Hoffen auf das nächste Jahr

Weihnachtszauber ist diesmal nur eine Erinnerung

Weihnachtszauber 2019: Die Eisgala lockt stets ein großes Publikum an die Birkerstraße. Im kommenden Jahr soll es wieder soweit sein. Foto: Moritz Alex
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Weihnachtszauber 2019: Die Eisgala lockt stets ein großes Publikum an die Birkerstraße. Im kommenden Jahr soll es wieder soweit sein.

Die Eislaufabteilung des Solinger Turnerbundes hofft auf die 40. Show im nächsten Jahr.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Nicht nur Katharina Schotten muss sich in diesem Jahr anders auf die Vorweihnachtszeit einstimmen als sonst. Der STB-Eislauf-Trainerin oblag es als Mitglied des sechsköpfigen Organisationsteams des Eiszaubers immer, den riesigen Weihnachtsbaum zu besorgen, der in der Kulisse der Schlittschuh-Gala nicht wegzudenken war. „Es fühlt sich merkwürdig an, das diesmal nicht zu tun“, sagt sie.

Auch ihre Kolleginnen kommen in diesen Tagen ins Nachdenken. Zwar wäre ja ohnehin zum ersten Mal seit 39 Jahren keine Show vorzubereiten gewesen:

Per Zoom-Konferenz sprechen Stephanie von der Thüsen und die anderen Eislauf-Trainerinnen mit dem ST.

Der Team-Beschluss stand, mit dieser Veranstaltung in einen Zwei-Jahres-Rhythmus zu wechseln, um den Läuferinnen prinzipiell mehr Gelegenheit und Zeit zu geben, sich auch auf andere Highlights in ihrem Sport zu konzentrieren. Die Vorbereitungen für den Weihnachtszauber banden Gedanken und Gehirnschmalz der Trainerinnen ab dem Sommer – und die der kleinen und größeren Läuferinnen dann ab Eröffnung der Eishalle im September. Diesen „ewigen Stress“ wollte man durch den neuen Turnus durchbrechen.

Mit Corona als Dauerthema ist nun aber alles noch mal gänzlich anders. Aktuell sind die Aktivitäten auf null heruntergefahren. „Wir konnten nach der Sommerpause erst ab Oktober mit unseren Gruppen wieder aufs Eis, weil wir zunächst ein Hygiene-Konzept ausarbeiten mussten – und seit Anfang November ist ja schon wieder Schluss“, sagt Stephanie von der Thüsen, die das alles nur als seltsam und irgendwie verrückt bezeichnen kann. Damit erntet sie Kopfnicken ihrer Team-Kolleginnen, die sich für das ST-Gespräch zu einer Zoom-Konferenz zusammen gefunden haben. „Hätten wir das mit dem Training so durchziehen können wie geplant, hätte sich das sentimentale Vermiss-Gefühl im ersten Jahr ohne Weihnachts-Gala sicher nicht so extrem eingestellt“, ist sie sich sicher.

„Es lief, und alle waren spürbar happy, dass es wieder losging.“
Sandy Bacher, STB-Trainerin

Die Kinder hätten sich gut an die aufgestellten Abstandsregeln gehalten, auch die bringenden und abholenden Eltern hatten Verständnis, dass sie nicht wie sonst an der Bande zugucken durften. „Es lief, und alle waren spürbar happy, dass es wieder losging“, betont Sandy Bacher, die selbst eine sechsjährige Tochter in einer der Eissterne-Gruppen hat. Auch Anke Meyer hat ihre beiden Mädchen dabei. Insbesondere die jüngere frage fast täglich, wann sie denn endlich wieder die Schlittschuhe schnüren dürfe, erzählt die Trainerin. Die ungewohnt viele Zeit lässt alle sehr intensiv daran denken, wie das sonst in diesen Tagen war. Am Freitag vor dem 1. Advent fand stets das große Schaulaufen in der Eissporthalle an der Birkerstraße statt.

„Das ist für mich der erste November seit 25 Jahren, in denen es nicht hektisch und chaotisch rund um den Weihnachtszauber zugeht“, sagt zum Beispiel Corinna Beilfuss, die bereits als Kind bei der Show auf Kufen übers Eis flitzte und das Ganze nun schon lange aus der Trainer-Perspektive verfolgt. Dass es in diesem Jahr „keine Kulissen-Väter, keine Vorab-Verabredungen mit den Moderatoren, keine nähenden Mütter, keine WhatsApp-Fluten und keine Spontan-Lösungen für Spontan-Probleme beim Aufbau oder beim Ablauf gibt“, sei nicht nur für sie seltsam. Selbst Seraphina Henkels, sonst als Cutterin für die Musiknummern oft halbe Nächte am Mischpult, schaut mit Wehmut auf das gefühlte „Loch“ im sonst üblichen Terminkalender des Jahres.

Umso mehr Grund also, intensiv auf das kommende Jahr zu schauen und zu hoffen, dass „wir den 40. Geburtstag der Weihnachts-Gala besonders schön und bunt gestalten können“, sagt Stephanie von der Thüsen. „Natürlich auf dem Eis.“

Eislaufen im STB

Angebote: Die Eissportabteilung des STB bietet Vereinstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Palette reicht vom Breitensportler bis hin zum leistungsorientierten Wettkampflaufen. Die Kurse, die über fünf Wochen beziehungsweise Kursstunden gehen, bieten Einstieg in den Eissport: Grundlegende Schritte und Techniken werden vermittelt, um in kurzer Zeit sicher auf den eigenen Kufen stehen zu können.

Trainer: Neu im Trainerteam sind Andrea Burghaus dos Santos (ehemaliger STB-Eisstern, schon mal Trainerin im STB) und Lea Schwinum, C-Lizenz-Inhaberin aus Neuss. Ebenfalls zum Trainerstab gehört auch Jennifer Malinko, die neben Stephanie von der Thüsen, Katharina Schotten, Corinna Beilfuss, Anke Meyer, Sandy Bacher und Seraphina Henkels schon länger dabei ist.

Kontakt: info @stb-eiskunstlauf.de

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