Football

Paladins testen auf die ganz besondere Weise

68 Tests fürs Team und Umfeld wurden durchgeführt, 68 Mal war das Ergebnis negativ.
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68 Tests fürs Team und Umfeld wurden durchgeführt, 68 Mal war das Ergebnis negativ.

Zweitliga-Footballer betreiben großen Aufwand für ihre Trainingseinheit

Solingen. Es war im Ansatz ein Aufwand, wie er für ein Spiel in der German Football League 2 notwendig ist. Und um genau dorthin zu kommen, unterzogen sich die Paladins gerne dem Test- und Sportgeschehen. „Am 5. Juni soll der Saisonstart erfolgen, dafür wollen wir gewappnet sein“, nannte der 2. Vorsitzende Ingo Hübner den Beweggrund für die erste Trainingseinheit des ganzen Kaders auf dem Kunstrasen an der Adolf-Clarenbach-Straße. „Im Rahmen der Möglichkeiten sind wir zufrieden und guter Dinge“, weiß der neue Headcoach Michael Tiedge, dass man nicht an dem Punkt steht, wie es normal der Fall wäre.

52 Spieler kamen am Samstag auf das Areal rund um die Heimstätte Walder Stadion. Sie waren ebenso wie Trainer und Funktions-Crew angewiesen worden, alleine im Auto den Parkplatz zu befahren. Dort wurden sie per Schnelltest auf das Coronavirus getestet, ein Ärzte- und Helfer-Team übernahm die Aufgabe professionell. Mit Erledigung der Untersuchung – alle Tests wiesen nach rund 15-minütiger Wartezeit ein negatives Ergebnis auf – ging es für die Solinger Footballer weiter in Richtung Kabinen, vor denen sie auf Abstand sitzend ausharren konnten, bis der Startschuss samt Registrierung per Luca-App zum heiß ersehnten Training fiel.

Pilotprojekt für Stufe zwei ist von Dankbarkeit geprägt

„Die Jungs haben vier Wochen nur Technik und Kondition trainiert, ohne körperlichen Kontakt zu haben. Entsprechend war die Resonanz jetzt sehr gut“, sprach Vorstandschef Denis Palenschat innerhalb der Paladins-Familie von gegenseitiger Dankbarkeit. Preiswert ist das Pilotprojekt für die zweite Stufe der Saisonvorbereitung keineswegs. Für Material inklusive der Tests mussten 2500 Euro aufgebracht werden, welches für sechs, sieben Trainingseinheiten reichen wird. Hinzu kommen pro Tag weitere Kosten in Höhe von 400 Euro und eben ein hoher organisatorischer Aufwand – drei Stunden „echtes“ Training mit einem Offense-Defense-Vergleich über rund 25 Minuten hatten ihren Preis. „Alle waren dem Corona-Rost zum Trotz glücklich. Am Ende der Einheit war völlige Erschöpfung erkennbar, aber mit einem Grinsen“, sagte Ingo Hübner, dessen Club sich natürlich auch über die große Disziplin aller Beteiligten freute und einen Wunsch äußerte: zusätzliche Unterstützung durch Sponsoren bei den Extra-Kosten oder sogar durch ein Testzentrum im Rahmen der Betreuung.

Auch wenn der Kopf angesichts Corona nicht vollständig frei war, genossen die Paladins das Training.

Für ihn, Tiedge, Palenschat und die anderen Verantwortlichen im Verein gibt es keine Alternative, denn nach einem Jahr ohne jegliche Zweitliga-Aktion soll es davon ab Juni reichlich geben. „Es geht darum, wieder unser Produkt Football präsentieren zu können. Aber natürlich wollen wir uns auch solide im Mittelfeld festsetzen“, gibt Hübner die sportliche Marschroute aus – die neben Zuwachs aus der Region wie Quarterback Jeremy Konzack (vorher Langenfeld) auch möglichst vier Import-Spieler (zwei sind da) erfüllen sollen. Damit der als Profisport eingestufte Football seinen Stellenwert in der Klingenstadt unter Beweis stellen kann. Auch bei den Heimspielen im Walder Stadion und vielleicht vor Zuschauern.

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