Wasserball

SGW startet mit neuem Trainer in die Saison

Steffen Ingignoli (r.) hat das Traineramt an seinen ehemaligen Spieler Matz Kunz (Nummer 9) abgegeben.
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Steffen Ingignoli (r.) hat das Traineramt an seinen ehemaligen Spieler Matz Kunz (Nummer 9) abgegeben.

Wasserball, 2. Bundesliga: Das bergische Fusionsteam empfängt am Samstag den Aachener SV im Klingenbad.

Von Thomas Rademacher

Am Samstagnachmittag beginnt die neue Zweitliga-Saison für die SGW Solingen/Wuppertal. Der Aachener SV ist zu Gast im Klingenbad (15 Uhr). Bei den bergischen Wasserballern hat sich gar nicht viel verändert, doch die Schlüsselposition überhaupt ist neu besetzt. Matz Kunz geht nicht mehr ins Becken, sondern steht als Trainer am Rand. Er übernimmt das Amt von Steffen Ingignoli, der sich auf eigenen Wunsch zurückgezogen hat.

„Das war von langer Hand geplant“, sagt Ingignoli. „Ich habe den Verein schon vor der vorigen Saison darüber in Kenntnis gesetzt.“ Beruflich ist der nun ehemalige Coach zu stark eingespannt. „Während der Corona-Pandemie ging es noch einigermaßen, weil ein paar Dienstreisen weggefallen sind. Nun ist es wieder fast wie früher, so dass es für mich nicht mehr darstellbar ist.“ Ingignoli bleibt seinem Verein treu. Er unterstützt weiterhin und spielt hin und wieder auch im Oberliga-Team mit.

Die Verantwortung für die Zweitliga-Mannschaft trägt seit September Matz Kunz. „Er war mein Wunschkandidat“, sagt Ingignoli über seinen Nachfolger, der in der vorigen Saison noch regelmäßig mitgespielt hat. „Das will ich jetzt aber nicht mehr machen“, betont Kunz. „Ich bevorzuge eine klare Trennung. In der Reserve kann ich mir vorstellen, hin und wieder auch im Wasser auszuhelfen.“ In der 2. Liga hingegen hört das Team nun auf sein Kommando. „Wobei es bei uns ja ganz familiär zugeht. Klar kann es, wenn es um das Sportliche geht, auch mal zu Konflikten kommen, aber ich denke, der Zusammenhalt ist immer da und steht über allem anderen.“

Er war mein Wunschkandidat.

Steffen Ingignoli über Trainer-Nachfolger Matz Kunz

Lange gezögert, ob er die Aufgabe annehmen würde, habe er nicht. „Ich habe Spaß daran. Ich musste es beruflich hinbekommen, aber als klar war, dass das klappt, habe ich zugesagt“, sagt der 34-Jährige, der sein Sportstudium mit einem Master-Abschluss beendet hat und inzwischen am Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Bonn arbeitet. Der Wechsel aus dem Team in die Verantwortung sei reibungslos vonstatten gegangen. „Viele der jüngeren Spieler habe ich schon in der Jugend trainiert. Für sie ist meine Rolle nicht ungewohnt. Und mit den Routiniers klappt es auch gut“, sagt er.

Der erste sportliche Gradmesser erwartet die Truppe am Samstagnachmittag. Der Aachener SV ist „ungefähr gleichauf mit uns“, schätzt Kunz. „Sie sind sehr ausgewogen besetzt und damit unangenehm zu bespielen.“ Taktisch setzt der neue Coach auf eine erhöhte Anzahl von Kontertoren. „Mehr einfache Treffer mit schnellen Schwimmern außen sind unser Ziel. Das war auch einer der Schwerpunkte im Training.“

In der zehn Teams umfassenden Westgruppe der 2. Liga visiert die Mannschaft eine Position im oberen Drittel an. „Das ist eine große Herausforderung“, weiß der Coach. „Denn Topfavorit Bochum hat den Aufstieg nicht geschafft, und mit der SGW Essen und SGW Köln II sind zwei starke Mannschaften von unten hinzugekommen.“

Die SGW Solingen/Wuppertal dürfte mit ihrem Kader wettbewerbsfähig sein. In Jure Stojanovic, Christian Offermann und Benjamin vom Bauer sind einige starke „Oldies“ erhalten geblieben. Auch Lars Hebbecker könnte aushelfen, obwohl er sich aus privaten Gründen eigentlich etwas zurückziehen möchte. Junge Spieler wie Jannis und Finn Quell, Tobias und Tim Beckmann sowie Leon Stark oder Lukas Fürth sollen den nächsten Schritt gehen und immer mehr Verantwortung bekommen. Dasselbe gilt für Adriano Ströker. Der 15-jährige Außenspieler ist Teil des Kaders, tritt aber mit einem Zweitspielrecht auch in der U18-Bundesliga für den SV Blau-Weiß Bochum an.

Heimspiele

Aachener SV (Sa., Klingenbad), Duisburger SV II (4.12., Küllenhahn), SGW Essen (26.2.23, Küllenhahn), ASC Duisburg II (23.3., Klingenbad), SGW Köln II (29.4., Küllenhahn), BW Bochum (6.5., Bendahl), Bayer Uerdingen II (16.5., Bendahl), SV Lünen (20.5., Bendahl), SV Krefeld II (10.6., Bendahl)

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