Schach

SG Solingen bleibt mit etwas Mühe in der Erfolgsspur

Erwin L'Ami hat in bisher acht Saisonpartien 6,5 Punkte geholt. Fünf Siegen stehen drei Remisen gegenüber.
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Erwin L'Ami hat in bisher acht Saisonpartien 6,5 Punkte geholt. Fünf Siegen stehen drei Remisen gegenüber.

Schach-Bundesliga: Einem 6:2 über den SK König Tegel folgt ein 5:3 gegen die Schachfreunde Berlin.

Von Thomas Rademacher

Die Schachgesellschaft Solingen hat sich am Wettkampfwochenende gegen die beiden Berliner Teams zwar nicht gerade mit Ruhm bekleckert, trotzdem aber zwei Siege davongetragen. Gegen den SK König Tegel gewann der Schach-Bundesligist aus der Klingenstadt mit 6:2, gegen die SF Berlin setzte sich die Mannschaft knapp mit 5:3 durch.

Gerade im Duell gegen die noch punktlose Mannschaft aus Tegel nutzte die SG vor allem ihre Erfahrung zum Sieg. „Es war keine gute Gesamtleistung, aber wie so häufig hat sich die nominell bessere Mannschaft am Ende noch glatt durchgesetzt, auch wenn dies den Verlauf nicht widerspiegelt“, erläuterte SG-Vorsitzender Oliver Kniest. So gewannen Erwin L'Ami und Jan Smeets ihre Partien zwar souverän, doch Florian Handke und Jörg Wegerle lagen hinten. Als Glück bezeichnete es Kniest, dass Handkes und Wegerles Kontrahenten jeweils mit einem Remis zufrieden waren. „Vermutlich aus zu großem Respekt vor dem nominell stärkeren Gegner“, sagte Kniest.

Warmerdam profitierte gegen Martin Brüdigam von einem Fehler, der unmittelbar für eine Siegstellung sorgte, die der Niederländer nutzte. Während Markus Ragger und Borki Predojevic sich die Punkte mit ihren Gegnern teilten, wahrte Mads Andersen auch in seinem fünften Saisoneinsatz eine perfekte Bilanz. Nach sechs Stunden überlistete er seinen Gegner im Endspiel und feierte seinen fünften Sieg im fünften Spiel.

Erst einen Tag später kam eine kleine Kerbe ins Abschneiden des Dänen. Gegen die Schachfreunde Berlin musste er sich im Duell gegen Krzysztof Jakubowksi mit einem Remis zufrieden geben. Auch L'Ami, der in dieser Saison bei allen Wettkämpfen der Solinger dabei war, begnügte sich mit der Punkteteilung und bleibt damit weiter ohne Niederlage. Gleiches gilt für Predojevic.

Ihren Vorteil – an allen acht Brettern hatten die SG-Spieler bessere ELO-Werte – brachten die Klingenstädter kaum ins Ergebnisprotokoll. Markus Ragger setzte sich im Spitzenspiel gegen Marco Baldauf durch, dafür unterlag Jan Smeets.

Die Entscheidung fiel in den Partien von Warmerdam, Handke und Wegerle. Letzterer stand die gesamte Zeit auf Sieg und und brachte sein Team schließlich auch in Führung. Warmerdam hielt das Remis, so dass Handke mit demselben Ergebnis den Gesamterfolg hätte sicherstellen können. Allerdings war sein Gegner Lars Thiede objektiv im Vorteil „Es war eine Stellung, die für den Computer eindeutig, für den Menschen aber schwierig zu spielen ist“, erläuterte Kniest. So beging Thiede einen Fehler, drückte weiterhin auf den Sieg und wurde dafür sogar noch von Handke mit der Matt-Stellung bestraft.

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