Die Woche im Sport von Jürgen König

Ob SLC, STC oder BHC – die Signale sind richtig und wichtig

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Es ist schon ganz ordentlich, was der Sport in der Klingenstadt und Umgebung mittlerweile wieder allwöchentlich zu bieten hat – trotz Corona.

Es fehlen allerdings nach wie vor die Veranstaltungen, so musste sich in dieser Woche der Solinger Leichtathletik-Club bezüglich der Ausrichtung des traditionsreichen und attraktiven Müngstener Brückenlaufs geschlagen geben. Das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen ist einfach nicht gegeben, die Absage verständlich. Der SLC macht aber das, was auch andere schon angekündigt haben. Sie wollen in 2021 stärker als zuvor ihr Comeback feiern. So will der Verein vom Schaberg die Jugend intensiver in die Läufe integrieren und erwägt das Angebot eines Halbmarathons. Es ist das absolut richtige Signal.

Während beispielsweise Schwimmer auf ihren ersten Wettkampf im „Wohnzimmer Klingenbad“ aufgrund der umfangreichen Auflagen noch warten müssen, tut sich im Tennis weiterhin viel. Verständlicherweise war es diese Sportart, die als eine der ersten den Trainings- und Spielbetrieb seit Beginn der Pandemie wieder aufnehmen durfte. Vom Selbstläufer, eine Veranstaltung wie derzeit die Stadtmeisterschaften durchzuführen, ist man allerdings weit entfernt. Der STC 02 als Hausherr der Titelkämpfe, die an diesem Sonntag ab 13 Uhr mit den Finals ihren Höhepunkt finden, legt sich an der Widderter Straße enorm ins Zeug. Dass die Gäste anderer Vereine dankbar sind und Beifall zollen, hat sich der Gastgeber verdient.

Im Gegensatz zu den vergangenen Wochenenden ist diesmal keine Sportveranstaltung zu erwarten, bei der die 300er-Zuschauergrenze wackelt. Herausragend gestartete HSV-Handballerinnen sind mit vier erlaubten Fans auswärts gefordert, der Fußball hält keine Highlight-Heimspiele bereit. Nach wie vor ist es beeindruckend, mit welcher Akribie der Solinger Sport das Thema Corona-Schutzverordnung abarbeitet – allen voran der Bergische HC, der mit Profi-Handball am 7. Oktober ein besonderes Kapitel aufschlagen möchte. In einer Klingenhalle, die sich aufgrund ihrer Struktur wahrlich nicht aufdrängt, solch ein Event anzubieten. Die Löwen stellen sich der Herausforderung, auch wenn sie noch nicht einmal kleine Brötchen backen dürfen: Ein Catering wird es nicht geben. Aber auch ohne Getränk und Snack, dafür eventuell durchgehend mit Mund-Nase-Schutz, dürfte es für die voraussichtlich 948 Zuschauer ein Spektakel werden. Für den BHC ist es hingegen ein Schritt in die Normalität. Und nur diese gibt dem deutschen Profisport abseits des Fußballs eine Überlebenschance.

TOP Fußball I: Kunstrasenprojekt läuft weiterhin vorbildlich und flexibel – stark.

FLOP Fußball II: Jungen erneut ohne die Niederrheinliga – schwach.

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