Brückenlauf

Der Sieger kennt sonst noch ganz andere Steigungen

Matthias Epping lief bei seinem Heimaturlaub der gesamten Konkurrenz davon. Foto: Moritz Alex
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Matthias Epping lief bei seinem Heimaturlaub der gesamten Konkurrenz davon.

46. Müngstener Brückenlauf: Ein im Allgäu lebender Bergläufer ist mit Abstand schnellster aller knapp 100 Läuferinnen und Läufer.

Von Daniel Bernards

Es war trotz des am Ende trockenen Wetters am Sonntagmorgen sicher eine besondere Herausforderung und Überwindung, sich den zehn Kilometern des Müngstener Brückenlaufs zu stellen. Starteten im vergangenen Jahr bei goldigem Herbstwetter an die 150 Teilnehmer, sank die Teilnehmerzahl bei der 46. Auflage der SLC-Traditionsveranstaltung auf knapp unter 100 Starter, insgesamt 92.

Der schnellste von ihnen hatte mit die weiteste Anreise, aber auch den Vorteil, dass er über das von vielen Läufern gefürchtete bergige Terrain nur müde lächeln konnte. Denn der 32-jährige frühere Spitzentriathlet Matthias Epping, der das Rennen vom Start auf der Herbert-Schade-Anlage beherrschte und als klarer Sieger ins Ziel lief, lebt seit zwei Jahren in Immenstadt im Allgäu, nutzte den Heimatbesuch in Krefeld zu einem läuferischen Ausflug an den Schaberg – gerade weil es in dessen Umgebung viel Auf und Ab gibt: „Ich habe mich inzwischen auf Bergläufe spezialisiert. Und das geht bei uns im Allgäu bis auf 2000 Meter hoch.“ Siegesambitionen hegte der Athlet, der immer noch für Bayer Uerdingen startet, dabei weniger: „Der erste Platz ist eine schöne Überraschung.“

Mit deutlichem Abstand folgte der Zweitplatzierte Andreas Piel vom TV Witzhelden. In Abwesenheit der Vorjahressiegerin Inga Hundeborn konnte bei den Frauen die Zweite des vergangenen Jahres triumphieren. Kirsten Brandenburger aus dem Triathlon-Team des TSV Aufderhöhe dachte schon kurz nach Zieleinlauf an das nächste sportliche Projekt: „In einer Woche geht es zum Halbmarathon beim Remscheider Röntgenlauf. Der heutige Lauf ist dafür nur Vorbereitung.“ Gleichzeitig galten die Gedanken Brandenburgers auch schnell wieder den sportlichen Ambitionen ihres Sohnes: Sportkletterer Jonas kämpfte nahezu zeitgleich bei der Jugend-Europameisterschaft in Russland und veranlasste die Mutter zu einem zügigen Blick aufs Handy.

Solinger LC ist mit Zuspruch zufrieden

Bei den Veranstaltern des Solinger Leichtathletikclubs herrschte trotz der geringeren Teilnehmerzahl Zufriedenheit: „Uns war angesichts der äußeren Bedingungen klar, dass wir nicht an die Zahlen des Vorjahres herankommen. Mit den knapp 100 Starten können wir gut leben – wir lagen vor ein paar Jahren schon deutlich darunter“, sagte Uwe Ludwig, der Vereinsvorsitzende.

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