Jugendhandball

Sieger HSV präsentiert sich als funktionierende Einheit

Emily Kramer (links) und der HSV hatten gegen Hannah Wirths BHC den längeren Atem und holten auf dem Weg zur möglichen Regionalliga-Vizemeisterschaft zwei wichtige Punkte. Foto: Christian Beier
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Emily Kramer (links) und der HSV hatten gegen Hannah Wirths BHC den längeren Atem und holten auf dem Weg zur möglichen Regionalliga-Vizemeisterschaft zwei wichtige Punkte.

BHC-B-Mädchen verlieren auch das zweite Derby.

Von Lutz Clauberg

Solingen. Der HSV Solingen-Gräfrath hat dank einer grandiosen kämpferischen Einstellung auch den zweiten Ortskampf in der B-Mädchen-Regionalliga für sich entschieden. Das 20:18 (8:10) gegen den Bergischen HC hält der Mannschaft von Ariane Bergfeld alle Möglichkeiten offen, den Vize-Titel unter Dach und Fach zu bringen. „Soweit ist es noch lange nicht. Aber davon zu träumen ist ja erlaubt“, sagt die Trainerin. Der Zweite erreicht nämlich die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft mit zwei Ausscheidungsspielen gegen den Westfalen-Zweiten.

Fünf Spiele stehen aber noch auf dem Programm für den Verfolger des Tabellenführers Tus Königsdorf. Zweimal geht es gegen Neuss um Punkte, außerdem warten St. Tönis, Königsdorf und Leverkusen. „Außer Neuss und Biefang kann jeder jeden schlagen“, weiß Ariane Bergfeld. Womöglich leistet der BHC Schützenhilfe, für den sogar Rang vier auf der Kippe steht. Das Team von Thomas Goertz, mit schon fünf Niederlagen weit zurück in der Tabelle und noch weiter entfernt von den eigenen, auch vor dem Saisonstart formulierten hohen Ansprüchen, spielt unter anderem noch gegen St. Tönis, Leverkusen und Merkstein. Platz vier ist wichtig, weil dann die direkte Qualifikation für die Regionalliga-Spielzeit 2022/23 gesichert ist.

Wir haben der starken rechten BHC-Seite kaum noch Raum gelassen.

HSV-Trainerin Ariane Bergfeld

Bis zum Halbzeitpfiff des alleine leitenden Referees Kilian Kiehn sprach einiges für die Revanche des BHC, der im ersten Stadtduell mit 13:15 den Kürzeren zog und dabei eigentlich nie eine reelle Chance hatte. Die Gäste zeigten die bessere Spielanlage, deckten vernünftig und müssen sich nur ankreiden lassen, den zunächst indisponierten Gegner nicht schon zur Pause komplett auf Abstand gehalten zu haben. Denn das Blatt wendete sich. Der HSV deckte fortan nicht nur deutlich knackiger, sondern auch mit einem anderen System. Die tolle 5:1-Abwehr war der Schlüssel zum Sieg.

„Wir haben uns reingekämpft und der starken rechten BHC-Seite kaum noch Raum gelassen“, freute sich Bergfeld über eine kämpferisch überragende Vorstellung. „Wir hatten damit gerechnet, dass der HSV von Anfang an offensiv verteidigen würde“, meinte Goertz. Jugendnationalspielerin Hannah Wirth, handballerisch die Beste in der mit über 100 Zuschauern gut besuchten Sporthalle Kannenhof, und Lucy Krahwinkel kamen nicht mehr entscheidend zur Entfaltung; Krahwinkel hatte zudem einiges Wurfpech.

Beim auf der Torhüter-Position besser besetzten HSV war die Last verteilt. In der Abwehr verdiente sich unter anderem Lisa Puschmann ein Sonderlob. Auffälligste Gräfratherin war Emily Kramer, der das Ärmelaufkrempeln in jeder Sekunde des Spiels anzusehen war. Sie ließ Taten folgen, riss alle anderen mit, war somit entscheidend an der Aufholjagd beteiligt und ließ sich auch von einem verworfenen Siebenmeter beim Stand von 15:15 in der 40. Minute nicht schocken. Futter am Kreis bekam Emily Kramer meist von Franziska Thomas. Der BHC bäumte sich mit Hannah Wirth und Mia Schriever noch einmal auf, vergab jedoch durch Lucy Krahwinkel die große Chance, mit 18:17 in Führung zu gehen. Der HSV agierte fortan clever und zielgerichtet – und gewann verdient.

HSV: F. Manthey, Wahlen: Kramer (6, 2), D. Manthey (4), Schlösser (3), Puschmann (2), Barth (2, 1) Thomas (1), Bauer (1), Willich (1), Salonski, Metozzi, Leenen, Jüntgen

BHC: Lindemann, Clever; Wirth (6), Krahwinkel (4), Schriever (3), Schröder (2), Becker (2), Boddenberg (1), Gökkaya, Otten, Peschke, Themann, Emgen, Reinhardt

A-Mädchen

Ausfall: Das Duell HSV gegen BHC wurde Corona bedingt kurzfristig gestrichen. Für den HSV ein Dilemma. Sieben Regionalliga-Begegnungen müssen nachgeholt werden, die erste am Dienstag (8. März) gegen die Panther (20.30 Uhr, Klingenhalle).

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