American Football

Paladins wollen offensiv noch eine Schippe drauflegen

Moses Harris hat den einzigen Saison-Touchdown erzielt, bei dem die Paladins einen Laufspielzug nutzten. Der Runningback würde sicher gerne am Sonntag nachlegen. Foto: Marc Junge
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Moses Harris hat den einzigen Saison-Touchdown erzielt, bei dem die Paladins einen Laufspielzug nutzten. Der Runningback würde sicher gerne am Sonntag nachlegen.

American Football: Der Solinger Zweitligist erwartet am Sonntag mit den Rostock Griffins einen favorisierten Gegner im Walder Stadion

Von Thomas Rademacher

Solingen. Es war ein Heimauftakt nach Maß, den die Solingen Paladins vor drei Wochen gegen Lübeck hingelegt haben. In letzter Sekunde gewannen die Gastgeber das Zweitliga-Duell durch einen Touchdown von Noah Whittle zum 25:24-Endstand. Der euphorisierende Schlussakkord der dramatischen Partie beeindruckte auch Michael Tiedge. „Die Unterstützung von den Rängen macht den besonderen Reiz aus“, findet der Cheftrainer. „Die Fangemeinde der Paladins hat für eine grandiose Atmosphäre in der Jahnkampfbahn gesorgt. Ich freue mich sehr, dass auch am Sonntag wieder viele dabei sein dürfen.“ Gegen die Rostock Griffins (Sonntag, 15 Uhr, Walder Stadion) bieten die Solinger Footballer sogar 690 statt bisher 500 Tickets an.

„Wir dürfen also noch ein paar Fans mehr reinlassen“, sagt Ingo Hübner aus dem Paladins-Vorstand. „Davon abgesehen wird es aber keine Veränderungen geben.“ Das heißt, die Karten sind nur online zu erwerben (| Kasten), der Mund-Nase-Schutz darf am zugewiesenen Sitzplatz abgenommen werden, eine Testpflicht für Zuschauer besteht nicht. Dass die Mannschaft mit ihrem ersten Heimspiel Lust auf mehr gemacht hat, steht außer Frage – daran ändert auch der jüngste Auftritt auf fremdem Rasen nichts.

Bei den Düsseldorf Panthern gelang den Solingern kein einziger Punkt. Die Defensivleistung war zwar überzeugend, doch am Ende stand eine 0:13-Niederlage. „Da muss man schon sehen, dass wir in der Offensive Line personelle Probleme hatten“, erläutert Tiedge. „Dadurch kamen die Düsseldorfer gut durch, und unser Quarterback geriet schnell unter Druck.“ Gegen Rostock soll dieses Problem der Vergangenheit angehören. „Nach aktuellem Stand gehe ich davon aus, dass wir einigermaßen komplett antreten.“

„Wir haben natürlich eine Idee, was aus unserem Spielbuch gut funktionieren könnte.“

Michael Tiedge, Cheftrainer

In der Außenseiterrolle sieht der Coach seine Mannschaft dennoch: „Die Griffins haben sich enorm verstärkt und gehören neben Berlin zu den Favoriten der Liga.“ Im Gegensatz zu den Paladins, die mehr als drei Viertel ihrer gesamten Yards über das Passspiel herausgeholt haben, haben die Rostocker ein recht ausgeglichenes Pass-Lauf-Verhältnis. Im Schnitt erlaufen die Ostdeutschen 178,8 Yards und passen den Ball für 186,5 Yards pro Spiel. Zum Vergleich: Bei den Paladins bringt es die von Quarterback Jeremy Konzack angeführte Pass-Offensive auf 215,3 – dafür kommen beim Lauf nur 67 Yards im Schnitt hinzu. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Paladins pro Begegnung in der Offensive etwa 83 Meter weniger machen als der sonntägliche Gegner.

Und auch der Quervergleich spricht gegen die Solinger. Hatte Düsseldorf die Paladins noch mit 13:0 geschlagen, gingen die Landeshauptstädter eine Woche später in Rostock mit 7:38 unter. „Die Anfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern ist natürlich enorm“, weiß Michael Tiedge. „Also lassen sich die beiden Düsseldorfer Leistungen wohl nicht unbedingt vergleichen. Trotzdem ist klar, dass auf uns eine große Herausforderung wartet. Chancen rechne ich uns aber aus.“

Um die zu erhöhen, hat sich der Trainer taktisch bereits vorbereitet. „Wir haben natürlich eine Idee, was aus unserem Spielbuch gut funktionieren könnte“, sagt der Coach. „Verraten kann ich das im Vorfeld aber nicht.“ Es ist naheliegend, dass die Paladins erneut oft auf Pässe setzen. Das zeigt nicht nur die bisherige Tendenz, sondern auch die Rostocker Bilanz: 86 Mal mussten die Griffins bisher Laufspielzüge verteidigen und büßten dabei im Schnitt nur 1,9 Yards ein. Die Passdefensive hat deutlich schlechtere Zahlen. Pro Wurf kassiert die Truppe im Mittel 8,7 Yards – was im ligaweiten Vergleich ein eher hoher Wert ist und den passstarken Paladins in die Karten spielen könnte.

Service

Tickets: Football-Fans müssen ihre Karten vorab online erwerben, eine Tageskasse gibt es nicht. Zum Preis von 10 Euro je Ticket können Plätze allein oder in Zweier-, Vierer- und Sechser-Blöcken reserviert werden.

solingen-live.de

Stream: Die Partie der Paladins gegen Rostock wird erneut live im Internet übertragen. Um 14.30 Uhr beginnt der kostenlos empfangbare Stream. Die Ausstrahlung des ersten Spiels war bereits erfolgreich.

livestream.com/gfltv

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