ST-Fußball-Tipp

Schumacher betreut neben Wald 03 noch drei Profiteams

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Athletiktrainer fordert den neuen Champion Jonas Schulte heraus.

Von Thomas Rademacher

Mit 5:4 gewann DV Solingen bei der DJK Adler Frintrop und schaffte damit seinen ersten Sieg in der Landesliga. Exakt mit dem verdoppelten Ergebnis, also 10:8, entthronte Jonas Schulte Dauerchampion Max Kofner beim ST-Fußball-Tipp. Schulte ist zwar bei DV aktiv, war aber mit dem deutschen Beachsoccer-Nationalteam auf Sardinien unterwegs, um sich für die Europaspiele zu qualifizieren. Das Event verlief mit dem Abschluss auf Rang zehn aus Schultes Sicht aber enttäuschend: „Das Ergebnis spiegelt nicht das Potenzial wider.“

Immerhin: Im Tippen ist der 24-Jährige nun der neue Champion. Bei seiner ersten Titelverteidigung bekommt er es mit einem ehemaligen Fußballer zu tun: Oliver Schumacher. 13 Jahre trat der Außenverteidiger für die Sportvereinigung Wald 03 an, bevor er coronabedingt seine aktive Laufbahn beendete. „Ich habe nach den Einschränkungen den Drang, wieder aufs Feld zu gehen, nicht verspürt. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich den Teamgedanken durch die ganzen Mannschaften, die ich betreue, weiterhin habe.“ Schumacher ist nämlich hauptberuflich Athletiktrainer. Neben seinen 03ern kümmert er sich um den Handball-Bundesligisten Bergischer HC, die Zweitliga-Frauen des HSV Solingen-Gräfrath und in seiner Rolle als Leiter von PlusD trägt er auch die Verantwortung für Männer-Zweitligist Eintracht Hagen.

„Man kann sagen, dass ich das eine oder andere Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort war“, sagt der 36-Jährige. PlusD, das Fitnessstudio des inzwischen für den FC Schalke 04 tätigen David Gröger, hatte vor ein paar Jahren eine Stelle ausgeschrieben. „Da ging es dann zunächst auf 450-Euro-Basis los. Es folgte die Festanstellung, dann die Leitung.“ Als Partner von Profisportvereinen kümmert sich PlusD um die Athletik und Reha der Spieler.

Der studierte Sportwissenschaftler arbeitet mindestens zwei Mal pro Woche mit dem BHC in dessen Leistungszentrum. Alle anderen Sportler kommen in die Räumlichkeiten des Studios am Dycker Feld. „Zu den Spielen muss ich letztlich nicht kommen, aber ich bin trotzdem gerne dabei. Zum einen macht es mir Spaß, zum anderen schafft es auch Vertrauen“, meint der Solinger.

Zwischen Hand- und Fußballern hat Schumacher einen deutlichen Unterschied ausgemacht. „Im Handball ist Krafttraining seit eh und je ein fester Bestandteil. Beim Fußball muss man erst einmal eine Bereitschaft dafür schaffen“, erklärt er. „So kann es passieren, dass ein 20-jähriger Fußballer noch nie einen Kraftraum von innen gesehen hat. Das wäre bei einem Handballer absolut undenkbar.“

Gewisse Mythen halten sich unter Fußballern hartnäckig. „Wenn ich meine Beine trainiere, werde ich langsamer. Baue ich Muskelmasse auf, kann ich weniger laufen. All das ist natürlich Unfug“, sagt Schumacher, der eine Saison auch die Regionalliga-Kicker des Wuppertaler SV unter seinen Fittichen hatte. Sein Fußball-Verein ist und bleibt aber Wald 03. Daher fügten sich die Dinge sehr zu seiner Zufriedenheit, als die Sportvereinigung ihr Athletiktraining professionalisierte. Den Club, dem er sowieso die Daumen drückt, unterstützt er nun also auch noch beruflich. Es passt ins Bild, denn Schumacher, der mit Freundin Martina in der Klingenstadt wohnt, betont: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“

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