Nachrufe

Solinger Vereine verlieren vertraute Gesichter

Gleich von mehreren vertrauten Gesichtern musste sich der Solinger Sport in diesen Tagen verabschieden.

Von Jürgen König

Mit Willi Schmidt ist einer der Großen des FC Britannia 08 im Alter von 89 Jahren gestorben. Als Geschäftsführer prägte er eine Ära beim Fußball-Club vom Weyersberg, wo Schmidt stets sein Herz für die Jugend als Bambini-Trainer bewies. Der Solinger legte viel Kampfgeist an den Tag – für den Karneval, das Vereinsheim oder auch gegen Parkgebühren auf dem Klingenhallen-Platz. „Er hatte immer für alle ein offenes Ohr“, würdigte der ehemalige Vereinsvorsitzende Davorin Zupanic das Wirken. Die Britannen sind mittlerweile im SV Solingen aufgegangen, der am Sonntag (15.30 Uhr, Weyersberg) sein Bezirksliga-Spiel mit Trauerflor bestreiten und danach die Zuschauer zu einem Kölsch einladen wird: dem Lieblingsgetränk von Willi Schmidt.

87 Jahre alt wurde Franz Ostolski, dessen Name untrennbar mit der Judoabteilung der PSVg Jahn verbunden ist. „Er hat einen großen Teil seines Lebens dem Judo gewidmet“, zeigt sich der Verein sehr dankbar über das Engagement, das sich in Aufstiegen bis zur 2. Bundesliga niederschlug. Von 1959 bis 2009 war Ostolski Trainer der Jahner. In diesem Zeitraum führte er viele Sportler, auch aus anderen Vereinen, zu erfolgreichen Dan-Prüfungen – selbst war er Träger des 8. Dan, ein Alleinstellungsmerkmal für die Klingenstadt.

Die TSG trauert um Achim Trostheim, der im Alter von 73 Jahren verstarb. Seit 1990 Mitglied, leitete er am Dingshaus seit vier Jahren die Tennisabteilung. Kompetent, erfahren, pragmatisch, wertschätzend, sehr engagiert – Trostheim, der selbst im Herren-Hobby-Team zum Schläger griff, förderte stark den Nachwuchs und integrierte ukrainische Jugendliche.

Bereits von vielen Seiten gewürdigt wurde Otmar Schick, der auch sportliche Wurzeln hatte – so im Fußball beim 1. FC Union. Dank seiner guten Kontakte in den Senegal fanden Mitte der 1990er-Jahre Kicker von dort den Weg nach Ohligs. Einer davon: Babacar N'Diaye, der jetzt der Trauerfeier und Beerdigung seines Freundes Schick beiwohnte. N'Diaye ist seit 2017 ein Schwergewicht im deutschen Fußball – als Teammanager von RB Leipzig.

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