Fußball

GSV „Solingen“ feiert Herbstmeisterschaft

Maik Herr ist schon seit 2015 beim GSV tätig.
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Kein Bild mit Seltenheitswert in dieser Saison: Co-Trainer Daniel Herr, Michele Röhrscheidt, Burak Güngör und Burhan Aydin (v.l.) bejubeln einen von 22 Treffern der bisherigen Spielzeit.

Viel Klingenstadt steckt im Langenfelder Tabellenführer der Fußball-Kreisliga A.

Von Fabian Herzog

Es klingt beinahe verrückt. In der vergangenen Kreisliga-A-Saison, vor der der GSV Langenfeld vollmundig angekündigt hatte, um den Aufstieg mitspielen zu wollen, „sind wir mit Platz elf sang- und klanglos gescheitert“, konstatiert der Solinger Trainer Maik Herr rückblickend. Für die aktuelle Spielzeit nahm man sich am Gravenberg vor, kleinere Brötchen zu backen – und durfte vor wenigen Wochen, als coronabedingt die vorzeitige Winterpause verkündet wurde, die Herbstmeisterschaft feiern.

Gründe dafür gibt es jede Menge. Allen voran der Zusammenhalt, der die Mannschaft schon seit Jahren auszeichnet. „Das ist schon ganz großes Kino“, schwärmt der Coach, der mit seinem Bruder Daniel Herr und Andreas Sauter zwei weitere Solinger als Co-Trainer mit im Team hat, von diversen Kabinenpartys bis in den nächsten Tag. Überhaupt steckt viel Klingenstadt im GSV. Dominick Lansnicker, Niklas Marschall, Alkan Yilmaz und Massimiliano La Mendola sind Spieler der 1. Mannschaft, in der sich ansonsten nahezu alle umliegenden Städte wiederfinden. „Wir haben neben den Solingern Leichlinger, Leverkusener, Hildener, Düsseldorfer und Langenfelder im Kader“, erzählt Herr, der schon in seiner fünften Saison bei den Gravenbergern ist.

„Für mich bleiben Gräfrath und Richrath die Favoriten auf den Aufstieg.“
Maik Herr, GSV-Trainer

Maik Herr ist schon seit 2015 beim GSV tätig.

Zusammen mit dem Sportlichen Leiter Andi Vollmer, der seit knapp einem Jahr mit an Bord ist, haben Herr und Co. scheinbar die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Jahren gezogen. Weil man extrem vom Verletzungspech verfolgt war, wurde mit Jan Benkirath ein Physiotherapeut installiert. „Er leistet exzellente Arbeit“, lobt der Coach. Komplett verhindern kann aber auch er Verletzungen nicht, wie aktuell zwei Kreuzbandrisse belegen. Doch auch die können die Langenfelder bislang kompensieren, weil der Kader für diese Saison bewusst vergrößert wurde. Bei nur drei Abgängen kamen satte neun Spieler neu dazu.

Zu den Abgängen zählte auch Patrick Zaremba, der es beim TSV Eller noch einmal in der Bezirksliga versuchen wollte und schon aufgrund seiner Mentalität schmerzlich vermisst wird. Doch der 28-Jährige hat schon zugesagt, in der Winterpause zurückzukommen und die Kader-Qualität noch einmal zu erhöhen.

Es stimmt allerdings nicht nur die Breite. Auch qualitativ hat der GSV einiges zu bieten. Neben Kapitän Kevin Marx (Herr: „Der ist eine richtige Fackel.“) haben sich Keeper Christian Nellen und Stürmer Michele Röhrscheidt als Leistungsträger herauskristallisiert. Generell verfügt der Spitzenreiter über eine brandgefährliche Offensive, alleine Burhan Aydin, im Sommer von Gencler Opladen gekommen, hat in den bisherigen sieben Spieler sechs Mal getroffen und sieben Mal zu Toren aufgelegt.

Auch durch ihn und seine Treffer ist der GSV noch ungeschlagen. „Für mich bleiben Gräfrath (drei Punkte, aber auch ein Spiel weniger) und Richrath (ein Zähler weniger) jedoch die Favoriten“, sagt Maik Herr, der mit seinem Team gegen beide Kontrahenten noch nicht gespielt hat. Er verspricht aber auch: „Wir werden alles dafür geben, um da oben zu bleiben.“ Schließlich wollen die Langenfelder mittelfristig zurück in die Bezirksliga, wo sie 2008 zum bislang letzten Mal spielten. Und irgendwie würde es ja auch passen, wenn das Backen kleinerer Brötchen plötzlich im Aufstieg mündet.

Heimspiele

Weil der eigene Platz einen neuen Kunstrasen bekommen hat, trug der GSV bis jetzt alle Heimpartien der aktuellen Saison beim VfB Langenfeld aus. Als die eigene Anlage fertiggestellt wurde, fanden dort zwei Trainingseinheiten statt – dann kam die Unterbrechung.

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