Leichtathletik

Dirk Voigt-Krämer gibt nun das Tempo vor

Der neue Langlauf-Chef auf der Herbert-Schade-Sportanlage am Schaberg mit seinem Team: Dirk Voigt-Krämer (6. v. l.) will einiges umsetzen. Foto: Christian Beier
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Der neue Langlauf-Chef auf der Herbert-Schade-Sportanlage am Schaberg mit seinem Team: Dirk Voigt-Krämer (6. v. l.) will einiges umsetzen.

Volker Treppel macht beim Solinger Leichtathletik-Club Platz als Langlauf-Trainer.

Von Daniel Bernards

Solingen. In Pandemie-Zeiten etwas leise und weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat es eine bedeutende Veränderung in der Trainer-Landschaft der Solinger Leichtathleten gegeben. Mit Volker Treppel hat ein über viele Jahre lang erfolgreicher Langlauf-Trainer seine Tätigkeit beim SLC beendet. Auf ihn folgt ein gleichfalls bekannter Name: Dirk Voigt-Krämer, seines Zeichens als Läufer selber viele Jahre unter Treppel aktiv, übernimmt dessen Gruppe an Läuferinnen und Läufer und will diese in den kommenden Monaten weiter ausbauen.

Mit Treppel verliert der SLC einen Mann, der den Verein seit vielen Jahrzehnten maßgeblich geprägt hat. Bereits 1972 wechselte er als Aktiver zum Verein von der Herbert-Schades-Sportanlage am Schaberg – 1981 folgte sein Einstieg als Schüler-Trainer und Anfang der 90er-Jahre die Spezialisierung auf den Laufbereich. Die Ausbildung junger und später dann auch älterer Leichtathletinnen und Leichtathleten des SLC wurde lediglich Anfang des Jahrtausends unterbrochen, als Treppel erst beim OTV anheuerte und dann eine Zeit lang als Trainer ganz pausierte. Begleitet wurde die Vereinsarbeit noch durch viele Jahre beim Verband: Für den Leichtathletikkreis Bergisches Land war er als Kampfrichter, Statistiker und Pressewart tätig. Diese Tätigkeiten fielen weg, als der Kreis nach einer Strukturreform des Landesverbandes Nordrhein aufgelöst wurde.

Der persönliche Kontakt wird mir fehlen.

Volker Treppel über den SLC

Einfach, so erzählt der frühere Mittel- und Langstreckenläufer, sei der Schritt ins Trainer-Rentnerleben nicht gefallen: „Der persönliche Kontakt zu den Athletinnen und Athleten, aber auch zum SLC-Team wird mir fehlen.“ Gerne hätte er Entwicklungen weiter gefördert und begleitet, wie diejenige von Dinah Berghaus: „Auch die Option einer starken Frauen-Laufmannschaft ist reizvoll.“ Hier hänge viel davon ab, ob Inga Hundeborn, Treppels vielleicht erfolgreichste Athletin der jüngeren Vergangenheit, wieder vermehrt an Wettkämpfen teilnimmt und ob Caroline Hardt aus dem Lauf-Team weiter aktiv bleibt. Dennoch, am Ende wollte Treppel der Entwicklung des Vereins nicht im Weg stehen: „In der Corona-Zeit und, als ich gesundheitlich nicht zur Verfügung stand, hat Dirk vieles in die Hand genommen und soll das jetzt auch weitermachen.“

Dirk Voigt-Krämer übernimmt nun eine Gruppe von bis zu 15 Läuferinnen und Läufer im Alter zwischen 13 und 55 Jahren. Den Kern dieser Gruppe bilden weiterhin Inga Hundeborn und Dinah Berghaus, Enkelin der viele Jahre lang erfolgreichen Senioren-Läuferin Bärbel Berghaus, aber auch Namen wie Leif Deinet oder Moritz Melcher, die seit langem schon dabei sind. „Das ist eine bunt gemischte Truppe. Aber wir können Zuwachs gut gebrauchen“, berichtet der neue Trainer vom aktuellen Stand bei lediglich vier Nachwuchsläufern im Jugendbereich.

Volker Treppel widmet sich jetzt anderen interessanten Feldern der Leichtathletik.

Und Volker Treppel? Der hält weder zu seiner Sportart Abstinenz noch plagt ihn Langeweile. Genug Beschäftigungsmöglichkeiten biete zum Beispiel das „Hobby“ der Leichtathletik-Statistik und Historie. Eine Homepage zur reichen Geschichte der Sportart in der Stadt ist in Arbeit – eine überarbeitete „ewige Bestenliste“ der Solinger Leichtathletik nahezu fertig.

Zurzeit befinde er sich in einem sehr intensiven Quellenstudium alter beziehungsweise sogar sehr alter Zeitungssammlungen des Solinger Tageblattes: „Da finden sich wirklich spannende Dinge, die auch ein alter Hase wie ich bisher nicht kannte oder die gedanklich nicht mehr so präsent waren.“ Als langjähriges Organisationsmitglied des Solinger Klingenlaufs (| S. Kasten) setzt er zudem darauf, dass der Traditionslauf im Südpark wieder stattfinden kann und nicht mehr durch ein Schrecken verbreitendes Virus zum Pausieren gezwungen wird.

Klingenlauf

Nach zwei Jahren unfreiwilliger Pause ist das Comeback des Volkslaufs für alle Altersklassen für den 16. Juni 2022 (Fronleichnam) in gewohnter Form geplant. Voraussetzung ist ein grünes Licht der Behörden und eine Erholung der pandemischen Lage. Wenn alles gut läuft, stehen Schulstaffeln und Einzelwettkämpfe bis zu zehn Kilometern auf dem Programm. Zudem gibt es die Möglichkeiten für Firmen oder Gruppen, in einer Teamwertung zu starten.

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