Fußball

Späte Gegentore, unterschiedliche Gefühlslagen

David Inden, gegen Berghausen Torschütze und Lautsprecher, konnte sich über sein Tor, nicht aber über drei Punkte freuen. Foto: Moritz Alex
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David Inden, gegen Berghausen Torschütze und Lautsprecher, konnte sich über sein Tor, nicht aber über drei Punkte freuen.

Fußball-Bezirksliga: TSV Solingen und FC Britannia können ihre Heimspiele nicht gewinnen.

Von Nils Buchmann

Zwei Spiele, zwei gute Auftritte – aber auch nur zwei Punkte: TSV Solingen und FC Britannia präsentieren sich in ihren Bezirksliga-Heimspielen vielversprechend. Doch an der Höher Heide wie auch am Weyersberg entführen der SSV Berghausen und der SV Wersten in den Schlussminuten jeweils noch einen Zähler.

TSV Solingen – SSV Berghausen 1:1 (0:0). Freuen konnte sich TSV-Trainer Uwe Rütjes ob des späten Gegentores zum 1:1-Endstand natürlich nicht wirklich, doch weil die Punkteteilung über den gesamten Spielverlauf betrachtet leistungsgerecht war, konnte er auch nicht uneingeschränkt von zwei verlorenen Zählern sprechen: „Natürlich ist es am Ende ärgerlich, aber nach der ersten Hälfte, in der Berghausen besser war, müssen wir mit dem Punkt leben.“

Konkret spiegelte sich dieses „besser“ in hohem Anlaufen, was den TSV im Aufbauspiel überhaupt nicht gefiel, und zwei Aluminiumtreffern wider. Aus ihren höheren Ballbesitzanteilen machten die Gastgeber bis zur Pause kaum etwas, Mittelstürmer Eric Schürg verzweifelte an halbhohen Zuspielen seiner Kollegen und im vierköpfigen Abwehrverbund um Pascal Magner und Miguel Lopes fanden die Langenfelder Gäste regelmäßig Lücken. Erst nach der Pause änderte sich das. Denn zu den hohen Ballbesitzanteilen gesellte sich im TSV-Spiel die bis dahin fehlende Effektivität und Zielstrebigkeit. Eric Schürg hatte nach 47 und 51 Minuten die Führung auf dem Fuß, doch ließ einmal Genauigkeit, einmal das Auge für den besser positionierten David Inden vermissen. Erst drei Zeigerumdrehungen später gelang diese Kombination, und Inden schob nach Schürg-Ablage zur verdienten Führung ein. Anschließend schaltete der TSV in den Verwaltungsmodus – und wurde dafür vier Minuten vor Schluss bestraft, als Berghausens Robin Bastian nach einer Ecke zum 1:1 für die Gäste traf. „Berghausen stand mit der Fünferkette defensiv stabil, und es ist irgendwie noch nicht unsere Stärke, das spielerisch zu lösen“, gestand Rütjes. „Mit den vier Punkten aus drei Spielen können wir jetzt aber leben.“

TSV: Bergen; Krone, Lopes, Magner, Heuschkel; Orsillo, Schieferdecker (16. Bernhard), Inden (80. Koshorst), Bogner, Zäh (81. Esslinger); Schürg (71. Jüntgen)

Tore: 1:0 (54.) Inden, 1:1 (86.)

„Ich bin ein bisschen sprachlos, wenn ich ehrlich bin.“ 

Tim Evertz, Sportliche Leitung FCB

FC Britannia – SV Wersten 2:2 (1:1). Chancen und Spielanteile hatte der FC Britannia am heimischen Weyersberg genug, doch gegen den SV Wersten genügte das nicht zum Sieg. „Es sind heute ganz klar zwei verschenkte Punkte“, ärgerte sich Tim Evertz aus der Sportlichen Leitung, „ und ich bin auch ein bisschen sprachlos, wenn ich ehrlich bin“. Seine Britannen waren 90 Minuten lang die bessere Mannschaft, ließen aus dem Spiel heraus wenig zu, handelten sich aber einmal mehr durch Standardsituationen zwei Gegentore ein. Das zweite in der fünften Minute der Nachspielzeit.

„Wir schaffen es nach dem 2:1 einfach nicht, unsere Konter richtig auszuspielen.“ Nach Marcel Goronczewskis 1:0 hatte Sinan Akin mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel die erneute Führung für die Gastgeber hergestellt, die es danach auch aufgrund vieler falscher Entscheidungen und ungenauer Abspiele verpassten, die Partie mit einem dritten Treffer endgültig für sich zu entscheiden. Evertz: „Natürlich können wir wieder sagen, dass wir heute gute Ansätze gezeigt haben, aber langsam müssen wir auch mal drei Punkte einfahren.“

FCB: Moll; Akin (80. Küll), Pesch, Ziehe, Evertz; Ücüncü (87. Benabdellah), Kletzka, Nötza, Schwab (90. Reez), Yücel; Goronczewski (77. Heck)

Tore: 1:0 (39.) Goronczewski, 1:1 (44.), 2:1 (64.) Akin, 2:2 (90.+5)

Blick in die Liga

Spitze: Nach drei Spieltagen hat einzig der VfL Benrath noch keinen Punktverlust hinnehmen müssen – auch, weil man am ersten Spieltag an der Höher Heide ganz spät mit 1:0 gewann.

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