Faustball

Ohligser NRW-Gallier wollen zurück ins Oberhaus

Die OTV-Faustballerinnen in der Saison 2021: (hinten, v. l.) Kaja Hutz, Sandra Janoschek, Jacqueline Börste, Annika Schröder, (Mitte, v. l.) Katja Hofmann, Lina Hasenjäger, Katharina Gnädig, (vorne, v. l.) Lina Steinhaus und Jana Hasenjäger. Es fehlt: Verena Heidelberg. Foto: OTV/Meike Hutz
+
Die OTV-Faustballerinnen in der Saison 2021: (hinten, v. l.) Kaja Hutz, Sandra Janoschek, Jacqueline Börste, Annika Schröder, (Mitte, v. l.) Katja Hofmann, Lina Hasenjäger, Katharina Gnädig, (vorne, v. l.) Lina Steinhaus und Jana Hasenjäger. Es fehlt: Verena Heidelberg.

Zweitligastart im Faustball beginnt am Wochenende – die Frauen haben den Aufstieg, die Männer den Klassenerhalt im Visier.

Solingen. Nach dem Tennis und dem American Football meldet sich am kommenden Wochenende die nächste Solinger Sportart aus der Corona-Zwangspause zurück. Die Zweitliga-Faustballerinnen und Faustballer des Ohligser TV starten nach ausgefallener Hallen- in ihre Feldsaison und wollen dort – obwohl von einer planmäßigen Vorbereitung keine Rede sein kann – erfolgreich abschneiden. Was beide Mannschaften unterschiedlich definieren.

Normalerweise beginnt die Spielzeit unter freiem Himmel Anfang Mai. Normalerweise bereiten sich die OTV-Teams darauf intensiv vor, nehmen gerne an Turnieren in Hannover oder Karlsdorf teil. Aber was ist in diesen Tagen schon noch normal? Erst seit wenigen Tagen darf die Faustball-Abteilung wieder trainieren. Zuerst noch kontaktlos in Kleingruppen, dann nur noch mit geringen Einschränkungen. Dennoch alles andere als optimal.

OTV-Frauen konnten erst später wieder trainieren als ihre Gegner aus Niedersachsen - ein Nachteil

Nun wird manch einer sagen: Unter Corona hatten doch alle Teams zu kämpfen. Stimmt generell auch, aber speziell bei den Frauen ist ein Ungleichgewicht entstanden. Denn die sieben Gegner des OTV in der Nord-Gruppe sind alle in Niedersachsen zu Hause, wo die Inzidenzzahlen deutlich früher Training zugelassen hatten, während die Ohligserinnen nach dem Rückzug des TuS Spenge einziges Team aus Nordrhein-Westfalen sind. Ein klarer Wettbewerbsnachteil. „Wir wollen trotzdem wieder hoch“, sagt Kaja Hutz, die Teamsprecherin der NRW-Gallier aus.

Rückblick: 2019 waren die Ohligserinnen mit 10:22-Punkten relativ unglücklich aus der 1. Liga abgestiegen. „Wir haben aber gut mitgehalten“, erinnert sich die Führungsspielerin, die mit ihrer Mannschaft ein Jahr später zu gerne direkt wieder ins Oberhaus zurückgekehrt wäre. Doch wegen der Pandemie wurde in 2020 nur eine Minisaison gespielt, die ein Muster ohne Wert weil ohne Auf- und Absteiger blieb. Immerhin: Die OTV-Frauen gewannen alle ihre sechs Partien, gaben nur drei Sätze ab und bewiesen, dass der zuvor eingeleitete personelle Umbruch funktionierte und sie eigentlich zu Höherem berufen sind.

Große personelle Veränderungen gibt es für den Angriff auf die Erstliga-Rückkehr nicht

Dies wollen sie auch direkt am Sonntag zeigen, wenn es ab 11 Uhr auf der heimischen Außenanlage des ESV Wuppertal zum Saisonauftakt zu den Duellen mit dem Wardenburger TV 2 und dem TV Brettorf 3 kommt. Jeweils sind die Ohligserinnen klar favorisiert, die sich im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde keinen Ausrutscher erlauben dürfen. Denn es wird wegen des späten Starts nur eine einfache Runde ohne Rückrunde gespielt. Nach nur sieben Partien gilt es also, einen Platz unter den ersten beiden Mannschaften zu sichern.

Große personelle Veränderungen gibt es für den Angriff auf die Erstliga-Rückkehr nicht. Jessica Marks fehlt in diesem Jahr, hat dafür aber den wahrscheinlich schönsten aller Gründe: Sie ist schwanger. Neu ist dafür Katharina Gnädig, die aus beruflichen Gründen aus Schleswig-Holstein nach Wuppertal gezogen ist.

Wir wollen nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Benjamin Otto, Teamsprecher der Männer

Auf noch mehr Bewährtes setzen die OTV-Männer, die mit Bengt Hetkamp (nach Hamm) einen Abgang zu verzeichnen haben. Einmal mehr soll der Mix aus Erfahrung und Jugend zum Erfolg führen, den der erneute Klassenverbleib darstellen würde. „Wir wollen nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben“, sagt Benjamin Otto, der Sprecher des Teams, der gemeinsam mit Christoph Groß und Timo Schatzschneider das Fehlen eines Trainers kompensiert.

Die Männermannschaft haben den Klassenerhalt im Visier.

Los geht die ebenfalls als Einfachrunde gespielte Saison am kommenden Samstag (15 Uhr) beim TV Wahlscheid, wo auch der Tus Spenge ein Gegner ist. „Das sind gleich zwei direkte Konkurrenten“, meint Otto. Vor einem Jahr, in der Kurz-Saison ohne Wertung, hatten er und seine Mannschaft eine relativ souveräne Rolle gespielt, auch 2019 konnte sich die Ausbeute von 12:20-Punkten sehen lassen. „So stellen wir uns das wieder vor“, sagt der Angreifer.

Im Gegensatz zu den Frauen konnten die Männer immerhin ein kleines Vorbereitungsturnier mit dem Leichlinger TV absolvieren. Otto: „Es war wichtig, vor dem Start noch mal Spielpraxis zu sammeln.“

Saison 2021

Spielplan: Nach dem Auftakt am Wochenende werden die anschließenden Partien am 3./4. Juli, 10. Juli (nur Männer) und 24./25. Juli als Doppel- oder bei den Frauen zum Teil auch als Dreifach-Spieltage ausgetragen.

Aufstiegsrunde: Am 15. August werden die besten Teams der verschiedenen Staffeln die Aufsteiger ermitteln. Dazu wollen auch die OTV-Frauen gehören, die sich um die Ausrichtung beworben und die Zusage bekommen haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf
Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf
Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf
Becker und Holzknecht sind rundum begeistert
Becker und Holzknecht sind rundum begeistert
Becker und Holzknecht sind rundum begeistert
Paulina Holzknecht sattelt ganz um
Paulina Holzknecht sattelt ganz um
Paulina Holzknecht sattelt ganz um
Deinet peilt das Finale über 200 m an
Deinet peilt das Finale über 200 m an
Deinet peilt das Finale über 200 m an

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare