Fußball

Zeitplan im Kreispokal gerät arg ins Wanken

Das 4:2 über Anadolu Munzur war der bislang letzte Pokal-Auftritt für den TSV, der noch im Achtelfinale hängt. Foto: Moritz Alex
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Das 4:2 über Anadolu Munzur war der bislang letzte Pokal-Auftritt für den TSV, der noch im Achtelfinale hängt.

TSV-Fußballer werden vom Unwetter und trotz aller Sorgfalt von Corona heimgesucht

Solingen. Es soll nicht sein mit diesem Kreispokal-Achtelfinale an der Höher Heide. Am Mittwoch der Vorwoche machten die mächtigen Regenfälle den Kunstrasen unbespielbar, so dass die mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten Bezirksligisten TSV und Sportvereinigung 03 die Anlage unverrichteter Dinge wieder verlassen mussten. Exakt eine Woche später sollte es klappen, die beiden Clubs hatten sich sogar schon darauf geeinigt, alle Eintrittsgelder den Flutopfern zugute kommen zu lassen – was angesichts einer stattlichen Kulisse sicherlich mit einem stolzen Erlös verbunden gewesen wäre. Fast schon tragisch, dass eine andere Katastrophe dies aushebelte: Corona.

Der positive Schnelltest eines TSV-Spielers und die sich daraus ergebende Kommunikation mit dem Gesundheitsamt führten am Mittwochnachmittag zur erneuten Absage. Mittlerweile sind drei PCR-Tests positiv ausgefallen. „Wir gehen davon aus, dass wir zudem zweistellig bis zum 1. August in die Quarantäne gehen“, sagt Yorik Heiber. Aufderhöhes Manager empfindet die Entwicklung besonders deswegen als ärgerlich, weil man vor dem Trainingslager am vergangenen Wochenende in Mainz alle Sorgfalt habe walten lassen. Heiber: „Wir sind ausschließlich mit negativ Getesteten oder Durchgeimpften losgefahren.“ Zudem habe man sich vor Ort coronagerecht verhalten.

Zeitplan des Kreispokals verzögert sich

Damit gerät der Zeitplan des Kreispokals, in dem am 8. August der Sieger ermittelt werden soll, mächtig ins Wanken. Für kommenden Sonntag muss auch die Partie beim GSV Langenfeld abgesagt werden, da TSV und 03 als potenzielle Gegner erst noch den Viertelfinalisten ermitteln müssen. Gleichwohl wartet der SSV Lützenkirchen auf seinen Herausforderer – Tuspo Richrath und Inter Monheim, zuletzt vom Hochwasser ausgebremst, ermitteln erst am nächsten Dienstag ihren Sieger.

Udo Reisgies wird planerisch voll gefordert. Archivfoto: Moritz Alex

Somit stehen am Sonntag ab 15 Uhr in der Runde der letzten Acht nur zwei Begegnungen auf dem Programm. Bezirksligist HSV Langenfeld fühlt dem Landesligisten SC Reusrath auf die Zähne, und auch der VfB Solingen ist wieder am Start. Der Landesligist will nach dem 7:6-Elfmeter-Krimi gegen DV eine weitere Runde überstehen und ist gegen A-Kreisligist SSVg Haan favorisiert.

Die Partie mit Ditib-Vatanspor hatte ein Nachspiel, denn die Weyersberger ließen „vorsorglich“ die Spielberechtigungen zweier VfB-Jugendlicher für die Senioren prüfen. Diese waren zunächst im System nicht hinterlegt. Das geschah dann doch, das DV-Aus war besiegelt. Ebenso wie der ausgeschiedene A-Kreisligist BV Gräfrath wird der Bezirksligist den Fußballkreis Solingen im Niederrheinpokal vertreten – als Finalisten des Wettbewerbs 2018/19. Hinzu kommt der Kreispokalsieger 2020, der gerade ausgespielt wird. „Bis zum 10. August muss ich ihn beim Verband gemeldet haben“, unterstreicht Udo Reisgies die Dringlichkeit, den Betrieb voranzutreiben.

Kreisgeschäftsführer fordert anderen Umgang mit Fußball mit Corona

Der Kreisgeschäftsführer machte deutlich, dass die Fußballer mit Corona in Zukunft anders umgehen wollen – der bloße Verdacht reiche nicht mehr aus, um ein Spiel ausfallen und neu ansetzen zu lassen. „Entscheidend wird sein, wie viele Spieler vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt werden“, sagt Reisgies auch mit Blick auf das abgesagte TSV-Spiel. Wenn es nur zwei Mann treffen würde und der Rest nicht in Quarantäne müsse, sei eine Austragung bei fünf Senioren-Teams im Verein vertretbar. Was aber diesmal wohl nicht so sein wird. Reisgies zog bei Terminnot eine Auslosung über den Spielausgang in Erwägung und meinte: „Noch ist alles offen.“

Durch die Entwicklung rund um den TSV wird dieser wie auch 03 an diesem Wochenende kein Testspiel bestreiten. Das tat bereits DV und kam beim gleichklassigen Team von Sparta Bilk mit 0:4 (0:3) unter die Räder. Bei den Düsseldorfern hat Ex-Unioner Thomas Bahr das Sagen, im Kader stehen die Solinger Timo Brettschneider und Mensur Pjetrovic. „Für uns war es eine gute Trainingseinheit mit einem ganz kleinen Kader“, sagte DV-Sportdirektor Vedat Atalay.

Hintergrund

Spenden: Im Pokal-Derby zwischen dem VfB und DV hatten beide Vereine auf ihre zustehenden Einnahmen ebenso verzichtet wie auch die Schiedsrichter auf ihre Aufwandsentschädigung. Die Baverter sammelten weitere Spenden, und durch die Aufstockung des Vorstandes (400 Euro) kamen 1500 Euro zur Unterstützung der Hochwasser-Geschädigten zusammen.

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