Baseball

Alligators präsentieren sich in Paderborn nicht bissig genug

Jake MacDonald gehörte zu den gefährlichsten Solingern. Vier Treffer, einer davon ein Homerun, gingen auf sein Konto.  Foto: Mathias M. Lehmann
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Jake MacDonald gehörte zu den gefährlichsten Solingern. Vier Treffer, einer davon ein Homerun, gingen auf sein Konto.  Foto: Mathias M. Lehmann

Baseball-Bundesliga: Solinger verlieren im Ahornpark 7:9 und 2:5

Solingen. Die beiden Niederlagen gegen die Bonn Capitals am vergangenen Donnerstag hatten den Solingen Alligators nicht so sehr zugesetzt. Schließlich waren sie dem Topfavoriten der Bundesliga-Nord unterlegen gewesen. Das 7:9 und 2:5 bei den Paderborn Untouchables zwei Tage später ordnete Nils Hartkopf aber etwas kritischer ein. „Das war schon ein Weckruf für uns“, fand der erfahrene Alligators-Baseballer nach den Saisonniederlagen drei und vier. „Wir wirkten irgendwie müde und auch nicht bissig genug, um die Spiele zu gewinnen.“

Hartkopf nahm sich selbst dabei nicht aus. Er war zwar mit seiner eigenen Offensivleistung zufrieden und freute sich über einen gewaltigen Homerun im ersten Spiel, doch im umkämpften zweiten Duell sprach der Baseballer von einem massiven mentalen Fehler. Was war passiert? Nachdem Brandt Holland die Begegnung früh zum 1:1 für die Solinger ausgeglichen hatte, kam Maurice Bendrien für die Paderborner im siebten Durchgang an den Schlag. Er überraschte mit einem „Bunt“, also keinem richtigen Schwung, sondern einem nur hingehaltenen Schläger, so dass der Ball lediglich leicht davon absprang.

Hartkopf nimmt 2:1 auf seine Kappe

„Das war nicht mal herausragend umgesetzt, aber ich habe die Situation komplett falsch eingeschätzt. Wäre ich einfach dahingegangen, hätte es das sichere Aus für Bendrien an der ersten Base bedeutet“, erläuterte Hartkopf, in dessen Richtung die Kugel unterwegs war. So aber kam er zu spät, der Paderborner war sicher und profitierte zwei Aus später von einem weiteren Missverständnis der Alligators. Bendrien sprintete zum 2:1 nach Hause. „Das nehme ich auf meine Kappe“, meinte Hartkopf. „Hätte ich in dem Spielzug vorher nicht geschlafen, wäre es dazu gar nicht mehr gekommen – und wir hätten das Ding vielleicht sogar gewonnen.“

Statt beim Stand von 1:1 kamen die Gäste erst beim 1:4 wieder an den Schlag. Holland schlug noch einen Homerun, doch es war zu spät. Die Untouchables entschieden auch das zweite Spiel für sich. Insgesamt genügte die Solinger Schlagleistung im Paderborner Ahornpark nicht, so dass Alligators-Trainer Wayne Ough trotz guter Leistung auf dem Wurfhügel verlor. Im ersten Duell war es ähnlich gelaufen. Auch hier nutzten die Solinger ihre offensiven Qualitäten zu selten.

Alligators warten vergeblich auf Treffer in kritischen Situationen

„Das Hauptproblem war, dass wir zu ungeduldig waren. Wir wollten die Punkte erzwingen. Das klappt offensiv im Baseball nie“, erklärte Hartkopf. Statt auf gute Würfe zu warten, schlugen die Solinger zu oft bereits auf den ersten. Ab dem sechsten Durchgang sprang zwar unter anderem durch einen Homerun von Jake MacDonald auch Zählbares heraus, aber insgesamt blieben die Alligators zu harmlos. „Da fehlten dann auch die Clutch-Hits“, sagte der 35-Jährige – und meinte damit die wichtigen Treffer in den kritischen Spielsituationen.

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