Tennis

Lockerheit und Druck prägen das Spiel des STC-Talents

Laura Mertens mit ihrem Bruder Nico, Stammkraft des STC-Drittliga-Teams.
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Laura Mertens mit ihrem Bruder Nico, Stammkraft des STC-Drittliga-Teams.

Laura Mertens punktet mit 15 Jahren schon in der 1. Verbandsliga

Von Sonja Bick

Solingen. Zwei Einzel hat Laura Mertens in der 1. Tennis-Verbandsliga in dieser Winter-Saison gespielt. Und beide Male ist sie als Siegerin vom Platz gegangen. Damit hat sie einen großen Anteil daran, dass der Solinger TC 02 auf einem guten dritten Tabellenplatz überwintert. „Ich mache mir eigentlich nicht viele Gedanken“, antwortet die Zehntklässlerin auf die Frage, ob sie mit einem solch guten Einstand gerechnet habe. „Ich spiele einfach und gucke wie es läuft.“

Seit dieser Hallen-Saison schlägt die Hildenerin für Widdert auf. Zuvor spielte sie zwölf Jahre lang für den dort ansässigen TC Stadtwald. „Ich habe schon mit drei Jahren dort angefangen“, sagt die Gymnasiastin, die aus einer richtigen Tennis-Familie stammt. Ihre Eltern sind ebenso Tennis-begeistert wie ihre vier Geschwister. Ihr ältester Bruder Jan spielt noch für Hilden, ebenso Marco und Lena, die aber in Solingen Training geben. Am bekanntesten ist den Tennis-Fans ihr 27 Jahre alter Bruder Nico Mertens, der seit Jahren fester Teil der 1. STC-Herren-Mannschaft ist.

Doch auch die Jüngste der Familie ist nicht erst seit ein paar Monaten an der Widderter Straße zu finden. Drei Mal in der Woche kommt sie mit dem Roller aus Hilden zum Training – und das schon länger. „Ich trainiere bereits seit fünf Jahren bei Karsten Saniter und auch bei Gero Kretschmer. Und Anika Kurt kennt mich, seit ich krabbeln kann“, ergänzt die 15-Jährige. Nun spielen beide in einer Mannschaft. Kurt an Position 3, Mertens an 4. „Alle sind sehr nett, und es macht total viel Spaß.“

Mertens liebt das Spiel mit einer gewissen Portion Risiko

Der Wechsel von Hilden nach Solingen sei natürlich trotzdem komisch gewesen, „weil ich immer dort gespielt habe und quasi in dem Verein aufgewachsen bin“. In der Sommersaison wird es wahrscheinlich noch ein wenig komischer, wenn sie mit ihrem neuen Verein auf den alten trifft. „Wir sind mit Hilden im Sommer aufgestiegen, Solingen ist abgestiegen – jetzt spielen beide in der 1. Verbandsliga“, erklärt Laura Mertens, die als Schwäche, ohne nachzudenken, ihren Aufschlag nennt. Ihr bester Schlag sei hingegen die Rückhand – und zwar longline, also die Linie lang. Ohnehin sei sie eher nicht so die abwartende Spielerin, sondern liebe das druckvolle Spiel mit einer gewissen Portion Risiko.

Für die zweite Saisonhälfte hofft Laura Mertens, dass sie möglichst oft dabei sein kann. Eine entzündete Sehne an der Hand sowie die Achillessehne sind aktuell ihre Baustellen: „Ich darf trotzdem weiter trainieren und habe zudem ein Programm vom Physio.“ Skifahren über Weihnachten in Österreich mit der ganzen Familie war zum Glück kein Problem. Und darauf hofft sie auch ab Mitte diesen Monats.

Wo es für sie sportlich gesehen mal hingehen soll? „Ich habe keine großartigen Ziele und lasse alles auf mich zukommen“, antwortet Laura Mertens sehr bescheiden. Diese Einstellung überrascht nicht. Denn mit Sicherheit werden weitere Siege dazukommen – im Einzel, vielleicht aber ja auch im Doppel, denn hier ist die Team-Jüngste bislang noch sieglos. Was sich am Samstag ab 14 Uhr im Heimspiel an der Widderter Straße gegen Etuf Essen schon durchaus ändern könnte.

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