Fußball

Solinger Profis Kampl und Kramer: Berlin, Berlin, sie träumen von Berlin

Der Solinger Christoph Kramer stand beim Mönchengladbacher 2:1-Sieg in Stuttgart über die volle Distanz auf dem Platz. Foto: imago
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Der Solinger Christoph Kramer stand beim Mönchengladbacher 2:1-Sieg in Stuttgart über die volle Distanz auf dem Platz.

Niederrheinvertreter Essen mischt die Großen auf.

Von Timo Lemmer

Aus lokaler und regionaler Perspektive lief das Achtelfinale im nationalen Pokalwettbewerb herausragend: Die beiden Solinger Top-Profis Christoph Kramer und Kevin Kampl zogen mit ihren Bundesligisten jeweils eine Runde weiter. Kramers Gladbacher setzten sich 2:1 (1:1) bei Liga-Kontrahent VfB Stuttgart durch. Während der eine Solinger Dauerläufer dabei durchspielte, musste der andere, Kampl, den 4:0 (2:0)-Erfolg seiner Leipziger gegen Zweitligist VfL Bochum von draußen beobachten: Der 30-Jährige wurde mit Knieproblemen nach seinem starken Bundesliga-Auftritt gegen Leverkusen lieber geschont.

Dabei schrieb der Vertreter der Amateure des Fußballverbands Niederrhein, Rot-Weiss Essen, als Viertligist die größte Geschichte der Woche: Der Niederrheinpokalsieger 2020 setzte sich mit der nötigen Portion Spielglück 2:1 nach Verlängerung gegen Bayer Leverkusen durch. Die Essener ließen damit nach Bielefeld und Düsseldorf das dritte Profi-Team in dieser Pokal-Saison alt aussehen und zogen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

Apropos Niederrheinpokal: Der soll laut dem Verbandsverantwortlichen Wolfgang Jades bei einem Re-Start der Amateure Vorrang vor Meisterschaftspartien haben, sollte es zu Kollisionen kommen. BV Gräfrath und DV Solingen sind in der ersten Runde dabei und hoffen gegen Sterkrade-Nord beziehungsweise SSVg Velbert auf den Beginn einer Reise, wie sie aktuell Essen unternimmt. Der Verband will den Pokal zwingend ausspielen, um nach den Essenern erneut einen DFB-Pokal-Teilnehmer zu entsenden. Gleiches gilt auf Kreisebene: Der Kreis Solingen will seinen Pokalwettbewerb unbedingt beenden, um abermals zwei Vertreter in den Niederrheinpokal schicken zu können.

Ihren DFB-Pokal-Gegner bekommen Kramer, Kampl und Rot-Weiss, das definitiv ein Heimspiel haben wird, übrigens am Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau zugelost, das Viertelfinale findet dann Anfang März statt.

Von derart positiven Schlagzeilen träumt man derweil rund ums Stadion am Zoo: Beim Wuppertaler SV ist der Verwaltungsratsvorsitzende Christian Vorbau zurückgetreten. Vorangegangen war eine Entscheidung des Amtsgerichts, das die Wahl von neuen Vertretern nachträglich für unwirksam erklärt hatte. Weitere Verantwortliche folgten Vorbau, der Rat besteht damit aktuell nur noch aus vier Mitgliedern – laut Satzung steht damit eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. Sportlich ist der Regionalligist am Sonntag wieder dran: Um 14 Uhr ist Fortuna Köln zu Gast.

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