Handball

Der Heim-Nimbus des HSV soll halten

Luca Tesche und der HSV Gräfrath wollen sich nach der ersten Niederlage in Berlin nun gegen Harrislee schadlos halten. Foto: Kurt Kosler
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Luca Tesche und der HSV Gräfrath wollen sich nach der ersten Niederlage in Berlin nun gegen Harrislee schadlos halten.

Am Samstag spielen die Frauen in der 2. Bundesliga gegen den TSV Nord Harrislee. Auch in der Oberliga gibt es am Wochenende interessante Duelle.

Solingen. Frauen, 2. Liga: HSV Solingen-Gräfrath - TSV Nord Harrislee (Sa., 18.15 Uhr, Klingenhalle). Der Blick auf die Tabelle verleitet dazu, die Favoritenrolle eindeutig festzulegen: Und zwar dem HSV, der zwar in Berlin am sechsten Spieltag zum ersten Mal Federn ließ, aber immer noch das Verfolgerfeld-Quartett mit je 10:2-Zählern anführt.

Kerstin Reckenthäler ist jedoch – wie immer – ausgesprochen vorsichtig. „Harrislee ist schon eine Mannschaft auf Augenhöhe. Irgendwann wollen sie schon auch mal auswärts punkten.“ Die Bilanz des Zehnten in des Gegners Halle ist bis dahin nämlich mager: 24:31 in Regensburg und 26:32 in Mainz. Dem gegenüber stehen die Heimerfolge gegen Heide (33:26) und gegen Nürtingen (25:24). Zuletzt hieß es jedoch vor eigenem Publikum 19:25 gegen die ohne ihre beste Werferin Lara Eckhardt angetretenen Kurpfalz-Bären aus Ketsch. Trainer Olaf Rogge haderte in der „Flensborg Avis“ mit vielen Fehlern und vergebenen Chancen. „Ich bleibe dabei: Die Tagesform wird entscheiden“, meint Reckenthäler. Harrislee habe eine eingespielte Truppe mit einer besonders starken Rückraumspielerin Madita Jeß, die gegen Ketsch sieben Treffer erzielte.

Der HSV, in der Klingenhalle drei Mal in der Meisterschaft und im DHB-Pokal erfolgreich, holte in der Vergangenheit gegen die Mannschaft aus dem Kreis Schleswig-Flensburg an der dänischen Grenze in vier Aufeinandertreffen fünf Punkte. Am 20. März 2021 hieß es in der Holmberghalle 31:26 für den HSV, die Heimspiele zuvor endeten 30:30 und 26:25. Nur im Oktober 2019 gewann Harrislee 30:18.

Karten: Bei solingen-live und an der Abendkasse.

Diese Partien stehen in der Oberliga an

Oberliga: Bergischer HC - Fortuna Düsseldorf II (So., 11.45 Uhr). „Ein Kracher“, findet Lars Faßbender. Beide wollen aufsteigen, beide sind stark besetzt, in der letzten Saison trennte man sich 21:21. „Das wird eine harte Nuss“, glaubt der BHC-Trainer und verweist vor allem auf die starke Linkshänderin Milena Mattyssek, die einst bei Werder Bremen in der 3. Liga aktive Eileen Neumann und die robuste Kreisläuferin Maria Grimberg. Faßbender: „Wir haben bislang in jedem Spiel nur eine gute Halbzeit gespielt, gegen Düsseldorf müssen wir 60 Minuten vernünftig spielen.“ Den 34:24-Sieg im Testspiel gegen den Regionalligisten SG Überruhr – sogar ohne die Top-Spielerinnen Ramona Ruthenbeck und Sharelle Maarse – will der Coach nicht überbewerten. Zum Personal: Die reaktivierte Stefanie Möller ist im Urlaub, Annabel Martin steht wegen zeitlicher Engpässe nicht mehr zur Verfügung. Dafür laufen die Jugendlichen Pauline Decker und Anastasia Karsch auf.

HSV Solingen-Gräfrath II - TV Lobberich (So., 17 Uhr). Fortuna II leistete sich ohne Matyssek und Grimberg einen heftigen 21:37-Ausrutscher gegen den Tabellendritten Lobberich. „Ich erwarte ein schnelles, zweikampfintensives Spiel“, meint HSV-Coach Alexander Braun, mittlerweile Inhaber der A-Lizenz. Die meisten Spielerinnen sind bereits morgens mit der A-Jugend am Ball. Braun versucht, die richtige Balance zu finden und ist gespannt, wie sich seine junge Mannschaft gegen Lobberich schlägt.

Männer, Oberliga: Bergischer HC II - TV Angermund (Sa., 18.30 Uhr, Wittkulle). Dass das vierte Heimspiel des Tabellenführers ausnahmsweise am Samstag über die Bühne geht, ist für Trainer Mirko Bernau eine glückliche Fügung, denn: „Ich weiß überhaupt noch nicht, wie viel Spieler mir zur Verfügung stehen.“ Ivo Santos, Jonas Leppich, Aaron Exner und Tim Gamradt haben sich mit grippalen Infekten abgemeldet, nehmen zum Teil ein Antibiotikum. Jannis Keull fehlt verletzungsbedingt eh, die A-Jugend spielt am Nachmittag im hessischen Münster und kann niemanden abstellen. So oder so: „Wir werden uns schon durchbeißen.“ Zum Schlusslicht Angermund: „Eine sehr Rückraum-orientierte Mannschaft, die viel und richtig gut über den Kreis spielt.“

Karten: ausschließlich bei solingen-live

HSG Hiesfeld/Aldenrade - TSV Aufderhöhe (Sa., 19 Uhr). Als einziger Oberligist war der TSV erst zweimal im Einsatz. Erfolgreich am ersten Spieltag in Angermund und in Runde drei beim BHC mit 17:39 vernichtend geschlagen. „Nach Hiesfeld fahren wir sicher nicht als Favorit“, meint Trainer Heino Kirchhoff. Die Voraussetzungen sind eher mäßig, weil die Spiel- und Trainingshalle Börkhaus Siebels weiter gesperrt ist und Kevin Tobolski immer noch fehlt. Vor seinem ersten Einsatz steht Neuzugang Tim Becker. „Wir werden auf jeden Fall auch taktisch alles versuchen“, meint Kirchhoff.

Verbandsliga

Solinger TB: Das Top-Spiel zwischen dem mit 32:28 siegreichen Tus Lintorf und der SG Überruhr sahen 400 Zuschauer. Turnerbund-Trainer Robert Heinrichs würde sich am Samstag (Anwurf 18 Uhr) in der Sporthalle Schulzentrum in Ratingen-Lintorf auf eine ähnlich große Kulisse freuen. „Und ich wäre froh, wenn wir etwas reißen“, sagt Heinrichs ganz entspannt.

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