Handball

Schaffen die HSV-Frauen voller Vorfreude den ersten Sieg?

Das offizielle Mannschaftsfoto des HSV Solingen-Gräfrath entstand im Schulungszentrum des Sponsors Gebrüder Becker. Oben von links: Stefan Bögel (Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH), Physiotherapeut Carsten Walonka, Jette Clauberg, Luca Tesche, Jule Wolsz, Nele Weyh, Lara Karathanassis, Trainerin Kerstin Reckenthäler, Mandy Reinarz, Vanessa Brandt, Melina Fabisch, Franziska Penz, Carina Senel, Torwart-Trainer Christoph Beutner, Athletik-Trainer Nils Haller; vorne: Sandra Münch, Lucy Jörgens, Merit Müller, Lisa Fahnenbruck, Natascha Krückemeier, Sena Gün, Hannah Kamp, Cassandra Nanfack und Co-Trainerin Steffi Osenberg. Foto: HSV
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Das offizielle Mannschaftsfoto des HSV Solingen-Gräfrath entstand im Schulungszentrum des Sponsors Gebrüder Becker. Oben von links: Stefan Bögel (Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH), Physiotherapeut Carsten Walonka, Jette Clauberg, Luca Tesche, Jule Wolsz, Nele Weyh, Lara Karathanassis, Trainerin Kerstin Reckenthäler, Mandy Reinarz, Vanessa Brandt, Melina Fabisch, Franziska Penz, Carina Senel, Torwart-Trainer Christoph Beutner, Athletik-Trainer Nils Haller; vorne: Sandra Münch, Lucy Jörgens, Merit Müller, Lisa Fahnenbruck, Natascha Krückemeier, Sena Gün, Hannah Kamp, Cassandra Nanfack und Co-Trainerin Steffi Osenberg.

Zweitliga-Auftakt in Bremen: Der HSV lässt in Sachen Saisonziel die Kirche im Dorf.

Solingen. Der HSV Solingen-Gräfrath hat es in ziemlich kurzer Zeit geschafft, seinen Bekanntheitsgrad in Handball-Deutschland um einiges zu erhöhen. War in der Premieren-Zweitliga-Saison 2019/2020 der Klassenerhalt auf Grund des coronabedingten Abbruchs nach dem 22. Spieltag und des damit verbundenen Beschlusses, den Abstieg auszusetzen, gelungen, legte Kerstin Reckenthälers tolle Truppe eine fast schon sensationell gute Spielzeit 20/21 hin. Nach 26 Runden standen 31 Zähler auf der Habenseite – das bedeutete Platz fünf, mit dem niemand gerechnet hatte.

„Jetzt denken wahrscheinlich viele Außenstehende, das geht jetzt schön so weiter“, sagt Stefan Bögel, der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH. „Das wäre zwar schön, ist aber eher unrealistisch. Es sind ja jetzt 16 Mannschaften in der 2. Bundesliga, darunter drei Absteiger aus der 1. Liga.“ Frisch Auf Göppingen haben er und Kerstin Reckenthäler als Top-Favoriten auf der Rechnung. „Die wollen ganz bestimmt sofort wieder hoch“, meint die Trainerin. „Mit dem Abstieg hatten sie überhaupt nicht gerechnet.“ Bögel hat außerdem den amtierenden „Vize“ Füchse Berlin auf der Rechnung, dazu Herrenberg, und er schätzt den SV Werder Bremen stark ein. „Die haben gut eingekauft.“

Wir legen großen Wert darauf, dass es menschlich passt

Stefan Bögel, HSV-Chef

Für den HSV sei es ein großer Erfolg, „am Ende des Tages im gesicherten Mittelfeld zu landen. Erste Priorität hat der Klassenerhalt. Schön wäre es, wenn die dafür notwendigen Punkte so schnell wie möglich zu holen, damit wir Planungssicherheit haben.“ Reckenthäler ergänzt: „Andere wie der VfL Waiblingen haben sich prominent verstärkt, wir bei weitem nicht so spektakulär.“ Dafür aber stimme das Mannschaftsgefüge. Bögel: „Wir legen großen Wert darauf, dass es menschlich passt.“

Am Samstag um 18.30 Uhr erfolgt der Anpfiff für die HSV-Damen

Am Samstag um 18.30 Uhr erfolgt der Anpfiff in der Bremer Klaus Dieter Fischer-Halle. „Wir freuen uns alle sehr. Das ist ja das, worauf wir hinarbeiten nach einer anstrengenden Vorbereitung: endlich wieder um Punkte zu spielen“, findet Reckenthäler. Gewonnen hat der HSV an der Weser übrigens noch nie: 27:27 hieß es am 16. November 2019, am 13. Februar 2021 hatte Werder mit 26:24 die Nase vorne. Am 12. September 2020 entschied der furios auftrumpfende HSV sein Heimspiel mit 31:22 für sich. „Ich rechne damit, dass Bremen andere Ziele als voriges Jahr verfolgt“, hält sich Reckenthäler mit Prognosen vornehm zurück.

Personell ist der HSV gut aufgestellt – abgesehen von den Langzeit-Verletzten Melina Fabisch und Lucy Jörgens fährt nur Jette Clauberg nicht mit. Sie besitzt ein Zweitspielrecht für den Drittligisten Tus Königsdorf und ist am Samstag ab 17 Uhr bei der HSG Rodgau Nieder-Roden gefordert. Referees sind übrigens die Solinger Matthias Hallmann und Lars Lieker. Hannah Kamp sitzt indes beim HSV mit auf der Bank, für sie käme ein Einsatz aber wohl noch zu früh. Und ein Risiko eingehen möchte ihre Trainerin nicht. „Wir haben ja mit Merit Müller und Jule Polsz zwei weitere Linkshänderinnen.“

Bremen muss zwar unter anderem auf das große Talent Naomi Cone (Kreuzbandriss) verzichten, sei aber laut Reckenthäler mit den starken Rückraumspielerinnen Nina Engel, Lena Thomas und Denise Engelke sowie Kreisläuferin Alina Defayay top besetzt.

Rund um den HSV

Deutscher Pokal: Am 2./3. Oktober hat der HSV in der zweiten Runde Heimrecht gegen den Liga-Konkurrenten 1. FSV Mainz 05. Beide hatten in Runde eins ein Freilos. Die Sieger der 16 Partien – je acht in den Gruppen Nord und Süd – erreichen das Achtelfinale. Das Final Four ist für den 28. und 29. Mai angesetzt.

Zertifikat: Senanur Gün, eine der drei HSV-Torhüterinnen, hat jetzt erfolgreich ihre Ausbildung zur zertifizierten DHB-Torwart-Trainerin abgeschlossen.

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