Fußball

Spaß und Spiel treiben Stefanie Weide an

Stefanie Weide und der Fußball-Verband Niederrhein: Eine Beziehung, die seit Jahren vorzüglich funktioniert. Fotos: FVN
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Stefanie Weide und der Fußball-Verband Niederrhein: Eine Beziehung, die seit Jahren vorzüglich funktioniert.

Die Solingerin übt seit Jahren im Fußball-Verband Niederrhein zahlreiche Ämter ehrenamtlich aus.

Von Fabian Herzog

Wie hier im August 2021 bei einer Verbandstagung für den Mädchen- und Frauenfußball leitet Weide beim FVN immer wieder auch Workshops.

Beim Fußballverband Niederrhein ist sie stellvertretende Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, stellvertretende Vorsitzende der Kommission Spielbetrieb und Staffelleiterin sowohl im Männer- (Bezirksliga-Gruppe 2 und 3 mit den Teams des Remscheider Kreises) als auch im Frauenbereich (Niederrheinpokal, Landesliga-Gruppe 2, Bezirksliga-Gruppe 5). Und als ob all diese ehrenamtlich ausgeführten Tätigkeiten noch nicht reichen würden, hat Stefanie Weide auch noch den Posten als Beisitzerin des Frauenfußballausschusses im Westdeutschen Fußball-Verband übernommen. Oder, um es anders zu sagen: Es gibt (fast) nichts, was die Solingerin beim FVN nicht macht. „Es vergeht tatsächlich kein Tag, an dem ich nicht mit mindestens einer dieser Aufgaben zu tun habe“, erzählt Weide, die als Motivation und Antrieb eine simple, aber absolut nachvollziehbare Begründung nennt: „Es macht mir eben einfach Spaß.“

Ähnlich plausibel klingt ihre Argumentation, wie und warum für sie alles begann. Vor 15 Jahren circa war Weide mit ihrer Tochter Jasmin, der heutigen Spielertrainerin des Niederrheinligisten SV Eintracht, bei einem Freundschaftsturnier. Bei der Siegerehrung passierte es. „Für die Jungen-Teams gab es Pokale und Urkunden, für die Mädchen McDonalds-Spielzeug“, erinnert sie sich. „Das fand ich nicht gut und hat mich so gefuchst.“ Also begann Weide, sich zu engagieren. Erst als Betreuerin auf Kreisebene, wo sie über Mädchenreferentin Britta Meyer auf den Geschmack gebracht wurde. Seit der Saison 2008/2009 dann als Funktionärin auch beim FVN.

„Ich mache das alles so lange weiter, wie es mir Spaß bereitet.“

Stefanie Weide, Fußball-Funktionärin

Dabei hielt sich ihre Fußballaffinität lange in Grenzen. „Zwei Jahre habe ich früher selbst gespielt“, erzählt Stefanie Weide. Im Eintracht-Trikot entwickelte sich aber keine große Leidenschaft. „Handball fand ich viel spannender.“ 18 Jahre lang spielte sie, lief für den WMTV und später lange für den PSV auf. Erst durch ihre Töchter Jasmin (heute 25) und Fabienne (27) landete sie wieder im Fußballbereich.

Klar, dass sie eine besondere Beziehung zur Eintracht hat. Ihr Ehemann Christian trainiert die 2. Frauen-Mannschaft, ihr Bruder Thorben Vetter ist seit vergangenem Sommer Co-Trainer der Ersten. Mitglied ist Stefanie Weide aber bei einem anderen Verein: beim SC Leichlingen. „Bis vergangenen Juni und von 2013 an war ich dort auch Jugendleiterin“, sagt die umtriebige 51-Jährige. Aber irgendwann stieß eben auch die Sachbearbeiterin eines Patentanwalts in Wuppertal an ihre Grenzen.

Erst recht in Zeiten von Corona, die auch die Funktionäre des Fußball-Verbandes vor zuvor ungeahnte Herausforderungen stellte und noch immer stellt. „Wir waren in diesem Jahr in unglaublich viele Video-Sitzungen involviert“, berichtet die Solingerin. 80 Mal oder öfter sei auf digitale Weise konferiert worden. „Aber unseren Vorsitzenden Wolfgang Jades toppt diesbezüglich keiner. Der hat bei 135 Sitzungen aufgehört zu zählen.“

Bei aller Freude, die Weide an der ehrenamtlichen Tätigkeit im FVN hat, gibt es auch Dinge, die sie extrem ärgern. Vor allem die Reaktionen mancher Beteiligter auf die in den vergangenen 21 Monaten getroffenen Entscheidungen, die zum Teil für einen Shitstorm gegen den Verband sorgten. „Wir mussten ja für alle Eventualitäten planen und hatten oft gar keine andere Möglichkeit“, sagt Stefanie Weide. Groß war kurz vor der Winterpause die Aufregung, als wegen rapide steigender Infektionszahlen auch im Fußballbereich kurzfristig die 2G-Regel eingeführt wurde. „Da stand mein Telefon nicht mehr still.“

Ihre Begeisterung für die verschiedenen Ämter ist trotz aller Begleiterscheinungen ungebrochen. Pläne, ihr Engagement wieder herunterzuschrauben, gibt es daher (noch) nicht. Weide: „Ich mache das alles so lange weiter, wie es mir Spaß bereitet.“

Freizeit

Wenn Stefanie Weide, was selten vorkommt, mal nicht mit dem Job oder Verbandsaufgaben beschäftigt ist, genießt sie die Zeit mit ihren drei Hunden. „Eine Mischung aus Border Collie und Bobtail.“ Oder sie fiebert mit den Fußballerinnen des MSV (früher FCR) Duisburg mit, die als Zweiter der 2. Bundesliga um den Aufstieg ins Oberhaus kämpfen. Gerne ist sie im Stadion live dabei, auch zum Männerfußball nach Leverkusen verschlägt es sie hin und wieder. Wenn die Zeit es zulässt.

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