Volleyball

Solinger ziehen Team aus der Regionalliga zurück

Thomas Tauscher sieht in der aktuellen Situation keine Perspektive für die Solingen Volleys in der Regionalliga. Archivfoto: Michael Linder
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Thomas Tauscher sieht in der aktuellen Situation keine Perspektive für die Solingen Volleys in der Regionalliga.

Dass es für die Solingen Volleys in der Regionalliga keine „Bilderbuch-Saison“ werden würde, hatte sich bereits vor dem ersten Spiel angedeutet: die Trainingsbeteiligung zu gering, der Kader zu dünn besetzt.

Von Sonja Bick

Die erste Partie wurde zu siebt ausgetragen, die zweite aufgrund Spielermangels abgesagt. „Wir hätten jedes Wochenende vor einem ähnlichen Problem gestanden. Es gab einfach keine Perspektive, und so haben wir die Notbremse gezogen“, sagt Thomas Tauscher. „Es ist wahnsinnig schade, und es ist mir alles andere als leicht gefallen, aber unter diesen Voraussetzungen kann ich als Volleys-Trainer nicht weitermachen.“

Gemeinsam mit den Spielern und Volleys-Vorsitzendem Daniel Schulze wurde nach Lösungen gesucht, um weiter in der Regionalliga antreten zu können – zum Beispiel Jugendspieler hochzuziehen oder Oberliga-Spieler in der Regionalliga auflaufen zu lassen. Aber schnell wurde man sich einig, dass es keinen Sinn ergebe, die Saison fortzuführen. Was nun genau passiert – welche Strafe gezahlt werden muss und welche Spieler gesperrt werden – muss noch abgewartet werden. „Es ist sehr schade, dass die Zeiten der Solingen Volleys in den Ligen des Deutschen Volleyball Verbandes erst einmal der Vergangenheit angehören“, sagt Schulze.

Letztendlich habe auch die Corona-Zeit ihre Spuren hinterlassen. „Da muss man realistisch sein und diesen Weg gehen. Wir verfolgen aber mit unserem Oberliga-Team das Ziel aufzusteigen, und vielleicht heißt es nächstes Jahr schon wieder: Regionalliga bei den Solingen Volleys.“

Tauscher hätte „die Saison wahnsinnig gerne gespielt. Aber die Situation war einfach nicht mit meiner Einstellung vereinbar und auch meiner Familie gegenüber nicht fair“. So habe er oft bis 19 Uhr warten müssen, ob das Training stattfindet, und auch die Planungen fürs Wochenende seien sehr unsicher gewesen. „Nun kann ich meine Frau entlasten und mehr Zeit mit meinen drei Kindern verbringen“, sagt der 44-Jährige, der dem Volleyball verbunden bleibt und auch die zweite Mannschaft anfeuern will – vielleicht ja auch schon am Samstag bei ihrem ersten Heimspiel: In der Halle Zweigstraße ist um 18 Uhr der VC 99 Ratheim zu Gast.

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