Handball

Die BHC-Teams grüßen von der Tabellenspitze

Jonas Leppich und der BHC II gewannen ebenso mühelos wie die BHC-Frauen und Felicia Idelberger. Fotos: Kurt Kosler
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Jonas Leppich und der BHC II gewannen ebenso mühelos . . .

Handball-Oberliga: Der HSV-Solingen-Gräfrath II bricht gegen Fortuna Düsseldorf II ein.

Von Lutz Clauberg

Männer: Bergischer HC II - Mettmann-Sport 31:18 (18:10). Ein Hauch Bundesliga- Handball erreichte die 170 Besucher in der Sporthalle an der Wittkulle: Jens Scheffler, der ewige Hallensprecher des BHC und dessen Vorgängervereine, hatte aushilfsweise das Mikrofon von Ralf Böttcher in die Hand genommen – er machte das wie immer professionell und mit viel Herzblut. In sportlicher Hinsicht erstklassig spielte auch Mirko Bernaus Top-Team auf, das durch den Kantersieg Unitas Haan von der Tabellenspitze ablöste. Dank einer herausragenden Leistung.

„Wir sind nicht 13 Tore besser als Mettmann“, sagte der Trainer und gab zu: „Ich hatte einen Riesen-Bammel vor Mettmann.“ Nach gut zehn Minuten kippte das zunächst ausgeglichene Spiel aber ziemlich rasch zugunsten der Gastgeber, die mit Sören Berger auf Linksaußen anstelle des angeschlagenen Tobias Schmitz angefangen hatten. Mettmann hatte etwas Wurfpech, lief in Konter, und plötzlich stand es nach einer Viertelstunde 9:4. Fortan lief der BHC heiß. Tobias Joest erwischte einen Sahne-Tag, hielt Würfe von allen Positionen. „Das Zusammenspiel Abwehr/Torwart hat mir über 60 Minuten gefallen“, meinte Bernau.

Zudem monierte Mettmann drei, vier Pfiffe des Gespanns Georg Wärder/Harald Theyssen pro BHC. Bernau: „Das waren Kann-Entscheidungen.“ Jedenfalls war der BHC, der fleißig durchwechselte und nie die Füße vom Gas nahm, schon zur Pause enteilt. Das offene Scheibenschießen ging mit Wiederanpfiff weiter. Alle BHC-Spieler hatten richtig Lust, während Mettmann in Sachen Körpersprache – ziemlich gefrustet – kaum noch Gegenwehr zeigte. In der 44. Minute stand es 26:11! Auch Spieler, die beim Auftakt-Sieg gegen Geistenbeck (33:26) kaum zur Geltung gekommen waren, zeigten sich. Linksaußen Sören Berger erzielte ebenso fünf Treffer wie Rechtsaußen Tim Gamradt.

Einiges spricht dafür, dass der BHC auch nach dem dritten Spieltag den Platz an der Sonne innehaben wird. Am kommenden Freitag steht nämlich das dritte Heimspiel – wieder mit Ralf Böttcher am Mikrofon – in Folge an. Zu Gast ist der Ortsrivale TSV Aufderhöhe. „Wir unterschätzen niemanden“, warnt Bernau zwar. Aber in der aktuellen Verfassung wäre ein Sieg des Underdogs eine Sensation.

BHC: Joest, Johann; Leppich (5), Gamradt (5), Berger (5), Artmann (5, 3), Austrup (3), Keull (3), Nippes (2), Schmitz (2), Büscher (1), Santos

Frauen: Bergischer HC - Rheydter TV 36:15 (27:7). Der haushohe Titelfavorit war dem Gast, der zum Start mit 23:21 gegen die HSG Bergische Panther gewonnen hatte, turmhoch überlegen. Der BHC deckte vom Start weg sehr engagiert, eroberte einige Bälle und traf munter mit Gegenstößen. Im gebundenen Spiel machten Felicia Idelberger und Ramona Ruthenbeck permanent Druck. Sie warfen entweder selbst und räumten zielstrebig ab. Sehr häufig über Rechtsaußen, Laura Winkelhoch dankte es mit präzisen Abschlüssen. Zur Pause stellte sich für die knapp 50 Zuschauer nur eine Frage: Gelingen dem BHC mehr als 50 Tore? Daraus wurde nichts, weil trotz der mahnenden Worte in der Pause von Trainer Lars Faßbender kaum noch etwas zusammen lief. „Das war halbherzig“, ärgerte er sich. Viele Wechsel brachten offenbar auch zu viel Unruhe.

BHC: Naßenstein, Federschmidt; Ruthenbeck (11, 1), Winkelhoch (7), Meyer (7), Idelberger (3), Blume (3), Maarse (2), Pilgram (1), Karsch (1), Martin (1), Sosnierz

HSV Solingen-Gräfrath II - Fortuna Düsseldorf II 19:32 (9:14). Nach der 4:0-Führung (10. Minute) lief es bis zum 9:10 (26.) ordentlich. Es folgte jedoch ein Halbzeit übergreifender Einbruch – der Favorit erzielte sechs Treffer in Folge. Davon erholte sich der HSV nicht wirklich. Nach dem 15:23 (46.) lief es noch schlechter. „Wir haben uns selbst geschlagen“, sprach Trainer Alexander Braun von weit über 20 Fehlwürfen. „Später haben wir die Köpfe hängen lassen.“

. . . wie die BHC-Frauen und Felicia Idelberger.

HSV: Cuerten, Spitzer; Pannes (5, 1), Lara Gryczewski (3), Schloßmacher (3, 2), Hombrecher (2), Pasternak (2), Dorgathen (2, 1), Scholl (1), Taymaz (1), Rauer, Groß-Bölting

Oberliga

Verlegt: Der TSV Aufderhöhe hatte wegen des Verlustes seiner Heimspielstätte die Partie gegen den BHC-Rivalen Borussia Mönchengladbach vom 25. September auf den 10. November verlegt. Die Sporthalle Börkhaus-Siebels an der Uhlandstraße („Bunker“) wird saniert und soll Ende Oktober wieder zur Verfügung stehen. Es gibt jedoch hinter vorgehaltener Hand Stimmen, die diesen Termin für sehr unrealistisch halten.

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