Die Woche im Sport von Jürgen König

Solingens Sportvereine bleiben in der Geduldshaltung gefesselt

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juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

So wirklich hatte im Solinger Sport keiner daran geglaubt, dass der neuerliche Corona-Gipfel von Bundes- und Landespolitik positive Auswirkungen auf das Geschehen bei uns haben würde.

So kam es dann auch, was natürlich zu großen Teilen aufgrund der hohen Infektionszahlen nachvollziehbar ist. Aber warum soll es nicht machbar sein, sich im Tennis, Badminton oder Eishockey – natürlich im Rahmen entsprechender Hygienekonzepte – zu bewegen? Das Nein auf diese Frage ausbaden müssen die Vereine.

Nehmen wir das Beispiel Eishockey. Noch hat der EC Bergisch Land keine Einbußen in der Mitgliedschaft hinnehmen müssen, gerade der zahlenmäßig starke Nachwuchs ist bei der Stange geblieben – noch, denn die Perspektive ist nicht vielversprechend. So hat man in der Eissporthalle an der Birkerstraße derzeit das Eis abgetaut. Der nur vorübergehend im Oktober aktiv gewesene Club vom Südpark zeigt für die Vorgehensweise von Betreiber Lebenshilfe Verständnis. Schließlich geht es um beträchtliche Kosten, nicht nur für die Energie. Und: Dem ECB liegt die Zusage vor, dass bei einer Veränderung der politischen Vorgaben das Eis so schnell wie möglich wieder hergerichtet wird. Die Vorbereitungszeit von vier bis fünf Tagen erscheint mit Blick auf die Geduld eine Kleinigkeit im Vergleich zum allgemeinen Ausharren.

Dabei geht es gar nicht mal um öffentliche Laufzeiten mit hoher Besucherfrequenz – diese bringen zwar Geld, schüren aber auch eher das Risiko einer Ansteckung. Es geht zumindest um den geordneten, vernünftigen Trainingsbetrieb, den auch Vertreter des Jugendfußballs für sich reklamieren. In diesen und anderen Fällen steht nicht nur die Freude an der Bewegung auf dem Spiel, sondern auch sonst so hoch gehängte Titel wie Gesundheit oder Integration. Die Zeit drängt.

Das tut sie auch bei den beiden Solinger Clubs, die in der Sparte Profisport stehen. Neben Bundesligist Bergischer HC hat es die Zweitliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath hart getroffen. In der Vorsaison noch Abstiegskandidat, hat sich das Team um Liga-Top-Torjägerin Vanessa Brandt in die Spitzengruppe katapultiert. Am vergangenen Samstag hätte sicherlich eine Kulisse Richtung 1000 Zuschauer den Lohn für diesen Aufwärtstrend dargestellt – die Realität lag bei der Null. Schmerzhaft fürs Ambiente, schmerzhaft für die Kasse, denn solch eine Einnahme hätte dem Etat sehr, sehr gut getan. Am 9. Januar ergibt sich erneut in der Klingenhalle die noch größere Chance auf Honorierung, wenn Spitzenreiter Füchse Berlin zu Gast ist.

Dafür können wir alle mit größtmöglicher Vernunft Weichen stellen. Und darauf hoffen, dass Bund, Land, Stadt – auch bei Fitness-Studios und selbstverständlich in anderen Bereichen – angemessen entscheiden. Solingens vorbildlich agierende Sportvereine hätten es verdient

TOP Tennis I: Landesgeld für fitte Halle des STB.

FLOP Tennis II: Winter-Saison steht kurz vor dem Aus.

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