Schach-Bundesliga

SG Solingen schließt die Saison 19/21 auf dem vierten Platz ab

Borki Predojevic gehörte bei der zentralen Endrunde in Berlin zu den stärksten Spielern der Schachgesellschaft Solingen. Foto: Uli Preuss
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Borki Predojevic gehörte bei der zentralen Endrunde in Berlin zu den stärksten Spielern der Schachgesellschaft Solingen.

Die OSG Baden-Baden ist erneut Deutscher Meister, Klingenstädter übertreffen die Erwartungen.

Von Thomas Rademacher

Sieben Wettkämpfe in vier Tagen musste die Schachgesellschaft Solingen bei der zentralen Bundesliga-Endrunde in Berlin absolvieren. Am Ende stehen fünf Siege, ein Remis und eine knappe Niederlage zu Buche. Das bedeutet das Erreichen des vierten Platzes in der Abschlusstabelle der Saison, die im November 2019 begonnen hatte und mehr als 20 Monate durch Corona unterbrochen wurde. „Es ist durchweg eine Erleichterung zu spüren, dass die Serie nun endlich beendet ist“, fasst Oliver Kniest zusammen. Mit dem Resultat seiner Mannschaft ist der SG-Vorsitzende hoch zufrieden: „Der vierte Rang übertrifft alle Erwartungen. Die Leistungen waren konstant gut.“

Die ersten drei Wettkämpfe am Donnerstag und Freitag hatte die SG wie berichtet bereits gegen Dresden, Berlin und Aachen gewonnen. Es folgte ein heiß umkämpftes Match gegen den SC Viernheim. In dem waren die Klingenstädter nominell im Nachteil, kamen dem Punkt aber dennoch nah. Markus Ragger trotzte Top-Ten-Spieler Shakhriyar Mamedyarov überraschend ein Remis ab. Beim Stand von 3:3 kämpfte Mads Andersen in seiner Partie um selbiges, während Jan Smeets sogar Siegchancen hatte. „Es ist schade, dass es jeweils das für uns schlechtere Resultat wurde“, sagte Kniest. So endete das Duell 3,5:4,5.

Es sollte die einzige Niederlage für die SG bleiben. Gegen Mülheim Nord gewann die Mannschaft souverän 6,5:1,5. Surya Ganguly, Andersen, Predrag Nikolic, Florian Handke und Jörg Wegerle stellten ihre Gegner dabei matt. Spannender verlief das Duell gegen den BCA Augsburg. Während Handke verlor, gewann Borki Predojevic. Weil alle anderen Partien keinen Sieger hatten, deutete sich kurz vor Schluss ein 4:4 an. Markus Ragger kämpfte aber noch am Spitzenbrett gegen Evgeny Postny um den Sieg.

„In der Theorie war das ein Unentschieden, aber Postny musste sehr präzise verteidigen“, erklärte Kniest. Ragger machte Druck, Postny beging den entscheidenden Fehler – und die SG gewann 4,5:3,5. In diesem Moment hatten die Solinger den vierten Platz in der Abschlusstabelle sicher, so dass der abschließende Wettkampf gegen Bayern München nur noch statistischen Wert hatte. Es langte zu einem 4:4 gegen die Mannschaft, die am Freitagabend sensationell die OSG Baden-Baden geschlagen hatte.

Der Favorit leistete sich aber sonst keinen Ausrutscher, gewann auch gegen die direkte Konkurrenz und wurde erneut Deutscher Meister. Für die SG fühlt sich der vierte Platz nach dem etwas schwachen Saisonstart vor zwei Jahren an wie ein Sieg. Stärkster SG-Akteur der Endrunde war Ganguly mit fünf Punkten auf sechs Spielen. Predojevic gelangen 4,5, Ragger und Handke vier. Oliver Kniest absolvierte als Ersatzmann am achten Brett drei Partien, die jeweils remis endeten. „Meine fehlende Spielstärke habe ich durch ein hinreißendes Maß an Glück ausgeglichen“, urteilte der SG-Vorsitzende scherzhaft.

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