tagen nicht laufen. Mit 8:0-Punkten stehen die Handballerinnen in der 2. Liga an der Spitze, haben dabei die meisten Treffer erzielt und in Vanessa Brandt die erfolgreichste Torjägerin (37) im Kader. „Das ist eine schöne Momentaufnahme“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler, die weiß, dass andere Teams die Top-Kandidaten für den Aufstieg sind. In einer ungewohnten Favoritenrolle sind die Gräfratherinnen am Samstag (18.15 Uhr) trotzdem. Zu Gast in der Klingenhalle ist Schlusslicht TV Aldekerk.

„Da wollen wir natürlich punkten“, sagt Reckenthäler, warnt aber: „Ich bleibe bei meiner Devise: Jeder Gegner ist erst einmal schwierig. Die Rolle ist neu für uns. Ich habe das Gefühl, dass wir uns leichter tun, wenn wir Underdog sind.“ Der Coach warnt vor einer unbequem zu bespielenden 3:2:1-Deckung, die „das gegnerische Spiel früh stören möchte.“

Seine ersten vier Partien hat der Aufsteiger allesamt recht klar verloren – mit Bremen, Herrenberg und Leipzig traf die Truppe auf dieselben Kontrahenten, gegen die der HSV schon gewonnen hat. „In der ersten Halbzeit hält Aldekerk gut mit, bricht dann aber doch noch ein. Am Ende fehlen wohl auch die Alternativen auf der Bank, die wir haben“, erklärt Reckenthäler. „Denn unsere große Stärke ist ja bisher die zweite Hälfte.“ Das sagt die Trainerin, obwohl in Lara Karathanassis nach wie vor die zweite Spielmacherin hinter Mandy Reinarz ausfällt.

Wenn die Solingerinnen am Samstag ihre Pflicht erfüllt haben, ist die Mannschaft perspektivisch wieder in der geliebten Außenseiterrolle. In der Liga geht es zu den Topfavoriten nach Berlin und Göppingen, im DHB-Pokal empfängt der HSV den Thüringer HC im Achtelfinale. „Hinter Dortmund und Bietigheim ist das die drittstärkste Kraft in Deutschland“, freut sich Geschäftsführer Stefan Bögel über das Los – ärgert sich aber zugleich: „Eine machbarere Aufgabe wäre auch schön gewesen.“ Geplant ist das Pokal-Match in der Klingenhalle am Samstag, 13. November. Eine Vorverlegung ist jedoch möglich, da die Thüringerinnen an diesem Tag international gefordert sein könnten.

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