Wasserball

SGW Solingen/Wuppertal vollzieht in dieser Saison den Generationenwechsel

Benjamin vom Bauer gehört zu den erfahrensten Wasserballern im Kader der SGW. Er ist auch in dieser Saison wieder dabei, soll mittelfristig aber Verantwortung an seine jüngeren Mitspieler abgeben.Foto: Moritz Alex
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Benjamin vom Bauer gehört zu den erfahrensten Wasserballern im Kader der SGW. Er ist auch in dieser Saison wieder dabei, soll mittelfristig aber Verantwortung an seine jüngeren Mitspieler abgeben.Foto: Moritz Alex

Die bergische Startgemeinschaft startet an diesem Donnerstag im Klingenbad gegen den SV Lünen in die 2. Liga.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Lange ist es her, dass sich die Wasserballer der SGW Solingen/Wuppertal auf ein echtes Zweitliga-Spiel vorbereitet haben. Mit Beginn der Corona-Pandemie kam der Spielbetrieb zum Erliegen, 2021 absolvierten die Vereine nur eine kurze freiwillige Sommerrunde, in der mehr Spaß als ernsthafter Wettkampf im Vordergrund stand. „Jetzt geht es endlich wieder los, und die ganze Liga ist eine große Wundertüte“, sagt Trainer Steffen Ingignoli vor dem ersten Meisterschaftsspiel an diesem Donnerstabend gegen den SV Lünen im Klingenbad (20.30 Uhr).

Ganz überzeugt, dass die Westrunde der 2. Liga bis Ende Juni wie geplant durchgezogen werden kann, ist Ingignoli nicht: „Je nachdem, wie sich die Zahlen entwickeln, kann ich mir irgendwann auch eine Unterbrechung vorstellen. Aber erstmal starten wir.“ Die Wasserballer und alle am Spiel beteiligten Personen unterliegen der 2G-Plus-Regel. Gleiches würde für Zuschauer gelten, doch auf diese verzichtet die SGW vorerst. „Die eigenen Testungen und Kontrollen beschäftigen uns genug, so dass wir erstmal ohne Unterstützung beginnen.“

Die sportlichen Ziele sind in dieser Saison nicht so hoch gesteckt. „Es geht vor allem darum, unseren jungen Spielern mehr und mehr die Verantwortung zu übertragen, damit wir den lange geplanten Generationenwechsel endlich nachhaltig vollziehen können“, erläutert der Trainer. Gemeint sind Spieler wie Lukas Fürth, Jannis und Finn Quell, Leon Stark, Tim und Tobias Beckmann, aber auch der schon etwas länger etablierte Corvin Stiebing. Sie sollen Routiniers wie Lars Hebbecker, Christian Offermann, Matz Kunz oder Benjamin vom Bauer mittelfristig ablösen.

Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte ist das Ziel

Merklich aufgewertet wird die Mannschaft erneut durch den ehemaligen Bundesligaspieler Jure Stojanovic. „Er ist zwar auf der Meisterschule und kann deshalb nicht mehr ganz so viel trainieren, wird aber weiterhin ein zentraler Bestandteil der Mannschaft sein“, ist Steffen Ingignoli überzeugt. Zwischen den Pfosten setzt die bergische Startgemeinschaft nach dem Abgang von Finn Burgsmüller zu Erstligist Köln ebenfalls auf Altbewährtes: Torhüter-Urgestein Uwe Körschgen und der Solinger Dominik Millard werden sich die Einsatzzeiten teilen.

Wie gut sein Team tatsächlich ist, kann der Coach kaum einschätzen. „Nach zwei Jahren hat sich so viel getan, dass wir kaum wissen, wo wir stehen“, sagt Ingignoli. „In der Vorbereitung haben wir ein paar Mal gegen Bochum gespielt. Die sind nominell deutlich stärker und eher auf Bundesliga-Niveau.“ Die Bochumer gehören also zum Favoritenkreis der 2. Liga. „Und auch die Bundesliga-Reserven schätze ich stark ein, weil sie nahezu komplett durchtrainiert haben.“

Die eigene Vorbereitung sei allerdings ebenfalls gut gelaufen. „Wir hatten nie einen positiven Test“, freut sich der Trainer. „Aber durch die Impfungen und Boosterungen sind immer mal wieder Spieler ausgefallen. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden und verspüre auch eine große Vorfreude innerhalb des Teams, dass es jetzt endlich wieder richtig losgeht.“ Gegen den SV Lünen sind die Bergischen voraussichtlich favorisiert. „Zu den Topteams zähle ich sie nicht“, sagt Ingignoli, der mit seinem Team die obere Tabellenhälfte in der Zehner-Liga anvisiert. „Um den Aufstieg wird es bei uns ganz sicher nicht gehen.“

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