Schach

Die SG Solingen spielt im September um den Titel

Pentala Harikrishna ist einer der Leistungsträger im Solinger Bundesliga-Team. Er dürfte in Karlsruhe dabei sein. Archivfoto: Andreas Horn
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Pentala Harikrishna ist einer der Leistungsträger im Solinger Bundesliga-Team. Er dürfte in Karlsruhe dabei sein.

Die Vereine der Schach-Bundesliga einigen sich auf einen Kompromiss.

Von Thomas Rademacher

Eigentlich standen nur zwei Szenarien zur Auswahl: Entweder würde die im März ausgesetzte Schach-Bundesliga mit der derzeit sechtplatzierten SG Solingen im September an einem zentralen Ort zu Ende gespielt, oder die Saison würde bis Juni 2021 verlängert. Ganz so einfach fiel die Entscheidung auf der Konferenz der Vereine am Sonntagnachmittag dann aber doch nicht. Letztlich einigten sich die Bundesliga-Clubs auf einen Kompromiss: Die Saison wird verlängert, aber bis 2021 werden zwei Deutsche Meister ausgespielt.

„Unabhängig wie die Saison fortgesetzt werden soll, bedarf es einer Dreiviertelmehrheit“, erläutert Oliver Kniest, der für die SG Solingen an der Konferenz teilnahm. „Die ist bei der auch von uns favorisierten zentralen Endrunde aber recht klar gescheitert.“ Die Gründe dafür seien vielfältig. Vor allem sorgen sich die Teams um Reisebeschränkungen für ihre Profis. „Und einige Clubs haben das Problem, dass sie berufstätige Spieler nicht für eine Woche ans Schachbrett bekommen“, sagt der SG-Vorsitzende. Gerade im Abstiegskampf könnten diese Probleme für Wettbewerbsverzerrungen sorgen, so dass das seitens fast aller Spitzenteams favorisierte zentrale Modell nicht mehrheitsfähig war.

So einigten sich die Vereine auf einen Mittelweg. Die laufende Saison wird tatsächlich erst im Frühjahr 2021 zu Ende gespielt. Ein Deutscher Meister 2021 wird dann genauso ausgespielt wie die Absteiger. Doch es wird darüber hinaus einen Deutschen Meister 2020 geben. So einigte man sich für die Vergabe dieses Titels auf ein zentrales Modell, das der gerade erfolgten Titelvergabe im Basketball ähnelt:

Sechs bis acht Mannschaften treffen sich in der zweiten September-Hälfte in Karlsruhe, um den Meister auszuspielen. „Jeder trifft auf jeden. Bei dem Turnier geht es von null los“, erläutert Kniest. Die Solinger werden neben Baden Baden, Deizisau, Bremen, Viernheim und Bayern München definitiv dabei sein. „Das sind die Topteams der Bundesliga – ohne Hockenheim“, weiß der SG-Vorsitzende. Ob der Tabellenzweite der ruhenden Liga startet, ist noch nicht sicher. „Die Hockenheimer wären aktuell stark von Reisebeschränkungen betroffen.“ Fest steht für Kniest: „Wir werden versuchen, ein möglichst starkes Team an die Bretter zu kriegen.“ Kein Wunder, schließlich war es wohl noch nie möglich, so einfach in ein paar Tagen Deutscher Meister zu werden.

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