Reitsport-Festival

Gut Jagenberg: Reiter-Quartett nimmt Kurs auf Erfolg

Paulina Holzknecht, Fabienne Rautenbach, Pia Schein und Fritz Henrik Herrguth (v.l.) haben in diesem Jahr eine Menge vor. Foto: Christian Beier
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Paulina Holzknecht, Fabienne Rautenbach, Pia Schein und Fritz Henrik Herrguth (v.l.) haben in diesem Jahr eine Menge vor.

Nach dem Erfolg in 2021 laufen am Jagenberg die Planungen für ein zweites viertägiges Festival.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Die vier jungen Reitsportler vom Gut Jagenberg haben sich alle um Pferd Juliete Tilda gruppiert. Und lächeln gut gelaunt in die Kamera des ST-Fotografen. Kein Wunder, schließlich verspricht das gleichfalls noch junge Jahr 2022 für das Quartett ein erfolgreiches zu werden.

Die Aufbruchstimmung herrscht auf dem schön gelegenen Reitplatz des Vereins an der Burger Landstraße nicht nur, weil die quälende Zeit der ausgesetzten Turniere und Wettkämpfe vorüber ist. Sondern auch, weil alle vier zuletzt in ihren Disziplinen und Leistungsgruppen gute Platzierungen erringen konnten. Zudem haben Paulina Holzknecht und Pia Schein mit den Wallachen „Entertainer“ beziehungsweise „Power Point“ neue Partner für ihren Sport gefunden. „Seit zwei Wochen steht Entertainer nun hier auf dem Hof. Wir haben uns schon gut an aneinander gewöhnt und kommen prima zurecht“, erzählt Holzknecht.

„Spaß miteinander haben, schöne Erlebnisse teilen – das zahlt sich aus.“

Paulina Holzknecht über die „Beziehungsarbeit“

Sie musste erst jüngst den plötzlichen Tod ihres Erfolgspferdes „Ein Traum“ verkraften. Mit dem war die U25-Dressurreiterin von Medaille zu Medaille geritten. Die beiden gehörten auch zu den Teilnehmern am Piaff-Förderpreis. Ende des Jahres waren sie Sechste im Finale.

Die erste Wettkampf-Station ist nun der Sichtungs-Lehrgang in Warendorf, der traditionell für junge Grand Prix-Reiter bis 25 Jahre die Saison eröffnet. Mit ihm fiel in diesen Tagen der Startschuss im Piaff-Förderpreis, der auch 2022 wieder über vier Stationen zum Finale führt. Wer sich einen Startplatz in der Serie sichern kann, entscheidet sich während des Lehrgangs in einer abschließenden Trainingsprüfung.

Pia Schein, amtierende Rheinische Meisterin, sitzt nun statt auf Wallach „Dalicanto“ im Trainings- und Turnier-Sattel von „Power Point“. Mittelfristig sei diese Veränderung geplant gewesen, erzählt die 18-Jährige. „Allerdings ging es dann sehr schnell, als sich Dalicanto im Oktober verletzte und von jetzt auf gleich pausieren musste.“ Mit „Power Point“ gehört Pia Schein zum Landeskader der U18 und bereitet sich gerade auf das Sichtungs-Turnier ihrer Altersklasse vor. Für die Junioren geht es dazu Anfang April nach Kronberg im Taunus, zum „Preis der Besten“, wo sich das Duo eine gute Platzierung erhofft.

Ihre Freundin Fabienne Rautenbach, ebenfalls im Landeskader, freut sich auch auf alles, was die begonnene Saison 2022/23 noch für sie und ihr Pferd „Formidable“ bringen wird. Im Dezember hatte sich das Duo einen ersten Platz gesichert – Antrieb und Motivation für weiteres intensives Training mit Coach Paulina Holzknecht.

Fünf Tage verbringen die jungen Reiterinnen im Sattel „ihrer“ Pferde, davon die meiste Zeit mit intensiver Arbeit. Wichtig sei für Pferd und Reiter aber auch immer, Freizeit miteinander zu verbringen. Sprich: einfach mal zusammen ausreiten. „Spaß miteinander haben, schöne Erlebnisse teilen – das ist Beziehungsarbeit, die sich im Training spürbar auszahlt“, sagt Holzknecht als Trainerin.

Etwas, das auch Fritz Henrik Herrguth unterschreiben kann. Als einziger Spring- Sportler des Quartetts hat auch er seine Fahne auf „Erfolg“ gehisst. Jüngst konnte er Erst- und Zweitplatzierungen in A- und A2-Sternchen-Turnieren erringen. Der 15-Jährige gehört damit zu den vielversprechenden Nachwuchs-Sportlern im Gut Jagenberg.

Alle freuen sich besonders auf das erneut für den Spätsommer geplante Reitsport- Festival. War die erste Runde im vergangenen August bereits ein viertägiger Erfolg mit einer Mischung aus niveauvollen Wettkämpfen und unterhaltsamem Rahmenprogramm, so hofft Katja Herrguth vom Organisationsteam, dass dieses Jahr noch mehr an „schönem Drumherum“ möglich ist. Im Idealfall ohne die zuletzt nötigen einschränkenden Corona-Auflagen.

Gut Jagenberg

Bedingungen: Die traditionelle Reitanlage wurde Ende 2015/Anfang 2016 aufwendig renoviert und saniert. Auf fast zehn Hektar Land gibt es für die Pferde genug Freiraum, den sie benötigen, um sich wohlzufühlen. Hier haben Dressur- und Springreiter optimale Bedingungen, aber auch „Freizeitreiter“ sind willkommen.

Termin: Das zweite Reitsportfestival findet vom 25. bis 28. August statt und teilt sich auf in zwei Dressur- und zwei Spring- Tage, die jeweils mit Rahmenprogramm und besonderen Abendveranstaltungen abgerundet werden.

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