Die Woche im Sport

Solingens Fußballer decken viele Gefühlslagen ab

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juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

ST-Sportredakteur zieht in Sachen Solinger Fußball ein erstes Zwischenfazit: Auch in der Saison 2022/23 wird es in Solingen höchstens sechstklassige Kicks geben, meint er.

An diesem Wochenende sind die Fußball-Teams der Klingenstadt noch einmal voll beschäftigt, ehe es dann aufgrund des Totensonntags in eine kleine Verschnaufpause geht. Schon jetzt darf das erste, freilich überhaupt nicht überraschende Fazit gezogen werden: Auch in der Saison 2022/23 wird es in Solingen höchstens sechstklassige Kicks geben. Denn der VfB ist nicht annähernd damit beschäftigt, die Oberliga ins Visier zu nehmen – für die Baverter geht es einmal mehr um den Klassenerhalt in der Landesliga. Das bisherige Abschneiden mit dem letzten Platz und dem jüngsten Pokal-Aus gegen A-Kreisligist BV Gräfrath ist eine herbe Enttäuschung. Der VfB verfügt eigentlich über einen ordentlich bestückten und in der Breite ausreichend aufgestellten Kader mit erfahrenen Kräften und talentiertem Nachwuchs, aber die Leistungen blieben – besonders im Angriff bei acht Toren in elf Spielen – oftmals hinter den Erwartungen zurück. Auf die richtige Reaktion warten Geschäftsführer Manuel Habljak, Trainer Rossi Tilaro & Co. auch an diesem Sonntag.

Die Erwartungen übertroffen hat bislang jene Mannschaft, die am ehesten in die Landesliga-Rolle des VfB schlüpfen könnte: die 1. Sportvereinigung Solingen-Wald 03. Mit seinem Amtsantritt als Sportlicher Leiter hat Peter Resvanis Großes Richtung Oberliga, Leistungszentrum, Professionalisierung der Nachwuchsarbeit und mehr verkündet – daran musste er sich messen lassen, und davor muss ihm bislang nicht bange sein. Die Entwicklung von 03 ist top, der Atem lang. Zu den Gedanken von Resvanis zählt auch die Öffnung für ganz Fußball-Solingen. Vor diesem Hintergrund ist es schade, dass die Gespräche der Sportvereinigung mit dem VfB und FC Britannia zur Bündelung der Kräfte verpufft sind – möglicherweise aus Sicht der Beteiligten aus nachvollziehbaren Gründen. Es bleibt indes eine vielversprechende Option für mehr als Landesliga bei den Senioren und Bergischer Leistungsklasse in der Jugend.

Während es sportlich beim TSV – dessen Sportzentrum Höher Heide als Erfolgsgarant für später große Fortschritte macht – läuft und auch beim FC Britannia eine Entwicklung erkennbar ist, brodelt es bei DV. Unter dem Oberliga-erfahrene n Coach Alfonso del Cueto wurde konstruktiv gearbeitet, ehe vor einigen Wochen eine negative Entwicklung einsetzte. Die fand jetzt mit der Trennung vom Trainer und drei Spielern ihren Tiefpunkt.

TOP Eishockey I: Colin Ugbekile hilft dem EC Bergisch Land bei seinem Spiel pro Eishalle am 26. November.

FLOP Eishockey II: Für den Profi der Kölner Haie, in Solingen aufgewachsen, sind rassistische Angriffe keine Ausnahme. Sie sind auch im Sport vehement zu bekämpfen.

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