Inlinehockey

Solinger Inlinehockey-Legenden fehlt nur die Krönung

Frank Wilkesmann, Heiko Büßinger, Tim Schmitz und Thomas Betz (v.l.) – vier Solinger bei der Inlinehockey-WM in Italien.
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Frank Wilkesmann, Heiko Büßinger, Tim Schmitz und Thomas Betz (v.l.) – vier Solinger bei der Inlinehockey-WM in Italien.

Bei der Weltmeisterschaft in Südtirol gewinnt Tim Schmitz mit der Ü38-Nationalmannschaft die Silbermedaille.

Von Fabian Herzog

Zum ganz großen Wurf hat es nicht gelangt. „Mein Traum ist es, einmal mit Deutschland eine WM-Medaille zu gewinnen“, sagt Thomas Betz. Der Solinger hat vor wenigen Tagen bei der Inlinehockey-Weltmeisterschaft im italienischen Bruneck an der Seite von Frank Wilkesmann und Heiko Büßinger, zweier weiterer früherer Eishockeygrößen der Klingenstadt, mit der deutschen Ü50-Nationalmannschaft den Versuch unternommen, war als Vierter aber denkbar knapp gescheitert. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen: „Wir haben ein gutes Turnier gespielt.“

Das kann Tim Schmitz von sich und seiner Mannschaft definitiv auch behaupten. Der Solinger ging zeitgleich mit der Ü38 an den Start und schaffte mit dem Gewinn des Vize-Titels Historisches. „Noch nie hatte eine deutsche Mannschaft zuvor bei so einem Turnier eine Medaille gewonnen“, konstatierte Betz und lobte das deutsche „Masters“-Team: „Die haben fantastisch gespielt.“

Die Ü38er hatten aber auch die personellen Voraussetzungen geschaffen und sich breit aufgestellt. Ganz im Gegensatz zu den Ü50ern oder auch Legenden genannt, die nur mit zehn Feldspielern und zwei Torhütern angetreten waren. Und das zu acht Spielen in sechs Tagen. „Am Ende waren nur noch zwei Leute fit“, erzählt Thomas Betz, der mit 60 Jahren Älteste im Kader, von einem intensiven Pensum.

Gegen Australien (9:0) und Italien (8:2) hatten die deutschen Legenden in der Vorrunde klar gewonnen, gegen Kanada (1:5) und Tschechien (0:5) ähnlich deutlich verloren. Ein enges Duell lieferten sie sich mit den Franzosen, in dem sie in der Verlängerung mit 5:6 unterlagen. In der K.o.-Runde schlug Deutschland im Viertelfinale Italien mit 4:3, ehe Kanada im Halbfinale (0:4) erneut zu stark war. Im Spiel um Bronze gab´s ein Wiedersehen mit Frankreich. „Aber da waren wir einfach platt“, kommentiert der Solinger das 6:9.

Damit unterm Strich leben konnte die Klingenstadt-Delegation auch deshalb, weil die Bedingungen im Pustertal in Südtirol an Perfektion grenzten. „In Bruneck ist es wunderschön und die brandneue Halle einfach fantastisch“, schwärmt Betz. „Es gibt nichts Besseres.“ Dazu sei das Miteinander der 26 Teams in den Altersklassen Ü38, Ü45 und Ü50 aus der ganzen Welt äußerst angenehm gewesen. „Alle waren begeistert.“ Kein Wunder, dass die WM 2023 wahrscheinlich wieder dort stattfindet.

Thomas Betz möchte dann einen neuen Versuch unternehmen. „Ich habe eine Vision“, sagt der Solinger Verteidiger, der in den kommenden Monaten alles dran setzen will, eine noch schlagkräftigere Mannschaft auf die Beine zu stellen. Was nicht einfach ist. „Jeder muss es aus der eigenen Tasche bezahlen“, begründet der ehrgeizige Sportler. Scheitern soll es daran aber nicht. Schließlich ist die Medaillen-Sehnsucht groß.

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