Laufen

Hundeborn muss zum ersten Mal in ihrer Karriere aufgeben

Inga Hundeborn bewies Kämpferqualitäten. Foto: Manuel Quirl
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Inga Hundeborn bewies Kämpferqualitäten.

Solinger Langstreckenläuferin stößt beim Transalpinlauf an ihre Grenzen.

Von Daniel Bernards

Solingen. Die Teilnahme am Transalpinlauf, einer siebentägigen, drei Länder passierenden Tour durch die Alpen, wurde für Inga Hundeborn erwartungsgemäß zur großen sportlichen Herausforderung. Die Solinger Langstreckenläuferin trat zusammen mit ihrem Laufpartner Deniz Tschammler die insgesamt 255 Kilometer lange Strecke an – verlor diesen aber nach dessen Aufgabe bereits am ersten Tag und war so eine Zeitlang auf sich alleine gestellt.

Doch das Quälen durch die eigentlich so reizvolle Bergwelt tat der 24-jährigen Ausdauersportlerin nicht gut: „Ich habe mich bereits am zweiten Tag total übernommen und Füße sowie Muskulatur völlig zerstört“, berichtete sie. Nur zu Beginn startete Hundeborn an diesem zweiten Tag mit einem neuen Laufpartner, den sie aber schnell wieder aus den Augen verlor. Immerhin gab es am dritten Tag läuferische und mentale Begleitung durch zwei befreundete niederländische Lauffreundinnen. Dennoch: An Tag Nummer vier ging nicht mehr viel. Nach elf Kilometern musste Inga Hundeborn das Rennen mit Kreislaufproblemen, Blasen an den Füßen und schweren Beinen vorzeitig verlassen. „Meine erster vorzeitiger Ausstieg in all den vielen Läuferinnenjahren.“

Doch wer die angehende Medizinerin kennt, weiß um ihre Nehmer- und Kämpferqualitäten. Denn der Bergsprint über 8,5 Kilometer, einschließlich 850 Höhenmeter im Aufstieg, an Tag fünf wurde nicht einfach nur wie geplant „als Abschluss“ der eigentlich sieben Etappen dauernden Veranstaltung mitgenommen: Stattdessen legte die SLC-Athletin in 1:03 Stunden die beste Zeit aller Teilnehmerinnen hin, wenngleich sie in der offiziellen Wertung nicht mehr geführt wurde.

Ein überraschender und gleichermaßen erfreulicher Abschluss aufregender und herausfordernder Tage, nach denen trotz alledem das Fazit bleibt: „In der nächsten Saison werde ich mich wieder den kürzeren und nicht ganz so steilen Strecken widmen, die mir offensichtlich um einiges besser liegen.“ Sie bereut allerdings nichts: „Es bleibt ein tolles Erlebnis, allein der Landschaft wegen. Aber die extremen technischen Schwierigkeiten waren am Ende doch etwas mehr, als ich mir das vorgestellt hatte.“

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