Handball-Bundesliga

Sebastian Hinze kehrt an die Seitenlinie zurück

Im Hinspiel hatte Sebastian Hinze nur zum Schluss Grund zum Ärger. Der BHC gab eine Führung aus der Hand und musste sich mit einem Remis zufrieden geben. Foto: Christian Beier
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Im Hinspiel hatte Sebastian Hinze nur zum Schluss Grund zum Ärger. Der BHC gab eine Führung aus der Hand und musste sich mit einem Remis zufrieden geben.

Der Bergische HC tritt am Donnerstagabend in Nürnberg gegen den HC Erlangen an.

Von Thomas Rademacher

23:19 führte der Bergische HC im vergangenen November gegen den HC Erlangen gute neun Minuten vor Schluss. Die Löwen sahen wie die klaren Sieger aus, verließen aber doch nur mit einem 25:25 das Feld. Die Erlanger setzten auf den siebten Feldspieler, der im Angriff für den Torhüter eingewechselt wurde, und hatten Erfolg. Die Franken feierten, die BHC-Profis waren geknickt. Ist daher im Rückspiel der Handball-Bundesliga am Donnerstagabend (19.05 Uhr) noch eine Rechnung offen, wenn die Löwen in der Arena Nürnberger Versicherungen auf den HCE treffen? So hoch möchte es Sebastian Hinze nicht hängen.

Der Coach verbindet mit der Partie auch Positives: „Wir haben es geschafft, die Rückraum-Achse gut zu verteidigen, Simon Jeppsson (aktuell 131 Saisontore) nicht ins Spiel kommen zu lassen und das Erlanger Tempospiel zu unterbinden.“ Insgesamt sei er mit der Leistung sehr zufrieden gewesen, was den Punktverlust gerade deshalb besonders bitter mache. „Den siebten Feldspieler haben wir nicht konsequent genug verteidigt.“

„Es hat sehr viel Spaß gemacht, endlich wieder in die Halle gehen zu dürfen.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Auch Geschäftsführer Jörg Föste erinnert sich an die Partie: „Wir haben uns gegrämt, weil wir zu Recht das Gefühl hatten, dass das Spiel eigentlich hätte gewonnen werden müssen. Vielleicht ist das am Donnerstag noch ein bisschen im Hinterkopf.“ Dem Rückspiel zwischen dem 13. (HCE) und 11. (BHC) der Bundesliga misst Föste eine große Bedeutung bei. „Es ist erklärtes Ziel beider Clubs, möglichst schnell ein Polster zu den komplizierten Tabellenplätzen zu schaffen. Ein direktes Aufeinandertreffen ist dabei immer besonders wichtig. Wir haben das Zeug, Erlangen auswärts zu schlagen“, sagt der Geschäftsführer.

Diesen Beweis war das Team lange schuldig geblieben. Erst im März 2021 gelang der erste Bundesliga-Sieg des BHC in Nürnberg. Zuvor hatten die Mannschaften stets ihr heimisches Territorium verteidigt. Ein Umstand, der auch der ähnlichen Spielweise geschuldet sein könnte. Beide setzen auf eine aggressive Abwehr in Kombination mit einem gefährlichen Tempospiel. „Logischerweise ist es zu Hause immer einfacher. Das gilt für jede Mannschaft“, sagt Hinze. „Vielleicht ist es bei Systemen, die eine enorme Bereitschaft erfordern, aber auch noch mal einfacher vor eigener Kulisse.“

Um den HCE erneut in Nürnberg zu knacken, benötigen die Löwen eine hohe Effektivität im Abschluss. „Damit berauben wir sie ihrer Konter“, weiß Hinze, der auf der anderen Seite des Feldes großen Respekt vor Jeppsson hat. „Er hat nicht nur eine hohe Abschlussquote aus dem Rückraum, sondern ist auch ein guter Vorbereitungsspieler für den Kreis“, sagt der Trainer. „Ihn sollten wir wieder so gut wie im Hinspiel verteidigen. Bei der Abwehr der Kreiskooperationen müssen wir noch besser agieren.“

Die Vorbereitung auf das Duell läuft bei den Löwen wieder normal. Sebastian Hinze durfte die Quarantäne nach zehn Tagen verlassen, hat am Sonntag das Training wieder begonnen und wird in Nürnberg an die Seitenlinie zurückkehren. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, endlich wieder in die Halle gehen zu dürfen“, meint der Coach. Corona hat der BHC aber noch nicht komplett hinter sich gebracht. Fabian Gutbrod fällt wohl noch aus. Außerdem ist Sebastian Damm nach seiner Gehirnerschütterung bisher nicht wieder ins Training eingestiegen. Längerfristig fehlt zudem Csaba Szücs mit einem Sehnenriss im Fuß.

Im Zentrum der 6:0-Deckung werden die Löwen daher mit Lukas Stutzke, Max Darj beziehungsweise Tom Kare Nikolaisen agieren. „Und die 5:1-Variante spielt durch den Ausfall von Csaba noch eine etwas größere Rolle bei uns“, betont der Trainer.

Rund um den Bergischen HC

Anreise: Der BHC fährt bereits am Mittwoch nach Nürnberg und würde am liebsten Donnerstagvormittag noch leicht trainieren. Da keine Halle zur Verfügung steht, beschränkt sich Sebastian Hinze auf einen ausgedehnten Spaziergang.

Rückkehr: Simen Schönningsen ist nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder mit dabei.

Bilanz: In der Bundesliga gewann der BHC sechs und verlor drei Spiele gegen den HCE. Dazu endeten zwei Partien 25:25.

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