Football

NFL-Spektakel begeistert Solinger

Annika Falk und Markus Jantke erlebten die historische Partie aus nächster Nähe.
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Annika Falk und Markus Jantke erlebten die historische Partie aus nächster Nähe.

Drei Millionen Menschen wollten das Spiel Tampa Bay gegen Seattle in München sehen.

Superstar Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers entschieden das erste deutsche NFL-Spiel für sich.

Von Fabian Herzog

Wer live vor Ort dabei war, wird davon noch lange schwärmen und vermutlich seinen Ur-Enkeln erzählen. Wem es nicht vergönnt war, das erste NFL-Meisterschaftsspiel auf deutschem Boden im Stadion mitzuerleben, hat ein großes Spektakel verpasst, befand sich aber zumindest klar in der Überzahl. Drei Millionen Ticketanfragen soll es für das geschichtsträchtige Duell der Tampa Bay Buccaneers gegen die Seattle Seahawks am Sonntag-Nachmittag in München gegeben haben, 69 000 Zuschauer waren schließlich dabei. Darunter auch einige Solinger, die – wie beispielsweise Fußball-Weltmeister Christoph Kramer – ihren Augen zum Teil kaum trauen konnten.

Markus Jantke zum Beispiel war zusammen mit Annika Falk, Marcel Kemper, Peter Weck und Robin Donner auf der Tribüne dabei. Der frühere Footballer und langjährige Vorsitzende der Paladins ist als Bayern-Fan in unregelmäßigen Abständen schon öfter in der Arena zu Gast gewesen. Außerdem ist er seit Jahrzehnten Fan der Buccaneers, also schon bevor Superstar Tom Brady dorthin 2019 wechselte. „Für mich hat mein Lieblings-Football-Team in meinem zweiten Wohnzimmer meines Lieblings-Fußballvereins gespielt. Geht’s besser?“

Klare Antwort: nein! Über Annika Falk hatte er eine Karte bekommen, selbst war Jantke wie so viele andere im Vorverkauf gescheitert. Weck hatte gar vier ergattert, wovon Ex-OTV-Handballer Donner Anfang August eine zum Geburtstag geschenkt bekam. „Ich musste die zwar selber zahlen“, erzählt der 38-Jährige, „aber das war natürlich grandios.“

Max Schaaf (l.) und Jörg Pöppelreiter konnten ihr Glück kaum fassen, in der Münchener Arena dabei sein zu können.

Gemeinsam machten sich die Solinger am Samstagmorgen auf den Weg nach München, wo sie ein kaum in Worte zu fassendes Wochenende erlebten. „Es war einfach unglaublich“, schwärmt Jantke. „Die ganze Stadt war brechend voll, das war mit nichts anderem vergleichbar.“ Aus der ganzen Welt hatten sich Footballfans auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt gemacht. Über Kontakte kam Markus Jantke sogar in den Genuss eines Treffens mit Mike Alstott und Rondé Barber, die 2002 mit den Bucs Super-Bowl-Sieger geworden sind. Ein weiteres Highlight: Der amerikanische Sender ESPN berichtete in einem Online-Artikel über das Spiel – und darin auch über Jantke und Donner.

Zur Krönung für die beiden Bucs-Fans gewann Tampa Bay in der Münchner Arena, wo eine Gänsehaut auf die nächste folgte, mit 21:16. Jantke: „Es war einfach genial!“

Auch im Bräuhaus wurde gefeiert: Markus Jantke, Marcel Kemper, Peter Weck und Robin Donner (v.l.).

Jörg Pöppelreiter und Max Schaaf können diesen Eindruck nur bestätigen. Auch sie erlebten die beeindruckende Atmosphäre hautnah. „Ich habe schon viel erlebt“, sagt Werder-Fan Pöppelreiter, der bei unzähligen Heim- und Auswärtsspielen seiner Bremer vor Ort war, „aber das war mit Abstand das beste Erlebnis. Einfach unfassbar.“

Durch Glück hatte sich seine Frau Tessina zwei Karten sichern können. Da diese Anfang des Jahres aber auch das gemeinsame Töchterchen zur Welt gebracht hatte, nahm Pöppelreiter seinen besten Freund mit. Über die Kosten pro Karte wollte er aber lieber den Mantel des Schweigens hüllen. „Ich sage nur so viel: Es war vierstellig.“

Jeder Cent davon sollte es aber wert sein. In der ganzen Stadt sei eine Footballparty gefeiert worden. Die Bräuhäuser platzten aus allen Nähten. Auch vor dem Stadion, wo die Infrastruktur von zigtausend ohne Karten angereisten Fans arg strapaziert wurde, herrschte schon Stunden vor dem Kick-off eine ganz besondere, nie dagewesene Atmosphäre. Das sollte sich im Spiel fortsetzen, wo Fans unterschiedlichster Vereine nebeneinander saßen und Momente erlebten, von denen sie noch lange schwärmen werden.

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