Fußball

Solinger Fußballer leben den Traum von Rot-Weiß Essen

Denis Petti gehörte zu den Aktivposten beim Sieg des BV Gräfrath über Wald 03. Der Flügelspieler legte drei der vier Treffer auf. Foto: Christian Beier
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Denis Petti gehörte zu den Aktivposten beim Sieg des BV Gräfrath über Wald 03. Der Flügelspieler legte drei der vier Treffer auf.

Ditib-Vatanspor und der BV Gräfrath sind nach 4:0- beziehungsweise 4:1-Siegen in den Niederrhein-Pokal eingezogen.

Von Nils Buchmann und Timo Lemmer

Was lange währt, wird endlich gut. Jedenfalls aus Sicht von Ditib-Vatanspor und dem BV Gräfrath. Denn fast auf den Tag genau ein Jahr nach den Erstrunden-Partien gewannen die Teams vom Weyersberg und Flockertsholz am Sonntag ihre Kreispokal-Halbfinalspiele und stehen damit beide als Teilnehmer des Niederrhein-Pokals fest. Doch zumindest bei DV-Trainer Alfonso del Cueto blieb die Freude darüber gedämpft.

DV Solingen - Anadolu-Munzur 4:0 (2:0). Die Ursache darin lag in der 73. Spielminute, als der DV-Torschütze zum 2:0, Aliosman Aydin, bei ebendiesem Spielstand wegen vermeintlicher Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah. Unsicher blieb zwar bis zuletzt, wer Adressat von Aydins Äußerungen war, fest stand aber, dass rüdes Vokabular gefallen war, und, dass der Mittelstürmer zum Ligastart nun wohl fehlen wird. „Das ärgert mich noch mehr als unsere zweite Hälfte, in der wir zu viel verwaltet und zu wenig gespielt haben“, haderte del Cueto.

In einem vor allem technisch ansehnlichen Pokalspiel hatten sich Bezirksligist DV und A-Kreisligist Anadolu schon bis zur Pause ein intensives Duell geboten. Anadolu hatte durch Hendrik Schnitterts Lattenkopfball früh die erste Gelegenheit, fing sich im direkten Gegenzug allerdings das 0:1 durch Yuji Adachi (5.). Bei Aydins 2:0 blieb die Gäste-Defensive nach einem Eckball zu passiv, und nach 20 Minuten war auch Anadolu-Coach Andreas Cirillo nur noch Zuschauer, nachdem Schiedsrichter Dustin Sperling ihn des Innenraumes verwiesen hatte. „Warum? Ich weiß es auch nicht“, sagte Cirillo, der in der Szene lediglich ein Foulspiel moniert haben wollte.

Bei seinen nach der Pause zur Aktivität gezwungenen Gästen machte neben Schnittert auch Kapitän Fabio Greco ein gutes Spiel, so dass es ins Bild passte, dass ausgerechnet er zehn Minuten vor Schluss das Spiel per Strafstoß noch einmal hätte spannend machen können. Ein entschlossener Greco, der eigentlich gar nicht als Elfmeterschütze eingeteilt war, trat an, scheiterte an DV-Schlussmann Maikel Schleiden und vergab damit Anadolus letzte Hoffnung auf die Wende. „Trotzdem bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, resümierte Cirillo. Furkan Er (84.) und Yoshiki Urata (90.+2) konterten schließlich zum Endstand.

Spvg. Wald 03 - BV Gräfrath 1:4 (0:2). Lange hohes Tempo, und letztlich doch zwei entscheidende Standards: Mit dem BV Gräfrath setzte sich bei Bezirksligist Solingen-Wald 03 ein Team aus der Kreisliga A durch. Die Elf von Ali Soysal schlug die Walder an der bestens besuchten Carl-Ruß-Straße 4:1 (2:0), und der Trainer meinte angesprochen auf ein mögliches Duell mit Rot-Weiß Essen: „Das wäre doch schön!“

Die Hausherren hatten gerade zu Beginn Probleme mit den Gräfrathern, die zusätzliche Motivation daraus schöpften, in der abgebrochenen Saison knapp nicht aufgestiegen zu sein. „Wir hatten da was gutzumachen“, erklärte Soysal. Christopher Birkendahl war auf der rechten Seite nicht in Schach zu halten, von hinten leiteten die Innenverteidiger Sven Pletzing sowie Chris Otto ihre Mitspieler prima an, und der spielende Co-Trainer Sandro Avanzato war unermüdliches Scharnier zwischen Defensive und Angriff. Darüber hinaus bewies ein anderer Akteur, wie viel Qualität der BVG zur neuen Saison hinzugewonnen hat: Denis Petti bediente vor dem Seitenwechsel zunächst Serkan Gürdere und dann Pletzing per Eckball – 2:0-Führung.

Die Walder wurmte das. „Mehr Gastgeschenke als diese Tore gehen nicht“, befand Helmut Pabst, dass die Gegenspieler zu viel Platz genießen durften. Die 03-Akteure stachelte der Rückstand sichtlich an. Morris Bastian, der kurz darauf mit einer Oberschenkelverletzung runter musste, gelang die erste Annäherung. Nach dem Seitenwechsel köpfte dann Maurice Dirks an den Pfosten, ehe Eric Nelkenbrecher eine Viertelstunde vor Schluss der 1:2-Anschluss gelang.

Aber: Der BVG kann inzwischen auch viel Qualität einwechseln. Zugang Gürdere traf erneut, ehe Joker Nabil Azouagh auf Petti-Zuspiel den Deckel draufmachte. Soysal: „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Rund um den Saisonstart

Hygiene: Von den guten Konzepten bei beiden Halbfinalbegegnungen des Kreispokals überzeugte sich Kreisgeschäftsführer Udo Reisgies persönlich: Er schaute sich eine Halbzeit am Weyersberg an und fuhr dann herüber an die Carl-Ruß-Straße.

Start: Eine Woche vor der am Samstag beginnenden Kreisliga-Saison stellte Reisgies dabei noch einmal klar: Sollten Meister- und Abstiegsrunde nicht gespielt werden können, zählt die Tabelle nach der einfachen Runde für den Auf- und Abstieg.

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