Handball

Späte Fehlwürfe kosten die Siegchance

Mandy Reinarz – hier im Clinch mit Vesna Tolic, beobachtet von Carina Senel – und der HSV stemmten sich im Duell mit den Füchsen Berlin vehement gegen die dritte Saisonniederlage. Fotos: Andreas Horn
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Mandy Reinarz – hier im Clinch mit Vesna Tolic, beobachtet von Carina Senel – und der HSV stemmten sich im Duell mit den Füchsen Berlin vehement gegen die dritte Saisonniederlage.

Der Zweitliga-Fünfte HSV verliert 26:28 (15:13) gegen Tabellenführer Füchse Berlin.

Von Lutz Clauberg

Als der HSV Solingen-Gräfrath am 7. September 2019 in seine erste Zweitliga-Saison startete, hieß der Gegner Füchse Berlin. Die Gäste gewannen 30:27 – bereits zur Pause (18:13) war eigentlich alles klar.

Ordentliches Debüt: Bei ihrem ersten Pflicht- spieleinsatz im HSV-Trikot erzielte Melina Fabisch zwei Tore.

Schon das Rückspiel mit dem besseren Ende für die Füchse (28:24, 11:11) im Januar 2020 war umkämpft – im dritten Duell durfte der HSV am Ende zwar ziemlich zufrieden auf eine gute Leistung zurückblicken, sich aber durchaus ärgern, nicht wenigstens einen Zähler eingeheimst zu haben. 26:28 (15:13) hieß es aus Sicht des Tabellenfünften gegen den Spitzenreiter.

„Vom Verlauf her schade“, sagte Trainerin Kerstin Reckenthäler nach der ersten Heimniederlage der laufenden Spielzeit. „Aber darauf können wir aufbauen.“ Sie hat schließlich trotz der Top-Ausbeute und Platz fünf immer noch die unteren Tabellenregionen im Blick. Sieben Punkte sollten es schon noch sein, sagt die A-Lizenz-Inhaberin. „Wenn wir unsere Leistung konservieren, müsste das allerdings gut machbar sein.“

„Auf diese Leistung gegen die Füchse können wir aufbauen.“
Kerstin Reckenthäler, Trainerin des HSV Solingen-Gräfrath

Wie gut der HSV zu spielen in der Lage ist, erfuhren die „Spreefüxxe“ in der flotten und zumeist auch hochklassigen Partie. Der HSV verteidigte leidenschaftlich und ging vor allem dank eines funktionierendes Überzahlspiels glücklich in die Pause. Merit Müller war auf Rechtsaußen überragend, Melina Fabisch feierte ein gutes Comeback, Mandy Reinarz biss sich regelgerecht in die Partie. Auf Berliner Seite setzte Vesna Tolic immer wieder Nadelstiche.

Der Auftakt in die zweite Hälfte war aber ein Knackpunkt dafür, dass die Gastgeberinnen am Ende mit leeren Händen dastanden. Weniger als vier Minuten benötigten die Berlinerinnen für ihren 4:0-Lauf, bei dem sich erneut Tolic positiv hervortat. Auch die rechte Seite mit der zunächst unauffälligen Halben Leona Svirikova und Außen Anais Gouveia lochte zuverlässig ein. Die Maßnahme von Torwart-Trainer Christoph Beutner, Lisa Fahnenbruck mit Wiederanpfiff für die eigentlich formstarke Natascha Krückemeier zwischen die Pfosten zu stellen, erwies sich als falsch. „Das passiert schon Mal“, meinte Reckenthäler. „In Nürtingen zum Beispiel hat der Wechsel noch funktioniert.“ Mit Krückemeier und der die Ärmel aufkrempelnden Mandy Reinarz hielt der HSV vehement dagegen und schaffte durch Merit Müllers Konter die neuerliche Führung zum 25:24 in der 54. Minute. Fortan wollte der Ball aber einfach nicht mehr ins Berliner Tor. Vanessa Brandt scheiterte zunächst bei einem Gegenstoß, als sie aus neun Metern abschloss statt in den Kreis hinein zu springen, dann aus dem linken Rückraum an der prima parierenden Sofie Svarrer Hansen. „Vanessa hat trotzdem nicht schlecht gespielt, die Torhüterin hat einige Male super gehalten“, meinte Reckenthäler zur niedrigen Quote der sonst mit Abstand erfolgreichsten Werferin, die in der Abwehr wie gewohnt eine starke Leistung bot. Nur zwei Treffer standen am Ende zu Buche.

Die routinierten Berlinerinnen produzierten am Ende keine entscheidenden Fehler mehr und blieben cool – spätestens nach Mandy Reinarz’ Ballverlust, der in der 59. Minute zum 25:28 führte, war der zehnte Sieg des Spitzenreiters im elften Spiel unter Dach und Fach.

HSV Solingen-Gräfrath: Krücke-meier, Fahnenbruck; Müller (7), Reinarz (6, 1), Nanfack (4, 1), Senel (3), Fabisch (2), Brandt (2), Karathanassis (1), Bongartz (1); nicht eingesetzt: Clauberg, Tesche, Winkelhoch, Bohnen

Rund um den HSV

Aufbau: Am 23. Januar gegen Freiburg hat die Helfer-Crew weniger zu tun. Die Werbebanden dürfen bis dahin stehenbleiben, weil der BHC nicht spielt und die Klingenhalle auch sonst nicht genutzt wird.

Zugänge: Das Transferfenster ist bis zum 15. Februar geöffnet. Gebrauch machen wird der HSV davon „nur dann, wenn sich jemand schwer verletzt“, sagt Stefan Bögel.

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