Handball

Sina Ehmanns Rückkehr nach Göppingen steht dicht bevor

Sina Ehmann im HSV-Trikot – die junge Rückraumspielerin wird nach Lage der Dinge bald wieder für Göppingen Tore werfen.
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Sina Ehmann im HSV-Trikot – die junge Rückraumspielerin wird nach Lage der Dinge bald wieder für Göppingen Tore werfen.

Spitzenspiel und personelle Veränderungen beim HSV.

Von Lutz Clauberg

Vier Siege, zwei Punkteteilungen und nur eine Niederlage – die Bilanz des HSV Solingen-Gräfrath ist sehr ordentlich. Diese zehn Zähler reichen zurzeit aber nur zum sechsten Platz, weil die Konkurrenz ebenfalls fleißig punktet. Allen voran Frisch Auf Göppingen. Der sechs Mal in sechs Partien siegreiche Tabellenführer stellt sich am Samstag ab 18.15 Uhr in der Klingenhalle vor.

Erinnerungen werden sofort wach, denn am 26. März 2022 gab es vor 750 Zuschauern ein Top-Spiel, das am Ende noch einmal richtig spannend wurde. Der HSV lag gegen die beeindruckend starken Göppingerinnen aussichtslos mit 21:31 zurück und verlor nur 32:34. Hannah Kamp, die ebenso wie Nele Weyh am Samstag krankheitsbedingt passen muss, setzte 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Heber an den Pfosten. Es wäre das 33. Tor gewesen, und womöglich hätten die Gäste noch einmal das ganz große Zittern bekommen.

Wir wollen Göppingen das Leben schwer machen.

Trainerin Kerstin Reckenthäler

Spielerin des Spiels war Sina Ehmann, deren Wechsel zum HSV lange feststand. Die 22 Jahre alte Rückraum-Allrounderin absolvierte jedoch im Gräfrather Trikot ganze drei Meisterschaftsspiele: zum Auftakt gegen Nord Harrislee (vier Tore), in Rödertal (kein Treffer) und gegen Regensburg (4). Seit Anfang Oktober ist sie krankgeschrieben. Dass sie noch einmal für Kerstin Reckenthälers Mannschaft auflaufen wird, ist nahezu ausgeschlossen. Sina Ehmann, von Heimweh geplagt, geht nach Lage der Dinge zurück nach Göppingen.

„Die Zeichen stehen auf Vertragsauflösung“, berichtet HSV-Manager Stefan Bögel über Verhandlungen mit Göppingen. Bögel: „Frisch Auf hat Interesse, aber wir sind uns noch nicht einig geworden.“

Ebenfalls noch nicht in trockenen Tüchern sind vom HSV avisierte Verstärkungen. Zwei auswärtige Talente waren beim Probetraining. „ Wir werden das in Ruhe besprechen“, berichtet Bögel.

Eine Personalentscheidung ist bereits gefallen. Inga Lehnhoff wird, sagt Bögel, die Cheftrainerin auf der Bank und im Training unterstützen. „Kerstin Reckenthäler hat mir schon vor einigen Wochen signalisiert, dass sie gerne Verstärkung hätte.“ Inga Lehnhoff, 32 Jahre alt und ehemalige Bundesligaspielerin, coachte bis dato gemeinsam mit Lara Karathanassis den HSV II in der Frauen-Oberliga. 2018 holte sie nach der Demission von Nicole Münch als Interims-Trainerin fünf Regionalliga-Siege mit dem HSV I, ehe Kerstin Reckenthäler übernahm. Am Ende der Saison stand der Zweitliga-Aufstieg zu Buche.

Neues Trainerinnen-Triobeim Oberliga-Team

Inga Lehnhoffs Amt bei der HSV-Zweiten war nicht eben von Erfolg gekrönt, es gab offenbar auch unterschiedliche Auffassungen. Insofern macht die Nachfolgeregelung viel Sinn: Lara Karathanassis bleibt an Bord, Julia Spitzer und Nicole Klee (beide 51) komplettieren das Trainerinnen-Team. Beide trainieren im Duo sehr erfolgreich HSV-Jugendmannschaften, kennen sich bereits seit gemeinsamen Jugendhandball-Jahren bei der PSVg Jahn und haben auch später beim HSV einige Saisons zusammengespielt.

Zurück zum Spitzenspiel: Kerstin Reckenthäler spricht weiter von einer „schwierigen Gesamtsituation“. Der auf neun Spielerinnen zusammengeschrumpfte Kader (plus die B-Jugendliche Lina Seiffarth) war krankheitsbedingt bei den Übungseinheiten dezimiert unterwegs. „Sich aufregen oder traurig sein nutzt uns nichts“, gibt sie sich trotz aller Handicaps kämpferisch. Göppingen sei auf allen Positionen doppelt besetzt. „Es muss von daher schon sehr, sehr viel stimmen, damit wir punkten. Aber wir glauben an unsere Heimstärke und wollen ihnen das Leben schwer machen.“

2. Liga

Im zweiten Spitzenspiel treffen am Samstag der Tabellendritte HL Buchholz 08-Rosengarten (10:2-Zähler) und der ebenfalls formstarke Vierte TSV Nord Harrislee (10:4) aufeinander.

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