Tennis

Laura Valkova bereichert den STC 02

Laura Valkova hat in dieser Saison bislang vier Mal das Spitzeneinzel für den STC absolviert. Ihre Bilanz ist ausgeglichen. Foto: Moritz Alex
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Laura Valkova hat in dieser Saison bislang vier Mal das Spitzeneinzel für den STC absolviert. Ihre Bilanz ist ausgeglichen.

Tennis: Slowakin landet über die USA und Mainz in Solingen

Von Sonja Bick

Laura Valkovas „Spieltag“ beginnt meist etwa 24 Stunden vor dem offiziellen Start samstags um 13 Uhr. Freitagnachmittags macht sich die derzeitige Nummer eins des Solinger TC 02 auf den Weg zu ihrem Team. 200 Kilometer von Mainz nach Solingen liegen dann vor ihr. In der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz wohnt die Slowakin seit zwei Jahren – gemeinsam mit ihrem deutschen Freund. Seit dieser Saison spielt die 27-Jährige für das Solinger Niederrheinliga-Team.

Ihre erste Station ist das Zuhause von Johanna Kern, ehe es gemeinsam zur Widderter Straße geht. Training mit der Mannschaft und gemeinsames Essen stehen dann auf dem Plan. Anschließend übernachtet die Slowakin bei der STC-Spielführerin, um samstags ab 13 Uhr um Punkte zu kämpfen. Noch am selben Abend geht es dann zurück nach Mainz. Doch auch für die routinierte 27-Jährige gab es bei der Heimspiel-Premiere nichts zu holen. 0:9 hieß es am Ende gegen den Tabellenführer TC Bredeney 3. Zu stark war ihre Gegnerin, die belgische Nummer eins der Essenerinnen, Sofie Oyen. Ihr flaches, schnelles, aggressives Spiel konnte Valkova beim 0:6, 1:6 zu selten erfolgreich aufziehen.

„Ich bin sehr glücklich, in einem tollen Solinger Team zu spielen.“

Laura Valkova, STC-Spielerin

Ohnehin holten die Gastgeberinnen in den sechs Einzeln nur sechs Spiele. Während Anika Kurt, Sophia Gneuß und Maja Pleithner, die aus der zweiten Mannschaft aushalf, das Feld mit 0:6, 0:6 verlassen mussten, war Johanna Kern mit 2:6, 2:6 noch am „erfolgreichsten“. „Wahnsinn, mit was für einer Mannschaft die in der Niederrheinliga hier angetreten sind“, sagte die Mannschaftsführerin, die im Vorfeld mit einer deutlichen Niederlage gerechnet hatte. „Vor zwei Jahren in der Regionalliga haben sie mit einem ähnlichen Team hier gespielt. Damals waren wir besser aufgestellt und haben trotzdem 1:8 verloren.“ Zwischenzeitlich sah es nach einem identischen Endergebnis aus, denn Anika Kurt und Annika Bruchhaus hatten in ihrem zweiten Doppel den ersten Satz geholt und führten im Match-Tiebreak mit 9:6 – am Ende hieß es aber ziemlich unglücklich 9:11. „Das war sehr bitter“, resümierte Kern. „Sonst hätten wir wenigstens den Ehrenpunkt gehabt.“

Die 21-Jährige trat im ersten Doppel mit Laura Valkova an – was durchaus auch schon erfolgreich war in dieser Saison. Beide sind bereits seit vier Jahren befreundet. Sie lernten sich an der Palm Beach Atlantic University in Florida kennen: Kern spielte für das dortige Tennis-Team, Valkova war Assistenz-Trainerin. „Wir haben uns damals schon sehr gut verstanden“, sagt die 21-Jährige. „Laura ist eine absolute Bereicherung für unser Team und bringt einen super Teamgeist mit.“ Auch die Slowakin ist absolut happy: „Ich bin sehr glücklich, in einem tollen Solinger Team zu spielen.“

Dabei hofft sie natürlich auf ein Happy-End, also den Klassenerhalt. Ob der gelingt, wird sich erst Ende August zeigen. Zunächst pausiert der Spielbetrieb in der Niederrheinliga nun sechs Wochen. Ab dem 14. August geht es für den Tabellensechsten weiter. Drei Heimspiele stehen noch an – zunächst gegen den Rochusclub, dann kommt der Netzballverein Velbert nach Solingen (21.8.), ehe das Duell gegen Bayer Wuppertal die Entscheidung bringen dürfte (28.8.).

Die Zeit soll für intensives Training und eventuell das eine oder andere Turnier genutzt werden. „Wir haben alle keine Spielpraxis“, sagt Kern, die auch „Team-Zeit“ einplant. Zudem hofft die 21-Jährige darauf, dass die Niederländerinnen Daevenia Achong, Marcella Koek und Kim Rus einsatzbereit sein werden. Egal, wie die Aufstellung genau aussieht: Laura Valkova wird sich definitiv wieder ins Auto setzen, nach Solingen fahren und für den STC alles geben – dann vielleicht erfolgreicher als es beim ersten Heimspiel der Fall war.

Laura Valkova

Anfänge: Im Alter von vier Jahren hat Laura Valkova mit dem Tennissport begonnen. „Ich habe meiner Mutter nachgeeifert“, sagt die 27-Jährige, die bei den unter Zwölfjährigen in der Slowakei zur Top-Ten gehörte. Mit 19 Jahren ging sie in die USA und spielte dort für die University of South Alabama. Vier Jahre ging sie an Position 1 und 2 in die Spiele und blieb im ersten Jahr im Einzel und Doppel ungeschlagen.

Privat: In den USA lernte sie auch ihren deutschen Freund kennen, mit dem sie 2019 nach Mainz zog. Als sie den Bachelor in Business Administration in der Tasche hatte, wechselte wie für ihren Master an die Palm Beach Atlantic University in Florida, wo sie Johanna Kern traf. Beruflich ist Valkova im Onlinebereich tätig.

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