Schach

Schachspieler ziehen Fortsetzung der Bundesliga im September in Betracht

Loek van Wely von der SG Solingen überlegt, sein Gegner ist gerade nicht am Tisch. 1,5 Meter Abstand sind in den Duellen über die gesamte Spielzeit aber kaum zu halten. Archivfoto: Moritz Alex
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Loek van Wely von der SG Solingen überlegt, sein Gegner ist gerade nicht am Tisch. 1,5 Meter Abstand sind in den Duellen über die gesamte Spielzeit aber kaum zu halten.

Die geltenden Reisebeschränkungen stellen das derzeit größte Problem dar.

Von Thomas Rademacher

Eigentlich wollten die Vereine der Schach-Bundesliga in dieser Woche endgültig entscheiden, wie sie mit der im März abgebrochenen Saison verfahren wollen. Eine Fortführung der Spielzeit im Frühjahr 2021 hatte im Vorfeld als wahrscheinlichstes Szenario gegolten. Doch während der Videokonferenz kristallisierte sich eine weitere Lösung heraus: Die für alle Mannschaften noch sieben ausstehenden Spieltage sollen im September oder Oktober an einem zentralen Ort binnen einer Woche ausgetragen werden. In der Folge käme es dann doch noch zu einer neuen Saison 20/21. Die Entscheidung wurde nach der Idee erneut vertagt und soll nun am 12. Juli fallen.

„Grundsätzlich finde ich es gut, die Bundesliga möglichst zeitnah zum Abschluss zu bringen“, erläutert Oliver Kniest, Vorsitzender der Schachgesellschaft Solingen, die im Oberhaus auf dem sechsten Platz rangiert. „Es ist wahrscheinlich, dass sich die Ligen darunter am Bundesliga-Modell orientieren. Sollten wir erst 2021 weitermachen, hätten einige Mannschaften fast ein Jahr keinen Wettkampf bestritten.“ Kniest fürchtet bei diesem Szenario nicht nur bei der SG einen massiven Rückgang der Mitglieder.

Einfach realisierbar ist die Austragung der zentralen Runde aber auch nicht. Ein Hygienekonzept ist genauso nötig wie organisatorisches Geschick. „Wir zum Beispiel haben viele berufstätige Spieler im Kader. Mit einer zu kurzen Vorlaufzeit ist es kaum möglich, sie für sieben Tage zusammenzubringen“, erklärt Kniest. Das größte Problem sieht der Vorsitzende aber bei den geltenden Reisebeschränkungen: „Viele Teams bekommen ihre Spieler derzeit gar nicht nach Deutschland. Das müsste sich bis dahin natürlich ändern.“

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