Eishockey

Colin Ugbekile: WM-Vorbereitung als Frustabbau

Colin Ugbekile kam in seiner dritten Saison als Eishockeyprofi am Ende auf sieben Scorerpunkte in 34 absolvierten Partien. Foto: Mathias M. Lehmann
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Colin Ugbekile kam in seiner dritten Saison als Eishockeyprofi am Ende auf sieben Scorerpunkte in 34 absolvierten Partien.

Solinger Eishockeyprofi verpasst mit Köln die Play-offs und hofft auf die Weltmeisterschaft

Solingen. Am letzten Spieltag der regulären Saison steuerte er noch einmal – für einen Verteidiger durchaus bemerkenswert – zwei Vorlagen bei. Freuen konnte sich Colin Ugbekile darüber aber nicht. Zum einen, weil die Partie bei den Schwenninger Wild Wings mit 3:5 verloren ging. Zum anderen, weil für ihn und die Kölner Haie die Spielzeit 2020/21 vorzeitig endete. „Das war schon enttäuschend“, sagt der gebürtige Solinger über das Verpassen der Play-offs. „Die wollten wir unbedingt erreichen.“

Gründe für eine von mehr Schatten als Licht geprägte Saison, nach der 15 Siegen 23 Niederlagen gegenüberstehen, gebe es viele. „Da ist einiges zusammengekommen“, blickt Ugbekile zurück. Unter anderem sei es mehrfach nicht gelungen, sich für gute Spiele auch punktemäßig zu belohnen. Außerdem habe den Haien die Unterstützung von den Rängen extrem gefehlt. „Wir haben vielleicht die größte Fanbase in Deutschland“, meint der 21-Jährige. Und genau dieser Faktor – alle Spiele fanden coronabedingt vor leeren Rängen statt – habe eben auch eine Rolle gespielt.

Corona-Test als fast Alltägliches – Konzepte gehen so sehr gut auf

Es war in jedem Fall eine außergewöhnliche Saison, die mit fast dreimonatiger Verspätung begann und den Spielern durch den eng getakteten Spielplan alles abverlangte. „Die Knochen tun dann zwischendurch schon weh“, gibt Ugbekile zu. Auch die Nasenscheidewand wurde ordentlich in Mitleidenschaft gezogen, die Coronatests gehörten für die Eishockeyprofis zum beinahe Alltäglichen. Immerhin wurden diese irgendwann auf die Gurgel-Variante umgestellt. Insgesamt ging das Konzept aber voll auf, während der vier Monate gab es bei den Haien nur einen positiven Fall.

Für Ugbekile selbst lief die Saison sportlich unterm Strich „ganz gut“, wie er es zusammenfasst. „Ich habe auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht und mich weiterentwickelt.“ Nach seiner dritten Profi-Saison sieht sich der Solinger als „gestandener Spieler“, der in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen und „eine größere Rolle“ einnehmen möchte. Soll beispielsweise heißen, auch bei Überzahlspielen auf dem Eis zu stehen, wie das zu Beginn des Jahres schon einmal kurzzeitig der Fall gewesen war.

Möglicherweise wird der Solinger zur neuen Saison nicht nur als gestandener Profi wahrgenommen werden, sondern auch als Weltmeisterschafts-Teilnehmer. Dafür kämpft er jedenfalls in diesen Tagen, Ugbekile wurde von Bundestrainer Toni Söderholm für den Vorbereitungslehrgang hinsichtlich des WM-Turniers (ab dem 21. Mai in Lettlands Hauptstadt Riga) nach Nürnberg eingeladen. In diesem werden neben täglichen Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag auch zwei Länderspiele in der Slowakei absolviert. Für den 21-Jährigen werden es die Partien Nummer acht und neun im Nationaltrikot – und irgendwie auch eine willkommene Ablenkung vom frustrierenden Saisonabschluss.

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